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Wiederaufsteiger ist gekommen, um zu bleiben

Backnangs Volleyballerinnen sind zurück in der Regionalliga und wollen diesmal nicht nur ein Jahr in der vierthöchsten deutschen Spielklasse verbringen

Backnangs Volleyballerinnen sind in der Regionalliga zurück. Im Unterschied zum ersten Auftritt in der vierthöchsten deutschen Spielklasse will die TSG aber nicht wieder nur ein Jahr verbringen. Diesmal sind die Murrtalerinnen gekommen, um zu bleiben. Schaffen soll das ein leicht veränderter Kader unter Anleitung des neuen Trainers Ronny Schmitzer.

Aufsteiger TSG Backnang hat den Regionalliga-Verbleib fest im Blick. Vanessa Maglica, Milana Schroeder, Susann Haffke, Maika Nicolaus, Anne Pötzl, der neue Trainer Ronny Schmitzer, Andrea Lachenmaier, Franziska Schlipf, Caroline Schwiertz, Lisa Sipple, Leonie Maaß (von links) und ihre Mitstreiterinnen zeigen sich für ihren zweiten Versuch, das Unternehmen Nichtabstieg zu meistern, bestens gerüstet. Foto: A. Becher

© Sportfotografie Alexander Becher

Aufsteiger TSG Backnang hat den Regionalliga-Verbleib fest im Blick. Vanessa Maglica, Milana Schroeder, Susann Haffke, Maika Nicolaus, Anne Pötzl, der neue Trainer Ronny Schmitzer, Andrea Lachenmaier, Franziska Schlipf, Caroline Schwiertz, Lisa Sipple, Leonie Maaß (von links) und ihre Mitstreiterinnen zeigen sich für ihren zweiten Versuch, das Unternehmen Nichtabstieg zu meistern, bestens gerüstet. Foto: A. Becher

Von Anne Pötzl

Rund 18 Monate ist es her, als die Premierensaison der Murrtalerinnen in der Regionalliga ein bitteres Ende nahm. Wegen eines Satzverlustes zu viel musste die TSG wieder in die Oberliga absteigen. Was folgte, waren keine einfachen Wochen. Das erfahrene Trainerduo Hans-Peter Richter und Birgit Sterzel hörte auf, die eine oder andere Spielerin trat kürzer. Die Backnangerinnen ließen trotzdem nicht die Köpfe hängen. Zuerst wurde mit Rafael Käfer ein neuer Coach gefunden, der für frischen Wind sorgte.

Von Beginn an spielten die Murrtalerinnen dann auch vorne mit. Nur der SV Fellbach und die TG Biberach hielten mit und sorgten für einen Dreikampf. Entschieden wurde das Titelrennen erst auf den letzten Metern – von der TSG. Während die beiden Kontrahenten nicht ganz reibungslos durchkamen, blieben die Backnangerinnen ohne Patzer. Als Vanessa Maglica im letzten Saisonspiel den Matchball zum 3:0 gegen den TV Rottenburg verwandelt hatte, war die sofortige Rückkehr in die Regionalliga perfekt. Die Meistersause mit Team, Trainer und Fans dauerte bis spät in die Nacht.

Nach der großen Feier kam aber bald die Erkenntnis, dass die Spielerinnen und Meistercoach Raphael Käfer unterschiedliche Vorstellungen über die künftigen Ziele und Rahmenbedingungen hatten. Auf den Jubel folgte nach nur einem Jahr Zusammenarbeit die einvernehmliche Trennung. Neuer Trainer ist Ronny Schmitzer, für den es die erste Saison in Liga vier ist. Der Ex-Coach des Oberligisten SSV Ulm soll dafür sorgen, dass die TSG-Volleyballerinnen nicht wieder nur ein Jahr Regionalliga spielen. Schmitzer geht das Unternehmen sehr motiviert und optimistisch an. Seine Strategie ist, mit modernem Spiel neuen Schwung in die Mannschaft zu bringen. Bislang scheint das zu gelingen, gehen seine Spielerinnen doch voller Vorfreude die neuen Aufgaben an. Mit neuem Boss an der Seitenlinie und der bekannt guten Unterstützung der Backnanger Fans soll das Saisonziel erreicht werden.

Der Kader dafür ist weitestgehend derjenige aus der Meistersaison. Jedoch will Andrea Baier aus beruflichen und privaten Gründen kürzertreten und nur noch bei Spielermangel auflaufen. Zudem wird sich die junge Iva Maglica nun komplett auf die Mannschaft des Landesstützpunkts in Stuttgart fokussieren. Jacqueline Klenk wiederum hat aus privaten Gründen ganz aufgehört.

Auf der anderen Seite verzeichnete der Neuling aus dem Murrtal auch Zugänge. So wechselte Susann Haffke vom ehemaligen Oberliga-Rivalen SSV Ulm zur TSG und wird die eingespielte Mannschaft im Mittelblock unterstützen. Zweiter Zugang ist Diagonalangreiferin Maika Nicolaus, die wie schon Carolin Schwiertz und Anne Pötzl, die bereits seit zwei Jahren bei der TSG sind, aus Schwäbisch-Hall kommt. Mit Gloria Heller kehrte außerdem ein altbekanntes Gesicht zurück. Die Zuspielerin hatte vergangene Runde pausiert und feiert nun ihr Comeback. Zudem steigt mit Andrea Lachenmaier eine weitere Zuspielerin nach ihrer Babypause wieder ein. Weiterhin wird Lisa Sipple die Mannschaft nun öfter universell tatkräftig unterstützen.

Vom Meisterteam verblieben sind Zuspielerin Anne Pötzl, die Außenangreiferinnen Franziska Schlipf und Vanessa Maglica, die Mittelblockerinnen Milana Schroeder und Leonie Maaß, Diagonalangreiferin Caroline Schwiertz und die erfahrene Libera McKenna Poynter. Außerdem wird Kader-Jugendspielerin Kim Prade diese Saison gelegentlich mitmischen. Sie kann universell als Diagonal- und Außenangreiferin eingesetzt werden.

In der Saisonvorbereitung testete der Regionalliga-Aufsteiger die neu einstudierten Spielzüge beim zweitägigen Vorbereitungsturnier in Fellbach sowie im Trainingsspiel gegen den TSF Ditzingen. Das erste Mal ernst wird es für die TSG am Samstag, 28. September, wenn es zum Rundenstart zum VSG Mannheim geht (20 Uhr, GBG-Halle). Das erste Heimspiel findet am Samstag, 5. Oktober, statt, wenn ab 19.30 Uhr der Heidelberger TV in der Mörikehalle gastiert.

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Erstellt:
26. September 2019, 06:00 Uhr

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