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Mit Liebe besiegt Belle den Fluch

Theater Liberi gastiert mit zauberhafter Inszenierung von „Die Schöne und das Biest“ in Backnang – Musical wird von BKZ präsentiert

Nicht das Äußere zählt, sondern das Herz. Das war die Botschaft beim Musical für Kinder im Backnanger Bürgerhaus, das die Backnanger Kreiszeitung präsentierte. Das Theater Liberi zeigte in einer reizenden Inszenierung mit fantasievollen Kostümen, temporeichen Choreografien und modernen Eigenkompositionen das Musical „Die Schöne und das Biest“.

Die Besucher werden in „Die Schöne und das Biest“ in eine schillernde Märchenwelt entführt. Foto: J. Fiedler

© Jörg Fiedler

Die Besucher werden in „Die Schöne und das Biest“ in eine schillernde Märchenwelt entführt. Foto: J. Fiedler

Von Claudia Ackermann

BACKNANG. Es ist ein altes, französisches Volksmärchen um den Prinzen, der in ein hässliches Biest verwandelt wird. Nur durch die Kraft der Liebe kann er von dem Fluch befreit werden. Da tritt die schöne Belle in sein Leben...

Hinreißend hat das Theater Liberi das Musical für Kinder ab vier Jahren umgesetzt. Im dunklen Schlossgarten pflückt ein armer Kaufmann eine Rose und wird von dem Biest ertappt. Er soll einen hohen Preis bezahlen – nämlich für immer in dem verfluchten Schloss bleiben.

Gebannt verfolgen die Kinder das Spiel und sehen: Nicht das Äußere zählt, sondern das Herz

Nur kurz herrscht eine etwas düstere Atmosphäre, wenn das Biest mit langer Nase, zotteliger Mähne und brauner Kutte die Bühne betritt. Doch schon gleich darauf verwandelt sich der finstere Schlossgarten in das freundliche Zuhause des Kaufmanns. Noch einmal darf er dort seine drei Töchter sehen, bevor er in dem verwunschenen Schloss verschwinden soll. Für die verschiedenen Szenen werden die Module auf der Bühne kurzerhand umgedreht und neu angeordnet. Durch Beleuchtungstechnik entsteht ein ganz neues Bühnenbild. Fröhlich ist die Stimmung hier. Es wird gesungen und getanzt. Die schöne Belle wartet noch darauf, ihrem Märchenprinzen zu begegnen und singt: „Dann sag ich ja.“

Gebannt beobachten die Kinder im gut besuchten Walter-Baumgärtner-Saal des Bürgerhauses das Geschehen auf der Bühne. In der Inszenierung für Kinder gibt es natürlich auch etwas zu lachen. Etwa, wenn der sehr von sich selbst überzeugte Taureau der schönen Belle den Hof macht und sich für unwiderstehlich hält. Zu Flamenco-Klängen singt er: „Ich bin so heiß, lösch mich doch mit Eis.“ Bei den Eigenkompositionen wechseln sich verschiedene Stilrichtungen ab. Zu moderner, fetziger Popmusik wird getanzt, und es gibt gefühlvolle Balladen. Belle, für die der Vater die Rose gepflückt hat, entschließt sich, an seiner Stelle zu dem Furcht einflößenden Monster zu gehen. Nur ein paar Sekunden im abgedunkelten Licht genügen, um die Kulisse in ein prächtiges, goldenes Schloss zu verwandeln. Märchenhaft sind die glitzernden Kostüme der Bewohner, die selbst von dem Fluch belegt sind und in prunkvolle Einrichtungsgegenstände verwandelt wurden. Die kleinen Besucher im Bürgerhaus und auch die mitgekommenen Eltern und Großeltern lassen sich von der Atmosphäre verzaubern.

Aus sechs ausgebildeten Musicaldarstellern besteht das Ensemble. Außer Robert Steffen, der das Biest spielt, und Anastasia Ivanova in der Rolle der Belle, schlüpfen sie in verschiedene Rollen. Da wird der selbstverliebte Taureau (Markus Peters) zum trotteligen Schlossbewohner Ciment, über den sich die Kinder köstlich amüsieren. Oder Belles neidische Schwester (Ines Becher) verwandelt sich in die lebhafte und witzige Schlossbewohnerin Marion. Mit ihren Musicals für die ganze Familie hat das Theater Liberi seit der Gründung im Jahr 2008 über eine Million Zuschauer in Deutschland, Österreich und Luxemburg erreicht. In Backnang gastierte das Ensemble schon mehrmals mit unterschiedlichen Musicalproduktionen.

Die Kinder zieht die moderne, märchenhafte Inszenierung ganz in ihren Bann. Sie lauschen, wenn die sanfte, charmante Stimme des Prinzen aus einem Spiegel spricht, und sie singen mit, wenn Belle das griesgrämige Biest auffordert: „Lach doch einfach mit“. Nicht nur die Schöne, sondern auch die Zuschauer schließen das hässliche Monster bald in ihr Herz. Sie leiden mit dem Biest, wenn es mit trauriger, tiefer Stimme singt: „Für immer allein“. Bis Belles Liebe den Fluch von dem Prinzen nimmt und die Kinder begeistert beim finalen Lied mitklatschen: „Hör nicht auf deine Augen – sieh mit dem Herzen“. Fast zwei Stunden lang wurden die kleinen und großen Zuschauer in eine traumhafte Märchenwelt entführt.

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Erstellt:
30. März 2019, 06:00 Uhr

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