Ägyptens Polizei tötet 40 mutmaßliche Terroristen

Regierung beantwortet Anschlag auf Touristenbus mit Härte

Kairo /DPA - Die ägyptische Polizei hat bei mehreren Razzien gegen mutmaßliche Terroristen am Wochenende 40 Menschen getötet. Die Verdächtigen seien in abgestimmten Einsätzen „in drei Terroristenverstecken“ in Giseh und im Norden der Sinai-Halbinsel getötet worden, teilte das Innenministerium am Samstag mit. Es sei zu Schusswechseln gekommen. Die Aktion der Sicherheitskräfte erfolgte nur einen Tag nach einem tödlichen Anschlag auf einen Bus mit vietnamesischen Touristen. Dabei starben nahe den Pyramiden vier Menschen.

Wie das Innenministerium mitteilte, hätten die Verdächtigen eine Serie von Anschlägen auf staatliche Institutionen, Tourismuseinrichtungen, Sicherheitskräfte und Kirchen geplant. Bei zwei Razzien in Giseh seien jeweils 14 beziehungsweise 16 Personen getötet worden, zehn weitere seien in der Provinzhauptstadt Al-Arisch auf der Sinai-Halbinsel getötet worden, berichtete die ägyptische Zeitung „Al-Ahram“.

In den Verstecken seien große Mengen an Munition, Waffen und selbst gebauten Sprengsätzen gefunden worden. Ob die Aktion der Sicherheitskräfte mit dem Anschlag auf den Touristenbus zusammenhing, teilte das Ministerium nicht mit. Das staatliche Fernsehen veröffentlichte Bilder der erschossenen mutmaßlichen Terroristen. Darauf werden die Getöteten mit Handfeuerwaffen gezeigt.

Am Freitagabend waren bei einer Bombenexplosion nahe den Pyramiden von Giseh im Süden der Hauptstadt Kairo drei vietnamesische Touristen und ihr ägyptischer Reiseführer getötet worden. Zwölf weitere Menschen wurden bei dem Anschlag auf den Touristenbus nach staatlichen Angaben verletzt. Die ägyptische Regierung hatte zunächst versucht, den Vorfall herunterzuspielen.

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Erstellt:
31. Dezember 2018, 03:14 Uhr

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