„Überragender Neustart“

Gelungene Premiere eines neuen Konzertformats für Bläser.

Junge Bläser zeigten – mitunter zusammen mit ihren Lehrkräften – beim Konzert „Flashing Winds“ im Backnanger Bürgerhaus hervorragende Leistungen. Foto: A. Becher

© Alexander Becher

Junge Bläser zeigten – mitunter zusammen mit ihren Lehrkräften – beim Konzert „Flashing Winds“ im Backnanger Bürgerhaus hervorragende Leistungen. Foto: A. Becher

Von Ingrid Knack

Backnang. „Klasse Konzert, überragender Neustart, großes Kompliment.“ Mit diesen Worten fasst Michael Unger, Leiter der Jugendmusik- und Kunstschule Backnang, die Premiere des neuen Formats „Flashing Winds“ am Sonntag im Backnanger Bürgerhaus zusammen. Und Torsten Vollbrecht, der Jugendleiter des Städtischen Blasorchesters, der zusammen mit Unger alles organisiert hat, spricht von einer „sehr schönen Veranstaltung“, bei der sehr verschiedene Beiträge zu hören gewesen seien. Selbst das vor zirka fünf Jahren gegründete Nachwuchsorchester, eine Kooperation der Jugendmusik- und Kunstschule und des Städtischen Blasorchesters, hatte die Gelegenheit, sich zu präsentieren – und dies, obwohl nicht allzu viele Proben vorausgegangen waren. Wenn alles nach Plan läuft, spielen die jungen musikalischen Talente ein gutes halbes Jahr in diesem Nachwuchsorchester, wechseln dann ins Jugendblasorchester und schließlich ins „große“ traditionelle Städtische Blasorchester. Geprobt wird in der Jugendmusik- und Kunstschule.

„Flashing Winds“ (es gibt eine gleichnamige Komposition von Jan van der Roost) steht hier für strahlende Bläser und eine hervorragende Bläserarbeit zweier Backnanger Einrichtungen, der Backnanger Jugendmusik- und Kunstschule und des Städtischen Blasorchesters. Das Neue daran: Das ehemalige Jugendkonzert des Städtischen Blasorchesters Backnang wurde erweitert um Bläser der Jugendmusik- und Kunstschule Backnang. Auch Lehrkräfte spielten nach den Worten Vollbrechts mit, um die jungen Musiker zu unterstützen, die im Grunde alle an der Jugendmusik- und Kunstschule unterrichtet werden. Die Kooperation der beiden musikalischen Institutionen in Backnang hat sich bewährt und eröffnet, wie man sieht, immer wieder neue Möglichkeiten.

Alles in allem bestritten das Bläsernachwuchsorchester, das Jugendblasorchester, Bläser des Jugendsinfonieorchesters und einige Bläserschüler mit solistischen Beiträgen und strahlenden Bläserklängen den Abend. Das rund zweistündige Programm erstreckte sich von Solowerken aus der Klassik und Romantik über mitreißende Originalwerke für Blasorchester bis zu bekannten groovigen Songs und Melodien aus den Bereichen Filmmusik, Musical und Pop. Es dirigierte Sebastian Rathmann, der das Jugendblasorchester des Städtischen Blasorchesters Backnang und auch das Kooperationsorchester für den Nachwuchs leitet. Rathmann unterrichtet überdies an der Jugendmusik- und Kunstschule Backnang. Er ist dort unter anderem Fachbereichsleiter Blasinstrumente. „Die Jugendmusik- und Kunstschule und das Städtische Blasorchester arbeiten seit einigen Jahren gut zusammen“, betont Unger und resümiert: „Das Konzept ist aufgegangen, man freut sich schon auf das nächste Konzert.“

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Erstellt:
16. November 2021, 06:00 Uhr

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