WFV und Bezirk Rems-Murr warten ab

Bezirksvorsitzender Patrick Künzer möchte keinen Alleingang.

Sieben Fußball-Landesverbände haben noch keine Entscheidung getroffen. BKZ-Grafik

Sieben Fußball-Landesverbände haben noch keine Entscheidung getroffen. BKZ-Grafik

Von Heiko Schmidt

Noch nicht geklärt ist bislang, ob der Amateursport im Dezember wieder möglich sein wird. Aufgrund der zu erwartenden Verschärfungen bei den Coronaregeln deutet vieles darauf hin, dass in diesem Jahr kein Amateursport in Deutschland mehr zugelassen wird. Die Entscheidung soll am heutigen Mittwoch bei der Beratung der Bundesregierung mit den Ministerpräsidenten fallen.

Im Fußball jedoch hat ein Großteil der insgesamt 21 Landesverbände selbst die Initiative ergriffen und den Spielbetrieb bis einschließlich 31. Dezember ausgesetzt, unabhängig davon, wie heute die politische Entscheidung ausfallen wird. Unter den sieben Landesverbänden, die sich noch bedeckt halten, befindet sich auch der Württembergische Fußballverband (WFV). „Wir warten die Entscheidung der Politik ab“, bekräftigt Pressesprecher Heiner Baumeister nochmals den Standpunkt des WFV. Erst danach soll bekannt gegeben werden, wie es für die Amateurfußballer in Württemberg weitergehen soll. Allerdings sind zwei Fußballbezirke bereits vorgeprescht und haben für ihre Mannschaften eine Entscheidung getroffen. So haben die Verantwortlichen aus Hohenlohe und Schwarzwald ihre Fußballer bereits vorzeitig in die Winterpause geschickt.

In einer Pressemitteilung der Bezirksverantwortlichen aus dem Hohenlohischen heißt es unter anderem: „Der WFV zögert immer noch, anstelle im Interesse seiner Vereine endlich für Klarheit zu sorgen. Daher haben wir beschlossen, diese Entscheidung allein für unseren Bezirk zu treffen, was uns Paragraf 45 der Spielordnung auch erlaubt. Wenn der WFV noch weiterhin zuwarten will, soll er es tun.“ In der Pressemitteilung heißt es weiter: „Sollte die Politik am Mittwoch, wider allen Erwartungen, das Mannschaftstraining wieder gestatten, müsste den Vereinen zwei Wochen Trainings- und Vorbereitungszeit eingeräumt werden. Frühestens am 12./13. Dezember könnte dann gespielt werden. Möglich wäre anschließend noch ein Spieltag am 20. Dezember, aber wer möchte vier Tage vor Weihnachten noch kicken? Und wer weiß, wie da dann das Wetter ist. Dieses Szenario macht in unseren Augen keinen Sinn und widerspricht den Interessen unserer Vereine, die schon seit Längerem endlich Klarheit einfordern.“

Und wie steht der Fußballbezirk Rems-Murr dazu? „Ich will die Entscheidung des Bezirks Hohenlohe nicht kommentieren“, antwortet Bezirksvorsitzender Patrick Künzer. Er schiebt auch gleich nach: „Wir machen keine Alleingänge. Der Bezirk Rems-Murr wartet ab, wie die Politik entscheiden wird. Wir verhalten uns so wie der WFV.“ Künzer geht noch weiter und appelliert auch an seine Kollegen: „Alle 16 Fußballbezirke in Württemberg sollten den gleichen Weg gehen.“ Dies bezieht der Bezirksvorsitzende auch auf den weiteren Verlauf der Saison. Schließlich soll aus seiner Sicht geschaut werden, möglichst viele Spiele auszutragen. Erst danach soll eine Entscheidung gefällt werden.

Zum Artikel

Erstellt:
25. November 2020, 11:30 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Lesen Sie jetzt!

Rems-Murr-Sport

Ein Plan B liegt schon in der Schublade

Abwarten lautet weiterhin die Devise der Drittliga-Verantwortlichen beim Deutschen Handball-Bund. Von den nächsten politischen Beschlüssen in der Coronakrise hängt es ab, wann und wie es für den HC Oppenweiler/Backnang und die anderen Klubs weitergeht.

Rems-Murr-Sport

HCOB plant bis 2023 mit Matthias Heineke

Die Macher des Handball-Drittligisten Oppenweiler/Backnang nutzen die Zeit rund um den Jahreswechsel dazu, den Vertrag mit dem Trainer um zwei weitere Spielzeiten zu verlängern.