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Mehr Auswahl bei Intendantenkür?

Rrundfunkräte kritisieren das Wahlverfahren beim SWR

Zukunft - Rundfunkräte kritisieren Wahlvorschlag und fordern mehr Transparenz.Tim Schleider

Mehr Auswahl bei der Suche nach dem kommenden SWR-Intendanten – das wünschen sich ­offenbar dringend zahlreiche Mitglieder des insgesamt 92-köpfigen Wahlgremiums aus Rundfunk- und Verwaltungsrat, die bis zum Sommer einen Nachfolger für den scheidenden Senderchef Peter Boudgoust suchen müssen. Für die meisten von ihnen kam an diesem Montag, wie berichtet, die Nachricht, eine interne „AG Intendantenwahl“ wolle aus den rund 15 Bewerbungen nur zwei Kandidaten ins Rennen schicken – die Stuttgarter Landesfunkhaus-Direk­torin Stefanie Schneider und den Hamburger „Tagesschau“-Chef Kai Gniffke –, völlig überraschend.

Nun hat der einflussreiche Heidelberger Rundfunkrat Volker Stich, einst Chef des Beamtenbundes Baden-Württemberg, die Initiative ergriffen: „Unsere Suche nach einem neuen SWR-Intendanten steht unter besonders kritischer Beobachtung der Öffentlichkeit“, sagte er unserer Zeitung. „Unsere Schritte müssen allgemein nachvollziehbar sein. Und das Wahlverfahren, wie es von der Arbeitsgruppe beschlossen wurde, ist dies nicht.“ Es müsse darum auf der anstehenden gemeinsamen Sitzung von Rundfunk- und Verwaltungsrat am 22. März „gekippt“ werden. Er sei „sehr optimistisch“, dafür in den nächsten Tagen die Mehrheit des Gremiums gewinnen zu können, und erfahre bereits Unterstützung.

Stich schlägt vor, „mindestens drei, wenn nicht vier oder fünf“ der insgesamt rund 15 Bewerber für den Intendantenposten in die engere Auswahl zu nehmen, „und die sollten wir dann auch im großen Kreis persönlich zu ihren Zukunftsvorstellungen anhören“. Das Argument, die Wahl könne durch zu viele Kandidaten verzögert werden, ließ Stich nicht gelten: „Wir sprechen hier über die Zukunft des Senders. Da werden wir uns wohl die nötige Zeit für eine qualifizierte Entscheidung nehmen müssen und können.“

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Erstellt:
14. März 2019, 03:04 Uhr

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