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Weltverband IAAF erhebt Einspruch gegen Semenya-Urteil

dpa Lausanne. Der Leichtathletik-Weltverband IAAF gibt im Dauerstreit um das vorläufige Startrecht von 800-Meter- Olympiasiegerin Caster Semenya nicht nach.

Weiter ein Streitfall: Caster Semenya. Foto: Nikku/XinHua

Weiter ein Streitfall: Caster Semenya. Foto: Nikku/XinHua

Wenige Tage vor dem geplanten Rennen der Südafrikanerin beim Diamond-League-Meeting in Stanford (US-Bundesstaat Kalifornien) legte die IAAF Einspruch gegen die Entscheidung des Schweizerischen Bundesgerichts ein, wonach Semenya zunächst auch auf den Strecken zwischen 400 Metern und einer Meile (1609 Meter) antreten darf. Diese Verfügung gilt bis zu einem endgültigen Urteil der Schweizer Richter.

Das Schweizerische Bundesgericht hatte die umstrittene Regel der IAAF, in der Testosteron-Limits für Mittelstreckenläuferinnen mit intersexuellen Anlagen festgesetzt wurden, am 31. Mai vorübergehend außer Kraft gesetzt. Damit war der Weg für Semenya wieder frei. Einer Hormonbehandlung wollte sich die 28-Jährige keinesfalls unterziehen. Semenya will am 30. Juni in Stanford über 800 Meter starten.

Bereits am 13. Juni hatte das Schweizerische Bundesgericht einen Eilantrag der IAAF, die Testosteron-Regel unverzüglich wieder in Kraft zu setzen, abgelehnt. In seinem Statement vom Dienstagabend beruft sich der Weltverband auf die Entscheidung des Internationalen Sportgerichtshofes CAS, der die Regel am 1. Mai bestätigt hatte.

„Die IAAF wird ihre Regelung und den Schiedsspruch des CAS weiterhin verteidigen“, wird in der Stellungnahme betont. Für die IAAF gehört Semenya zu den „biologisch männlichen Athleten mit weiblichen Geschlechtsidentitäten“.

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Erstellt:
26. Juni 2019, 11:22 Uhr

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