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Baden-Württemberger zahlen für Heim-Pflege mit am meisten

dpa/lsw Stuttgart/Berlin. Pflegebedürftige in Baden-Württemberg müssen mit am meisten für die Betreuung im Heim aus eigener Tasche zuzahlen. Im Vergleich der Länder ist der Südwesten derzeit am drittteuersten mit 2278 Euro Eigenanteil im Monat nach Nordrhein-Westfalen und dem Saarland. Im Jahr zuvor waren es 155 Euro weniger, wie aus Daten des Verbands der Ersatzkassen mit Stand 1. Januar 2020 hervorgeht. Im bundesweiten Schnitt stiegen die Eigenanteile auf 1940 Euro im Monat. Das sind 110 Euro mehr als Anfang 2019.

Eine Pflegerin schiebt eine Frau im Rollstuhl durch einen Gang. Foto: Federico Gambarini/dpa/Archivbild

Eine Pflegerin schiebt eine Frau im Rollstuhl durch einen Gang. Foto: Federico Gambarini/dpa/Archivbild

Bezogen auf die reine Pflege wies Baden-Württemberg den höchsten Wert mit monatlich 1006 Euro aus. Im Bundesschnitt waren es 731 Euro. Unterhalt und Verpflegung schlagen im Südwesten mit 848 Euro und Investitionskosten mit 424 Euro zu Buche. Die Pflegeversicherung trägt - anders als die Krankenversicherung - nur einen Teil der Kosten. Aus der Rente kann kaum jemand die restlichen Summen berappen. Die Pflegebedürftigen müssen auf Erspartes oder anderes Vermögen zurückgreifen oder auf ihre alten Tage Sozialhilfe beantragen.

Die Chefin des Verbandes der Ersatzkassen (vdek), Ulrike Elsner, sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Die steigenden Eigenanteile in der stationären Pflege machen Handlungsbedarf für eine Finanzreform in der Pflege deutlich.“ Es sei gut, dass die Gesundheitspolitik das Thema auf die Agenda genommen habe. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will bis Mitte des Jahres einen Vorschlag zur künftigen Finanzierung machen.

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Erstellt:
19. Februar 2020, 07:28 Uhr

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