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Leipziger Buchmesse meldet Rekord

Zum Abschluss überwiegt in der Branche der Optimismus

Aufbruchstimmung, Besucherandrang und trotzdem einige Sorgenfalten: Die Leipziger Buchmesse hat mehr Besucher angezogen. Seit Donnerstag kamen 286 000 Gäste auf das Messegelände und das dazugehörige Festival Leipzig liest, wie die Veranstalter am Sonntag mitteilten. Das waren 15 000 mehr als 2018, als Winterwetter und Bahnchaos die Bilanz deutlich geschmälert hatten. „Wir haben ein stimmungsvolles Bücherfest erlebt“, sagte Buchmesse-Direktor Oliver Zille. „Der Buchmarkt muss sich stets neu beweisen und steht vor vielen Herausforderungen. Die Buchmesse hat ihre Aufgabe erfüllt, Literatur sichtbar zu machen.“

So gut die Stimmung bei der Messe und der Branche insgesamt ist, so schlecht ist sie allerdings bei den unabhängigen ­Verlagen. Sie wurden von der Insolvenz des größten Zwischenbuchhändlers KNV ­besonders kalt erwischt. Ein Großteil der fest eingeplanten Einnahmen aus dem wichtigen Weihnachtsgeschäft ist für sie dahin. „Es gab kein anderes Thema auf der Messe“, sagte Volker Surmann, Chef des Berliner Satyr-Verlags, am Sonntag. Kleine Verlage habe es wegen schlechterer Vertragskonditionen mit KNV heftiger ­getroffen als die großen.

Sehr zufrieden ist das Gastland Tschechien. Die Resonanz auf den Auftritt sei überwältigend gewesen, sagte Programmkoordinator Martin Krafl. „Das Interesse war größer, als wir gedacht haben.“ Die Besucher seien gut informiert zum Stand gekommen. Unter dem Motto „Ahoj!“ hatten die Tschechen 55 Autorinnen und Autoren sowie 70 Neuerscheinungen präsentiert. Auch Buchmesse-Direktor Zille sagte, die Welle der Aufmerksamkeit für Tschechien habe ihn überrascht. Nächstes Jahr wird die Buchmesse vom 12. bis 15. März veranstaltet. (dpa)

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Erstellt:
25. März 2019, 03:04 Uhr

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