Arbeitgeber: Kein Verständnis für Forderung der IG Metall

dpa/lsw Stuttgart. Die Vorstellungen der IG Metall für die anstehende Tarifrunde stoßen bei den Arbeitgebern in der Metall- und Elektroindustrie im Südwesten auf Unverständnis. „Wir sind uns geschlossen einig: In der aktuellen Situation sehen wir überhaupt keinen Spielraum für Kostensteigerungen“, sagte Südwestmetall-Chef Stefan Wolf am Donnerstag laut Mitteilung nach einer Sitzung der Verbandsgremien. Viele Betriebe bräuchten das genaue Gegenteil.

Fahne der IG Metall. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Fahne der IG Metall. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Der IG-Metall-Vorstand hatte am Montag dafür plädiert, mit einem Forderungsvolumen von vier Prozent in die Verhandlungen zu gehen - in Form von mehr Geld oder als Teillohnausgleich bei einer verkürzten Arbeitszeit. Die Empfehlung ist noch nicht die endgültige Forderung. Diese wird am 17. November in den regionalen Tarifkommissionen und noch einmal neun Tage später (26.11.) vom Vorstand abschließend beschlossen.

Wolf sagte, die Arbeitgeber gingen mit klaren Positionen in die Gespräche, die im Südwesten am 16. Dezember beginnen sollen. „Dazu gehören für 2021 neben dem Verzicht auf Kostensteigerungen auch dringende Entlastungen für Firmen, die wirtschaftliche Probleme haben - und zwar automatisch nach klaren Kennzahlen.“ Zudem wolle man klare, einfache Lösungen mit einer langen Laufzeit erreichen. So viel Beschäftigung wie möglich zu sichern gelinge nur, wenn die Beschäftigten einen wesentlichen Beitrag dazu leisteten, sagte Wolf.

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Erstellt:
12. November 2020, 16:07 Uhr

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