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Beim Vorlesewettbewerb des Heinrich-von-Zügel-Gymnasiums hat Joelle Bernet die Nase vorn

Diese Frau arbeitet in einem Reisebüro.

© Pressefotografie Alexander Beche

Diese Frau arbeitet in einem Reisebüro.

Von Elisabeth Klaper

MURRHARDT. Ein spannendes Duell lieferten sich die Sechstklässler Joelle Bernet und Jonathan Zügel beim Vorlesewettbewerb des Heinrich-von-Zügel-Gymnasiums, den die Murrhardter Stadtbücherei heuer zum dritten Mal ausrichtete. Beide Schüler meistern mit Bravour die schwierige Aufgabe, sich vor ihren Klassenkameraden im Heinrich-von-Zügel-Saal auf ihre selbst ausgewählten Passagen sowie einen unbekannten Text zu fokussieren. Mit durchweg sehr guten Leseleistungen überzeugen Joelle Bernet und Jonathan Zügel die Zuhörer und die Jury.

„Ich lese gerne Abenteuer- und lustige Geschichten“, erzählt Jonathan Zügel. Die Bände der Reihe „Das magische Baumhaus“ von Mary Pope Osborne gehören zu seinen Lieblingsbüchern. Für den Vorlesewettbewerb hat er einen Abschnitt aus dem Buch „Der Schatz der Piraten“ ausgesucht. In der Piratengeschichte lesen Philipp und Anna am Strand ein Piratenbilderbuch, als sich plötzlich ein Ruderboot mit drei echten Seeräubern nähert. Voller Angst klettert Anne auf ihr Baumhaus, Philipp dagegen trödelt und vergisst auch noch das Buch. Jonathan Zügel liest langsam und deutlich, sodass ihm kaum Versprecher passieren. Joelle Bernet überrascht die Jury mit ihrem ausgewählten Text aus einem Buch, das sie in einer Kiste auf dem Dachboden fand: „Spuk im Berghotel“ von Friedrich Feld aus dem Jahre 1965. In diesem geheimnisvollen Abenteuerroman verlaufen sich Monika und Robert beim Beerensammeln und kommen in ein Berghotel.

Joelle Bernet hat ein Jugendbuch aus den 1960er-Jahren mitgebracht

Die Gäste sind unheimliche Männer mit seltsamen Koffern und es liegt nahe, dass sie etwas aushecken. Joelle fesselt ihre Zuhörer bei ihrem Vortrag. Sie liest im Stehen und flüssig, gestaltet Text und Dialoge lebendig und abwechslungsreich. „Ich lese gerne alte Bücher, weil mir der Schreibstil gefällt“, erklärt sie auf Nachfrage der Jury. Diese besteht aus je drei Vertretern des Gymnasiums und der Stadtbücherei: Oberstudiendirektor Henning Zimmermann, Klassenlehrerin Angela Westhäußer-Kowalski, Lehrer Immanuel Schlittenhardt, der die erkrankte Klassenlehrerin Olivia Bohland vertritt, Stadtbüchereileiterin Jutta Brasch, ihre Mitarbeiterinnen Heike Kronmüller und Silke Peter, die für Kinder- und Jugendarbeit zuständig ist. Sie ordnen die Vorträge gemäß der Bewertungskriterien ein, die der Börsenverband des deutschen Buchhandels vorgibt. Er veranstaltet den Vorlesewettbewerb schon seit 60 Jahren.

Für den unbekannten Text hat Silke Peter den vor Spannung knisternden Fantasykrimi „Stella Montgomery und die bedauerliche Verwandlung des Mr. Filbert“ von Judith Rossell ausgesucht. Stella wohnt mit ihren schrulligen Tanten in einem Hotel und versteckt sich in dessen Wintergarten. Dort findet sie einen alten Atlas, mit den sie sich in ferne Welten träumt. Zufällig beobachtet sie, wie Mr. Filbert ein Päckchen in einem Blumentopf versteckt. Heimlich nimmt sie es an sich, bevor Männer auftauchen und danach suchen. Stella entkommt aber zum Glück.

Beide Klassensieger erfassen den Fremdtext rasch und lesen gut, Jonathan langsam und etwas gleichförmig, Joelle Bernet schneller und treffend gestaltet. „Joelle hatte eindeutig die Nase vorn. Sie las mit sehr gutem Sprachfluss, gestaltete die Texte natürlich und lebendig. Jonathan las einen Tick zu langsam und intonierte nicht variantenreich genug“, so das Fazit von Schulleiter Henning Zimmermann. „Beide Schüler haben ihre Texte hervorragend gelesen“, findet Jutta Brasch, aber Joelle Bernet sei ausdrucksstärker gewesen und habe den fremden Text gleich treffend interpretiert. So ist die Jury sich einig und kürt Joelle Bernet zur Schulsiegerin.

„Ihr habt euch nichts geschenkt und lest beide auf sehr hohem Niveau“, lobt der Schulleiter. Er hält für Joelle Bernet die Schulsiegerurkunde und für beide Wettbewerber die Klassensiegerurkunden bereit. Von Jutta Brasch erhalten die Sechstklässler je einen Büchergutschein der Buchhandlung Franke. Joelle Bernet vertritt nun das Heinrich-von-Zügel-Gymnasium beim Vorlesewettbewerb-Entscheid der Schulsieger im nördlichen Rems-Murr-Kreis am 20. Februar 2019, den ebenfalls die Stadtbücherei austrägt.

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Klappt der Transfer?

In der Biovergärungsanlage Neuschöntal wird der Biomüll aus dem gesamten Rems-Murr-Kreis verarbeitet. Hinzu kommt holziges Strukturmaterial von den Deponien, das den Vergärungsprozess verbessert, und Reste aus der landwirtschaftlichen Produktion als ertragreiche Biomasse – zusammen weitere 2000 bis 3000 Tonnen.

Mit den in den Vergärungsreaktoren entstehenden Gasen werden zwei Blockheizkraftwerke betrieben. Sie liefern 10,5 Millionen Kilowattstunden Strom, von denen zehn Prozent auf der Anlage selbst verbraucht werden, und ebenso viel Wärme. Ein Teil davon wird in der benachbarten Klärschlammtrocknungsanlage der Stadt Backnang genutzt. Ferner entstehen im Jahr 24000 Tonnen Flüssigdünger, der an die Landwirtschaft abgegeben wird, und 8000 Tonnen Kompost.

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Erstellt:
18. Dezember 2018, 10:27 Uhr

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