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16 Kommunen bitten zum Fluss-Event

Remstal-Gartenschau bietet bis 20. Oktober über 10000 Veranstaltungen – Deutschlandweit einmaliges Grünprojekt

Die Biene Remsi ist das Maskottchen der Remstal-Gartenschau. Foto: L. Breusch

© lukas breusch photography

Die Biene Remsi ist das Maskottchen der Remstal-Gartenschau. Foto: L. Breusch

Von Armin Fechter

SCHORNDORF. Bei der Remstal-Gartenschau, der ersten interkommunalen Gartenschau Deutschlands, wird ein ganzer Landschaftsraum auf einer Länge von 80 Kilometern für 164 Tage in Szene gesetzt. Von Essingen, dem Ursprungsort der Rems, bis Remseck, an der Mündung in den Neckar, reicht die Kette der teilnehmenden Städte und Gemeinden. Das Programm umfasst im Zeitraum bis 20. Oktober über 10000 Veranstaltungen.

In den Tagen vor der Eröffnung wurde noch an zahlreichen Stellen unter Hochdruck gearbeitet. Fast alles ist rechtzeitig fertig geworden, nur punktuell sind noch Projekte abzuschließen. Das betrifft beispielsweise eine Plattform an einem Rastplatz an der Rems in Urbach, wo die Bauarbeiten erst nächste Woche beginnen. Grund: Die Freigabe vom Landratsamt hat auf sich warten lassen. Das ist aber kein Beinbruch: Ruben Sommer vom Bauamt der Gemeinde rechnet mit einer Bauzeit von einer Woche plus drei Tage für die Montage. Auch an einem Waldspielplatz bei Plüderhausen wird noch gearbeitet, dort sind Ehrenamtliche dabei, die Anlage mit Balancierspielgeräten und Waldsofa aufzuhübschen.

Unterm Strich steht aber vielfältigen Gartenschau-Erlebnissen nichts mehr entgegen. Entlang der gesamten Strecke gibt es zahlreiche Gelegenheiten, dem Fluss näherzukommen. Die Lebensader Rems, so das Ziel der Gartenschau-Verantwortlichen, wird wieder in den Blick gerückt, neue Zugänge machen den Fluss wieder erlebbar, Spielplätze und Sitzgelegenheiten am Wasser laden zum Verweilen ein. Die Innenstädte präsentieren sich als grüne Mitte: Parks und Grünanlagen wurden einer Kur unterzogen, um den Aufenthalt dort attraktiver zu machen. Rad- und Wanderwege verbinden die 16 Gartenschau-Kommunen auf Strecken entlang der remstaltypischen Streuobstwiesen und Weinberge. Zwischen Weinstadt und Waiblingen gibt es eine durchgängige Kanuroute mit attraktiven Rastplätzen. Auch Kulturliebhaber kommen im Remstal voll auf ihre Kosten: Es entstehen eindrucksvolle Landmarken von 16 namhaften Architekten aus ganz Deutschland, die sich an dem außergewöhnlichen Architekturprojekt „16 Stationen“ beteiligen. Gastronomen und Winzer laden zu Genusstouren mit dem Genuss-Bus. Viele weitere Einzelveranstaltungen und Führungen machen das Remstal zur großen Bühne und die 350000 Bewohner des Remstals zu Gästen und Gastgebern gleichermaßen.

Die Remstal-Gartenschau basiert auf dem Masterplan Landschaftspark Rems, der auf Initiative des Verbands Region Stuttgart 2006/2007 zusammen mit den Kommunen im Remstal entwickelt wurde. Dessen Ziel ist es, den Gesamtlandschaftsraum Remstal, der sich über drei Landkreise – Ostalbkreis, Rems-Murr-Kreis und Ludwigsburg – erstreckt, langfristig zu stärken. Dafür wurden drei Schwerpunktthemen gesetzt: das Rad- und Wanderwegenetz ausbauen und vernetzen, die ökologische Durchgängigkeit des Flusses erreichen und die Erlebbarkeit der Flusslandschaft verbessern.

Dank des überzeugenden Gesamtkonzepts erhielt die interkommunale Gartenschau im Juni 2010 vom Land den Zuschlag für ein Grünprojekt. Damit fiel der Startschuss für den bundesweit einzigartigen Ansatz: über kommunale Grenzen hinwegzudenken und gemeinsam einen gesamten Landschaftsraum neu zu gestalten. 2013 wurde das Konzept der interkommunalen Gartenschau „Stadt, Land, Rems“ von der Landesinitiative „Mittendrin ist Leben. Grün in Städten und Gemeinden in Baden-Württemberg“ als beispielhaftes und zukunftsweisendes Projekt ausgezeichnet. Mit der Gründung der Remstal Gartenschau 2019 GmbH Anfang 2015 wurde der organisatorische Rahmen für das gemeinsame Projekt geschaffen.

Die beteiligten Städte und Gemeinden haben 60 Millionen Euro in das Vorhaben gesteckt. Dazu gab es Zuschüsse in Höhe von insgesamt 27 Millionen Euro aus verschiedenen Töpfen des Landes und des Verbands Region Stuttgart.

Umfassende Informationen über die Gartenschau finden Interessierte im Internet auf der Seite www.remstal.de.

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Erstellt:
11. Mai 2019, 06:00 Uhr

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