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Ein Händchen für berührende Klänge

Die noch relativ junge Band The Mamatoo mit Musikern aus der Region Stuttgart hat ein neues Album herausgebracht

Seit Frühjahr 2016 existiert die Band The Mamatoo. Seither gab es einige Auftritte im Backnanger Raum, der Name der Formation gräbt sich langsam, aber sicher ins Gedächtnis derer ein, die sich für Liveauftritte interessieren. Doch nicht nur Locations in der Region, sondern auch außerhalb werden bespielt. Beispielsweise auf Borkum. Mittlerweile haben The Mamatoo ihr erstes Album „Sent by an angel“ herausgebracht.

Die Zwillinge und die Mama gaben die Inspiration für den Bandnamen (von links): Tasso Tourpouzidis, Lisa Lang, Peter Bürkle, Tara Lang, Tobias Wilhelm, Andreas Holz und Sonja Lang. Nicht auf dem Bild ist Daniel Schädel. Foto: privat

Die Zwillinge und die Mama gaben die Inspiration für den Bandnamen (von links): Tasso Tourpouzidis, Lisa Lang, Peter Bürkle, Tara Lang, Tobias Wilhelm, Andreas Holz und Sonja Lang. Nicht auf dem Bild ist Daniel Schädel. Foto: privat

Von Thomas Roth

BACKNANG. Mitten in die Herzen der Menschen zielen die Musiker von The Mamatoo mit Covers und ihren eigenen Songs. Vor Kurzem haben sie ein Livealbum vorgelegt. Zu hören sind Mitschnitte von Auftritten oder Titel, die gemeinsam an einem Stück und ohne Overdubs im Studio eingespielt wurden.

Die eigenen Kompositionen wie den Titelsong „Sent by an angel“ oder „Free“, ebenso wie das Lied „It don’t matter“, hat Gitarrist Peter Bürkle geschrieben. Er spielt auch Saxofon und singt punktuell solo. Ansonsten interpretieren die acht Musiker unter anderem Gregor Meyle („Du bist das Licht“), Ed Sheerans „Photograph“ oder kombinieren auch mal zwei Songs wie „Mash up seven Nation“ von White Stripes mit „Sweet Dreams“ von den Eurythmics.

Dirigentenkurs bei Sir Colin Davis

Um das Publikum zu berühren, eignet sich der Klang eines Cellos bekanntlich ganz hervorragend. Daniel Schädel bekommt häufig Gelegenheit, dieses Mittel einzusetzen und verleiht durch sein Spiel nicht nur den Songs, sondern auch der Band an sich eine Wertigkeit, die sie von den üblichen Coverbands abhebt. Auch Saxofonklänge berühren, wie bei Meyles „Du bist das Licht“.

Andreas Holz aus Maubach spielt bei The Mamatoo Piano und übernimmt auch Managementaufgaben. Seine musikalische Vita reicht vom 13 Jahre dauernden Dirigat der Schorndorfer Stadtkapelle (und dies als Nichtbläser!) bis hin zu privaten Ausbildungen an der Musikhochschule Stuttgart und diversen Dirigentenkursen. Unter anderem auch einen bei dem 2013 verstorbenen Sir Colin Davis. Mit sieben Jahren begann Andreas Holz, heute Leiter Beschaffung bei Holz automation Backnang, Klavier zu lernen und hatte bis zum Abitur regelmäßig Unterricht. Mit 27 Jahren nahm Holz den Unterricht noch einmal für drei Jahre auf. Sein Lehrer damals war Rudolf Floegel, von dem Holz eine sehr hohe Meinung hat: „Das, was ich damals bei ihm gelernt habe, davon zehre ich heute.“ Das nötige Klang- und Harmoniefundament liefert Bassist Tobias Wilhelm – freilich nicht alleine. Unterstützt von dezenter Perkussion (Cajón) des Griechen Tasso Tourpouzidis spielt er durchaus auch mal eigene Melodielinien. Auch das ist geeignet, das Ziel, ins Herz zu treffen, mit einer weiteren Klangfacette zu erreichen. Übrigens treten The Mamatoo ohne reguläres Schlagzeug auf.

Andreas Holz aus Backnang ist der Pianist und der Manager der Band. Foto: A. Becher

© Pressefotografie Alexander Beche

Andreas Holz aus Backnang ist der Pianist und der Manager der Band. Foto: A. Becher

Der Bandname The Mamatoo bedeutet „Die Mama auch“. Und was macht die Mama? Singen. Sonja Lang, manchen vielleicht bekannt als Wirtin des inzwischen geschlossenen Waiblinger Lokals „Mariensträßle“, ist Mutter der Zwillinge Lisa und Tara. Alle haben sie früher in ihrer eigenen Gastwirtschaft schon gesungen. Jetzt in der Band singen sie wieder, mehrstimmig, oft, so Holz, „voller Intuition“, und mit recht naturalem Timbre. Die drei Damen sind, um es salopp zu formulieren, ein echtes Pfund für die Band. Nicht nur bei Balladen, eine „unserer Kernkompetenzen“ (Holz), auch bei Up-Tempo-Nummern geht’s stimmlich substanziell zu Werke.

Die Musiker kommen nicht nur aus dem Rems-Murr-Kreis – aus Backnang, Waiblingen, Kernen im Remstal und Fellbach –, sondern auch aus dem Kreis Ludwigsburg (Beilstein) und dem Kreis Böblingen (Gärtringen). Sie haben neben der Musik Berufe wie Area Sales Manager, Realschullehrer, Software-Entwickler, Erzieherin, Designerin, Öffentlichkeitsarbeiter oder medizinische Fachangestellte.

Beim Gespräch mit Andreas Holz bekommt man ganz klar den Eindruck, dass alle mit freudigem Eifer dabei sind. Begonnen hat das Projekt in dieser Besetzung und unter diesem Namen firmierend ja erst im April 2016. CDs mit ausschließlich eigenen Titeln – und irgendwann im Radio gespielt werden: Die Ziele sind klar formuliert.

Info
Konzert im CJE Steinbach

Das nächste Mal live hier in der Gegend zu hören sind The Mamatoo am 16. November um 20 Uhr im CJE in Steinbach. Geboten werden „Pop. Rock.Soul.Songs“.

Die neue CD gibt es bei den Konzerten der Band, auf den gängigen Download-Portalen, über Amazon und im Maubacher Café Schall und Crema.

Im Finale des deutschlandweiten Bandwettbewerbs „Rastatt BaRockt 2017“ belegten The Mamatoo aus über 220 Bewerbern aus ganz Deutschland Platz drei.

Im Backnanger Raum gab die Band schon etliche Benefizkonzerte, unter anderem in der evangelischen Kirche Althütte, in der Pauluskirche in Maubach und in der Peterskirche in Oberbrüden. The Mamatoo spielten auch beim Straßenfest, bei der Mu5ikmaile und eine Woche dreimal täglich im Musikpavillon auf Borkum.

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Erstellt:
4. Oktober 2019, 16:00 Uhr

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