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Bauernproteste: Kretschmann fordert Gesellschaftsvertrag

dpa/lsw Biberach. Dutzende Bauern haben am Aschermittwoch mit Traktoren und anderen Fahrzeugen vor einer Veranstaltung der baden-württembergischen Grünen in Biberach protestiert. „145 Menschen ernährt ein Landwirt in der Bundesrepublik. Warum schaffen es 145 Menschen nicht, einen Landwirt vernünftig zu bezahlen?“, hieß es beispielsweise auf einem Plakat, das vor einem der Fahrzeuge befestigt war.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) spricht beim Politischen Aschermittwoch von Bündnis90/Die Grünen. Foto: Felix Kästle/dpa

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) spricht beim Politischen Aschermittwoch von Bündnis90/Die Grünen. Foto: Felix Kästle/dpa

Ministerpräsident Winfried Kretschmann zeigte Verständnis für die Proteste der Landwirte: „Es ist wichtig, dass ihr Flagge zeigt“, sagte der Grünen-Politiker in seiner Rede zum politischen Aschermittwoch der Landespartei. Die Betriebe seien das Rückgrat der Landwirtschaft und müssten von ihrer Arbeit auch wieder existieren können.

„Wir brauchen einen neuen Gesellschaftsvertrag. Darunter wird das nicht zu machen sein“, sagte Kretschmann weiter. Ein solcher Vertrag müsse zwischen Landwirten, dem Handel und den Verbrauchern entstehen. „Das setzt ein neues Verständnis, ein neues Denken, ein neues Verhältnis zwischen allen Beteiligten voraus.“ Die Landwirte hätten mit ihrem Protest Bereitschaft dazu signalisiert. Man könne und müsse zwar an vielen Schrauben drehen. „Aber allen muss klar sein: Es geht nur, wenn wieder ein kultureller Wandel eintritt. Nämlich dass wir bereit sind, anders mit Lebensmitteln umzugehen und denen wieder eine andere Wertschätzung entgegenzubringen.“

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Erstellt:
26. Februar 2020, 15:58 Uhr

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