Auftakt im Prozess um tödlichen Angriff auf Ex-Schwager

dpa/lsw Stuttgart. Gefesselt, getötet und begraben: Vor dem Stuttgarter Landgericht beginnt der Mordprozess gegen einen 53-Jährigen, der seinen ehemaligen Schwager getötet haben soll. Das Motiv ist bis heute unklar.

Ein Schild weist an einer Fassade auf das Landgericht Stuttgart hin. Foto: Marijan Murat/dpa/Archivbild

Ein Schild weist an einer Fassade auf das Landgericht Stuttgart hin. Foto: Marijan Murat/dpa/Archivbild

Die Leiche soll er erst vergraben und sich dann gestellt haben. Heute beginnt der Mordprozess gegen einen 53-Jährigen vor dem Landgericht. Dem Mann wird vorgeworfen, Ende Mai in Stuttgart seinen ehemaligen Schwager vor dessen Wohnung niedergeschlagen, gefesselt und geknebelt zu haben. Danach soll er nach Angaben eines Gerichtssprechers zu einem von ihm gepachteten Gartengrundstück gefahren sein, um sein 45-jähriges Opfer dort mit mindestens zwei Schlägen auf den Kopf zu töten.

Die geschiedene Ehefrau des Getöteten hatte den Mann damals als vermisst gemeldet, nachdem er nicht wie verabredet die gemeinsamen Kinder zur Betreuung abgeholt hatte. Nachdem der 53-Jährige sich einige Tage später der Polizei gestellt und die Tat eingeräumt hatte, stießen die Ermittler in Garten des Angeklagten auf die Leiche des Ex-Schwagers. Der mutmaßliche Täter gab an, das Opfer begraben zu haben. Nach dem Geständnis schwieg der Mann. Das Gericht muss klären, welches Motiv beim Angeklagten vorlag. In dem Prozess könnte Mitte Januar ein Urteil fallen.

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Erstellt:
26. November 2020, 01:37 Uhr

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