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Pritzker-Preis für den Japaner Arata Isozaki

Der Architekt hat unter anderem die Daimler-Hochhäuser in Berlin gebaut

Pritzker-Preis für den Japaner Arata Isozaki

Der Japaner Arata Isozaki hat den diesjährigen Pritzker-Preis und damit die höchste Auszeichnung für Architektur gewonnen. Mit seinen „frischen“ Bauten, die „stilistischen Kategorien trotzen“, sei Isozaki niemals Trends gefolgt, sondern stets seinem eigenen Weg, schrieb die Jury in ihrer Entscheidung. Isozaki sei „ein vielseitiger, maßgebender und wahrhaft internationaler Architekt“. Mit seinem vorausschauenden Denken gelte er als ­Visionär seiner Generation.

Isozaki habe als einer der ersten japanischen Architekten außerhalb Japans gebaut in einer Zeit, als westliche Gesellschaften eher den Osten beeinflussten, sagte Tom Pritzker, Vorsitzender der Hyatt Foundation. Die Stiftung mit Sitz in Chicago steht hinter dem mit 100 000 Dollar (88 000 Euro) dotierten Preis. Isozaki ist der achte Japaner, der die seit 1979 verliehene Auszeichnung gewinnt.

Der 1931 geborene Isozaki stammt aus Oita auf der Insel Kyushu im Südwesten Japans. Frühe Erfolge hatte er während der Besatzung der Alliierten nach Ende des Zweiten Weltkriegs. Er half in den achtziger Jahren, japanisches Design in den Westen zu exportieren. Teil seiner Methode ist das japanische Konzept „Ma“, das sich als Zwischenraum und Öffnung in Bau und Design verstehen lässt. Seine Modernismus-Bauten wirkten „geometrisch simpel“, steckten aber voller „Theorie und Zweck“, hieß es in der Mitteilung.

Zu den bekanntesten Bauten des heute 87-jährigen Isozaki zählen das Museum of Contemporary Art in Los Angeles, das Olympische Stadion in Barcelona und das Eishockeystadion im norditalienischen Turin. Am Potsdamer Platz in Berlin baute Isozaki, der weltweit mehr als hundert Bauprojekte umgesetzt hat, mit weiteren Architekten die Daimler-Benz-Hochhäuser. Er baute Museen wie den Ceramic Park Mino im japanischen Gifu, Konzertsäle wie die Shanghai Symphony Hall in China und den Allianz-Turm in Mailand.

Frühere Pritzker-Preisträger waren unter anderem Zaha Hadid, Rem Koolhaas, Norman Foster, Peter Zumthor und – im Jahr 2015 – der Stuttgarter Architekt Frei Otto./DPA -

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Erstellt:
7. März 2019, 09:11 Uhr

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