Baden-Württemberg

Arbeitslosigkeit im Dezember leicht gestiegen

Der Arbeitsmarkt kommt nicht in Schwung. Im Schnitt war die Zahl der Arbeitslosen im Südwesten so hoch wie lange nicht. Wie lautet die Prognose für 2026?

Die Lage auf dem Arbeitsmarkt im Südwesten bleibt angespannt (Symbolbild).

© Uwe Zucchi/dpa/Uwe Zucchi

Die Lage auf dem Arbeitsmarkt im Südwesten bleibt angespannt (Symbolbild).

Von red/dpa

Auch zum Ende des vergangenen Jahres bleibt die Lage auf dem Arbeitsmarkt in Baden-Württemberg angespannt. Im Dezember stieg die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat um 0,2 Prozent auf 291.017, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit in Stuttgart mitteilte. Die Arbeitslosenquote lag wie schon im Vormonat bei 4,5 Prozent. 

Gegenüber dem Vorjahresmonat sei die Zahl der arbeitslosen Menschen mit 6,3 Prozent weniger stark gewachsen als in den letzten Monaten. Die Agentur griff für die Statistik auf Datenmaterial zurück, das bis zum 11. Dezember vorlag.

Höchster Jahresdurchschnitt seit 2006

Im Jahresdurchschnitt seien 2025 knapp 294.000 Menschen im Südwesten arbeitslos gemeldet gewesen. Das sei der höchste jahresdurchschnittliche Stand seit 2006, teilte die Regionaldirektion mit.

„Sehr hohe Kurzarbeit und mehr Arbeitslosmeldungen bestimmten 2025 den Arbeitsmarkt“, sagte Martina Musati, Chefin der Regionaldirektion, laut Mitteilung. Es fehle weiterhin an Dynamik. Die Nachfrage nach Beschäftigung sei zu gering, wie der niedrige Stand an vakant gemeldeten Stellen zeige.

„Nach der Arbeitsmarktprognose für 2026 soll die Arbeitslosigkeit im Land nicht weiter ansteigen“, sagte Musati. Jetzt komme es auf Impulse für den Arbeitsmarkt an, welche die Regionaldirektion auch vom Investitionspaket der Bundesregierung erwarte.

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Erstellt:
7. Januar 2026, 10:16 Uhr

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