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Zerrweck feiert gelungenes WM-Debüt

Bronze für die erst 14-jährige Backnanger Degenfechterin bei U-20-Landesmeisterschaft und Rang 47 bei U-17-Weltmeisterschaft

Degenfechterin Lina Zerrweck hat zwei aufregende Wochenenden hinter sich gebracht. Erst sicherte sich die 14-jährige Backnangerin bei der U-20-Landesmeisterschaft in Böblingen die Bronzemedaille und damit ein herausragendes Ergebnis. Danach folgte ein guter Auftritt bei der U-17-WM in Torun (Polen).

Überaus zufrieden mit den erzielten Ergebnissen bei den beiden Titelkämpfen: Die Backnanger Nachwuchsfechterin Lina Zerrweck. Foto: T. Sellmaier

© Tobias Sellmaier

Überaus zufrieden mit den erzielten Ergebnissen bei den beiden Titelkämpfen: Die Backnanger Nachwuchsfechterin Lina Zerrweck. Foto: T. Sellmaier

Von Hannah Piesch

Als Vorbereitung auf die sogenannte Kadetten-Weltmeisterschaft startete Zerrweck bei der U-20-Landesmeisterschaft für Baden-Nord und Württemberg. 27 Degenfechterinnen aus Heidenheim, Ditzingen, Heidelberg, Tauberbischofsheim und anderen Vereinen traten zunächst in vier Gruppen mit jeweils sieben Athletinnen gegeneinander an. Aus sechs Gefechten sicherte sich die 14-Jährige aus Backnang, die für den FC Tauberbischofsheim startet, vier Siege: Alexandra Zittel, Lilia Carducci (beide Heidenheimer SB), Lea Thrum (TSF Ditzingen) und Alina Kirchgäßner (FC Ettlingen) landeten nur selten Treffer. Niederlagen musste Zerrweck nur gegen Raphaelia Koiou (SV Böblingen) und Carolin Teuber (Heidenheimer SB) einstecken.

Somit qualifizierte sie sich als Zehnte der 28 Starterinnen für die unvollständige K.-o.-Runde der besten 24 Fechterinnen. Hier hatte sie zunächst leichtes Spiel gegen Janneke Tholen vom TSF Ditzingen (15:1). In der Direktausscheidung der besten 16 gab es dann ein 15:12 gegen Lilia Carducci (HSB). Im Finale der besten acht traf Zerrweck auf Lea Mayer (Heidenheim), die Erste der deutschen U-20-Rangliste. In einem starken Gefecht bot sie der deutlich älteren Konkurrentin die Stirn und entschied das Duell zum Zeitablauf mit 14:12 für sich. Im Halbfinale ging es gegen Kerstin Greul (Ditzingen). Die letztjährige U-17-EM-Teilnehmerin fand ein passendes Mittel gegen Zerrwecks Paraden und ihre Angriffe, sodass sich die Backnangerin mit 10:15 geschlagen geben musste. Am Ende gewann Viktoria Hilbrig aus Heidenheim die Landesmeisterschaften vor Kerstin Greul sowie den beiden Drittplatzierten Lina Zerrweck und Chantall Häusler (beide FC Tauberbischofsheim).

Die Landesmeisterschaft war aber nur ein sehr gutes Training für die darauffolgende U-17-Weltmeisterschaft im polnischen Torun. In der Geburtsstadt des Astronomen Kopernikus versuchte Lina Zerrweck nach den Sternen zu greifen. Die 88 Athletinnen aus der ganzen Welt starteten zunächst mit 17 Gruppen mit sechs sowie sieben Fechterinnen.

Zerrweck hatte eine fast rein europäische Vorrunde erwischt. In dieser dominierte sie gegen die Tschechin Patricie Proksikova mit 5:2 sowie in etwas knapperen Gefechten gegen Margherita Baratta (Italien) mit 5:4, Jelena Jolic (Kroatien) mit 5:4 und Nefeli Rodopoulou (Griechenland) mit 5:3. Zwei der sechs Konkurrentinnen bezwangen Zerrweck. Karina Dyner Villa (Costa Rica) mit 1:5 und Kinga Zgryzniak (Polen) mit 2:5.

Als Nummer 47 für die Direktausscheidung qualifiziert, hieß es nun gegen die Schweizerin Audrey Bouillant alles oder nichts. Die Backnangerin hielt dem Druck stand und siegte 15:12. Unter den besten 64 Fechterinnen stand ihr die Tschechin Veronika Bieleszova gegenüber, die Zerrweck mit 17:7 bezwang. Für die junge deutsche Nachwuchsfechterin bedeutete das bei ihrer WM-Premiere das Aus und Rang 47. Ein gutes Ergebnis für die erst 14-Jährige. Weltmeisterin bei den Kadetten (U 17) wurde Eszter Muhari (Ungarn) vor Gaia Caforio (Italien).

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Erstellt:
16. April 2019, 06:00 Uhr

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