Architekturpreis HolzbauPlus

Erfolg in Berlin: Stuttgarter Architekten gewinnen Preis für innovativen Holzbau

Die Sieger im Bundeswettbewerb HolzbauPlus 2025/2026 stehen fest. Zehn Projekte wurden ausgezeichnet. Fünf prämierte Architekturbüros kommen aus Stuttgart. Dies sind die Preisträger.

Bildungszentrum in Weil der Stadt, entworfen in Holzbauweise vom Stuttgarter Büro lohrmannarchitekten.

© Volker Schrank

Bildungszentrum in Weil der Stadt, entworfen in Holzbauweise vom Stuttgarter Büro lohrmannarchitekten.

Von Tomo Pavlovic

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) stellt erneut 50.000 Euro für den Preis HolzbauPlus bereit. Mit dem Bundeswettbewerb würdigte das BMEL Bauleistungen mit Holz und anderen nachwachsenden Baustoffen als Beitrag zur klimaschonenden und nachhaltigen Baukultur. Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer zeichnete die Prämierten nun auf dem 7. Deutschen Holzbaukongress in Berlin aus.

Prestigeträchtiger Holzbau bei Stuttgart überzeugt die Jury

„Die im Wettbewerb ausgezeichneten Projekte zeigen, wie nachhaltiges Bauen mit Holz heute bereits überzeugend umgesetzt werden kann“, sagte Alois Rainer (CSU). „Hier setzt auch die Holzbauinitiative der Bundesregierung an: Sie stärkt Innovationen im Holzbau und nimmt insbesondere die Nachverdichtung im städtischen Raum in den Blick. Gut ist zudem, dass öffentliche Bauherren beim Holzbau vorangehen.“

Gesamtsieger in der Kategorie „Ländliche Baukultur“ ist das Stuttgarter Büro lohrmannarchitekten mit dem schon vielfach ausgezeichneten Bildungszentrum des Landesverbands für Obstbau Garten- und Landschaft BW e.V. (LOGL) in Weil der Stadt.

Das ebenfalls in Stuttgart tätige Büro a+r Architekten erhielt in der erwähnten Kategorie für das Pfahlbaumuseum Unteruhldingen am Bodensee eine Anerkennung. Eine Anerkennung ging an das Stuttgarter Büro Riehle Koeth für das Bürogebäude ZERO in Stuttgart-Möhringen in der Kategorie „Klimafreundlicher Neubau“.

Sonderpreis für die Stuttgarter Wulf Architekten

In der Kategorie „Bauen im Bestand“ kamen zwei weitere Stuttgarter Büros zum Zuge: Wulf Architekten wurden mit einem Sonderpreis für das Museum Historische Oberamteistraße in Reutlingen bedacht. Und Atelier Kaiser Shen holten für den Umbau der Mehrzweckhalle in Ingerkingen eine Anerkennung.

Entscheidende Kriterien für die Bewertung waren neben der gestalterischen Qualität und der Verwendung von Holz als tragendes Konstruktionsprinzip unter anderem konsequent ressourcenschonende, ökologische Ansätze – darunter der Einsatz nachwachsender Rohstoffe sowie sichtbarer, natürlicher und emissionsarmer Materialien für ein gesundes Raumklima.

Wichtig waren zudem die Trennbarkeit, Rückführbarkeit und Recyclingfähigkeit der Materialien wie auch ein angemessener Flächenverbrauch, der effiziente Lebenszyklus des Bauwerks sowie zukunftsweisende Gesamtkonzepte für nachhaltige Wärmeversorgung und Energienutzung.

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Erstellt:
17. April 2026, 15:44 Uhr

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