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0:0 trotz 0:19 Ecken: Schreuder klaut Bosz die ersten Punkte

dpa Leverkusen. Sein alter Kumpel Alfred Schreuder hat Trainer Peter Bosz überlistet und Bayer Leverkusen als erstes Team in dieser Saison Punkte abgenommen. Die von Coach Schreuder ungewohnt defensiv eingestellten Hoffenheimer ermauerten am 3. Spieltag ein 0:0 bei den Leverkusener Offensiv-Künstlern. Bayer verpasste es damit, nach den Siegen gegen Paderborn (3:2) und in Düsseldorf (3:1) zum dritten Mal in seiner 41. Bundesliga-Saison mit drei Siegen zu starten - trotz unglaublichen 19:0 Eckbällen, 20:6 Torschüssen und insgesamt 101 Minuten Spielzeit.

Ihlas Bebou von Hoffenheim und Kai Havertz von Leverkusen (l-r.) im Zweikampf um den Ball. Foto: Revierfoto

Ihlas Bebou von Hoffenheim und Kai Havertz von Leverkusen (l-r.) im Zweikampf um den Ball. Foto: Revierfoto

Nach der Länderspiel-Pause muss die Werkself zum Spitzenspiel bei Borussia Dortmund antreten. 1899 Hoffenheim, das im zweiten Auswärtsspiel unter Julian Nagelsmanns Nachfolger Schreuder erstmals punktete, blieb nach zwei 4:1-Siegen im Vorjahr gegen den einstigen Angstgegner erneut ungeschlagen. Nur gegen den FC Bayern (15) verlor die TSG häufiger als gegen Bayer (14).

Die nur 30 Kilometer entfernt voneinander aufgewachsenen Bosz und Schreuder spielten einst zwei Jahre bei Feyenoord Rotterdam und eine Saison bei NAC Breda zusammen. Auf letzter Station bildeten sie sogar eine Fahrgemeinschaft. Später war Bosz Technischer Direktor bei Feyenoord mit dem Spieler Schreuder.

Die Werkself begann gewohnt offensiv. Die Hoffenheimer pressten vorne zwar früh, standen defensiv im selten praktizierten 4-2-3-1 aber tiefer als gewohnt. Das zahlte sich aus. Die Abwehr um den starken Abwehrchef Kevin Vogt stand gut, Florian Grillitsch nahm den zuletzt überragenden Shootingstar Kai Havertz gut aus dem Spiel. Bis zur Pause verzeichnete Bayer zwar schon beachtliche 7:0 Ecken und laut Statistik auch 8:1 Torschüsse, aber keine einzige echte Torchance. Die hatte Hoffenheim in der 29. Minute, doch Ishak Belfodil spielte freistehend unsauber quer auf Ihlas Bebou.

Auch die zweite Halbzeit begann mit einer Chance für Belfodil, die der Algerier ähnlich kläglich gegen Bayer-Torhüter Lukas Hradecky vergab (47.). Danach wurde Leverkusen aber druckvoller und zielstrebiger. Leon Bailey traf das Außennetz (57.), Kevin Volland verzog knapp (59.). Bosz reagierte nun und wechselte in Nadiem Amiri für Kerem Demirbay einen Ex-Hoffenheimer für den anderen ein und brachte in Lucas Alario für Volland einen Stoßstürmer (62.). Schreuder brachte zeitgleich den erst am Donnerstag vom englischen Premier-Club Brighton & Hove Albion ausgeliehenen Jürgen Locadia für Belfodil (62.).

Nun hatte Bayer einige gute Chancen. Amiri verzog (64.). Karim Bellarabi traf aus spitzem Winkel den Pfosten (80.), Sven Bender scheiterte an Oliver Baumann (82.). Als Lars Bender im Anschluss an den 18. Eckball in der Nachspielzeit einköpfte, hatte Schiedsrichter Felix Zwayer abgepfiffen. Auf der Gegenseite köpfte Kevin Akpoguma knapp vorbei (90.).

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Erstellt:
1. September 2019, 11:42 Uhr

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