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Zum Abschluss noch einmal alte Klasse gezeigt

Weissachs Torhüter Craig Tigges absolviert gegen den HC Oppenweiler/Backnang sein letztes Handballspiel

Bewies noch einmal sein Können: Torwart Craig Tigges, der seine Laufbahn beendet und mit der Partie gegen Oppenweiler/Backnang von der SG Weissach offiziell verabschiedet wurde. Foto: A. Becher

© Sportfotografie Alexander Becher

Bewies noch einmal sein Können: Torwart Craig Tigges, der seine Laufbahn beendet und mit der Partie gegen Oppenweiler/Backnang von der SG Weissach offiziell verabschiedet wurde. Foto: A. Becher

Von Alexander Hornauer

„Wenn sie das Tempo angezogen haben, waren sie ganz schön schnell unterwegs“, sagte Handballtorwart Craig Tigges. Im Freundschaftsspiel gegen den HC Oppenweiler/Backnang bekam der 42-jährige Torwart der SG Weissach im Tal zum Abschluss seiner Laufbahn noch einmal jede Menge scharfer Würfe auf seinen Kasten. Der Drittligist siegte klar mit 41:15 beim Team aus der Bezirksklasse, aber Tigges hatte starke Aktionen.

Vor dem Anwurf bekam der einstige englische Nationalkeeper, der vor Jahren im Murrtal heimisch geworden ist, großen Applaus von den rund 150 Zuschauern, außerdem gab es einen Geschenkkorb. Die Partie gegen den HCOB, für dessen Stammverein TV Oppenweiler er lange gespielt hatte, war sein letztes Handballspiel. Zumindest ist das der Plan. Ob er rückfällig wird? Craig Tigges betont, dass er es ernst meine mit Aufhören. Es ist nicht nur eine „Auszeit“, um sich die schweißtreibende Sommervorbereitung zu ersparen. Der seit 2007 im Schwabenland heimisch gewordene Brite sagt, dass er auch anderen Vereinen abgesagt habe und die Turnschuhe tatsächlich an den Nagel hängen werde. Spielertrainer Marco Dutenstädter hat noch ein wenig Hoffnung. Er freut sich, dass der Keeper seinen Spielerpass bei der SG Weissach im Tal liegen lassen wird, vielleicht kann man den Routinier mal als Joker bringen. Wie es endet? Abwarten.

Im Spiel gegen den HCOB ließ Tigges in den ersten 20 Minuten seine Klasse aufblitzen, er zeigte schöne Paraden: „Ich glaube, die Quote war gar nicht so schlecht.“ Er hielt beispielsweise einen Siebenmeter von Lukas Köder. Der wiederum konnte es verschmerzen, mit elf Toren avancierte der flinke Außen auch so zum erfolgreichsten Werfer des Tages. Die Gäste machten es Weissachs Angreifern schwer, ließen nur wenige Tore zu und warfen schnell eine deutliche Führung heraus. Zur Pause stand es 16:5, im zweiten Durchgang fielen dann noch mehr Tore, es wurde nicht langweilig.

Trainer Matthias Heineke urteilte: „Eine gelungene Veranstaltung, mit guter Unterhaltung für die Zuschauer, und keine Verletzte. Allerdings sind die Schiedsrichter jetzt ziemlich erschöpft.“ Der für die SG Weissach pfeifende Klaus Konrad und sein Schiedsrichterkollege Jörg Reiner aus Bietigheim-Bissingen mussten, als in der zweiten Halbzeit viele Treffer durch Konter fielen, jeden Sprint mitgehen, während sich die Sportler abwechselten. Das ging an die Substanz. Aber auch die Handballer aus Oppenweiler und Backnang haben sich eine Pause verdient. „Wir haben jetzt sechs Tage am Stück trainiert, allein heute vor dem Spiel waren es noch mal zwei Trainingseinheiten“, berichtete Matthias Heineke – und freute sich wie seine Sportler übers das freie Restwochenende.

SG Weissach im Tal: Tigges, Pfauser, Pollak – Grün (1), Ilse (4/1), Hirth (3), Barkaszi, Voigt, Ottomani, Häußer (2/1), Watzek, Nick (5), Weirich.

HC Oppenweiler/Backnang: Beutel, Koppmeier – Buck, Csauth (1), Köder (11/3), Kuhnle (6), Maurer (n.e.), Prasolov (1), Raff (6), Schöbinger (3), Sigle (2), Strýc (5), Vlahovic (6).

Schiedsrichter: Konrad/Reiner (Backnang/Bietigheim-Bissingen). – Zuschauer: 150.

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Erstellt:
1. Juli 2019, 16:00 Uhr

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