Aldi-Filiale in Großaspach geplant

Betriebsgebäude in der Siemensstraße sollen dafür weichen.

In der Siemensstraße in Großaspach soll eine neue Aldi-Filiale errichtet werden. Foto: Markus Mainka / Adobe Stock

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In der Siemensstraße in Großaspach soll eine neue Aldi-Filiale errichtet werden. Foto: Markus Mainka / Adobe Stock

Von Lorena Greppo

ASPACH. In der Siemensstraße in Großaspach soll eine neue Aldi-Filiale errichtet werden. In der jüngsten Sitzung des Aspacher Gemeinderats wurde der Baugenehmigungsantrag für das Projekt beraten, dem neben einem Abbruchlageplan für die bestehenden Betriebsgebäude auch der Entwurf des geplanten Gebäudes beilag.

Weil das Bauvorhaben im Widerspruch zu den Festsetzungen des gültigen Bebauungsplans steht, war beim Gemeinderat eine Befreiung hiervon einzuholen. Die geplanten 45 Stellplätze seien zum Teil außerhalb der überbaubaren Grundstücksflächen beziehungsweise nicht im Anschluss an befahrbare örtliche Verkehrsflächen vorgesehen, führte Bürgermeisterin Sabine Welte-Hauff aus. Die Verwaltung vertrete die Auffassung, dass man diese Abweichung im Hinblick auf vergleichbare andere Fälle durchaus zulassen könne.

Die Gemeindeverwaltung will beim Bauherrn wegen der Errichtung einer E-Ladesäule anfragen.

„Ich finde es sehr bemerkenswert, dass wir einen Discounter bekommen, ohne neue Flächen zu versiegeln“, zeigte sich Wolfgang Schopf, Fraktionssprecher der SPD/Aspacher Demokraten erfreut. Solche Lebensmittelmärkte hätten oftmals Fotovoltaikanlagen auf dem Dach, merkte er an. „Kann man das vorschreiben?“, wollte er wissen. Auch fände er es wichtig, dass auf dem Parkplatz eine E-Ladesäule installiert werde.

Zudem warf Schopf die Frage auf, ob die geplanten 45 Stellplätze ausreichen. Vorschriften für das Dach hängen von der Dachform ab, erklärte die Bürgermeisterin. „Ein Flachdach mit bis zu zehn Grad Neigung muss begrünt werden“, führte sie an. Falls allerdings eine Befreiung von dieser Vorgabe zugunsten einer Fotovoltaikanlage gewollt sei, könne diese wahrscheinlich auch gewährt werden. Eine solche Anfrage liege bislang jedoch nicht vor. Die Überprüfung der Stellplatzanzahl obliege der Stadt Backnang. Bezüglich der E-Ladesäule werde die Verwaltung dies beim Bauherrn anfragen. „Das wäre eine sehr gute Umsetzung im Gesamten“, fand die Bürgermeisterin im Hinblick auf Solarenergie und Ladesäule als Paket.

Peter Hanisch, Fraktionssprecher der CDU und Bürgerlichen Wählerliste, äußerte Sorge, dass andere Läden unter der Konkurrenz leiden. „Wir müssen die Werbetrommel rühren, damit ihnen nicht das Geschäft wegbricht“, forderte er. Welte-Hauff verwies an dieser Stelle auf eine Marktanalyse, die im Vorfeld angestellt worden war. „Auch uns war es wichtig, das zu klären“, verdeutlichte sie. Das Ergebnis der Analyse habe gelautet: Das Potenzial ist da.

„Hoffen wir also, dass sich das bewahrheitet und es die anderen Händler nicht zu sehr belastet.“ Der Bebauungsplan lasse an dieser Stelle den Einzelhandel zu, weshalb es auch schwierig geworden wäre, das Vorhaben zu verhindern. Joachim Goller (FWA) erkundigte sich, ob es für den Bauherrn ein Pflanzgebot gebe, denn schließlich sei auf dem Plan eine Baumreihe eingezeichnet. Das wäre gut, habe man doch vor allem in der Nordansicht eine „extrem lange und große Wand“. Bisher sei die Ansicht dadurch aufgelockert worden, dass man Giebeldächer hatte.

Auf dem Grundstück gebe es kein Pflanzgebot, lautete die Antwort der Bürgermeisterin. Die besagte Baumreihe befinde sich jedoch auf einem gemeindeeigenen Grundstück. Nachdem alle Punkte besprochen waren, gab der Gemeinderat einstimmig sein Einvernehmen zur Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplans.

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Erstellt:
29. Mai 2021, 06:00 Uhr

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