Wohneigentum und Bausparen
Bausparkassen in Baden-Württemberg haben neue Führungsspitze
Schwäbisch Hall-Vorstandschef Mike Kammann ist neuer Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Baden-Württembergischer Bausparkassen. Welche Themen die nächsten Monate bestimmen.
© Bausparkasse Schwäbisch Hall
Mike Kammann, Vorstandsvorsitzender der Bausparkasse Schwäbisch Hall, setzt sich für günstigeres Bauen ein.
Von Imelda Flaig
Die Arbeitsgemeinschaft Baden-Württembergischer Bausparkassen (ARGE) hat einen neuen Vorsitzenden. Schwäbisch Hall-Vorstandschef Mike Kammann hat 2026 den Vorsitz übernommen und will sich dafür einsetzen, dass Bauen effizienter, schneller und kostengünstiger wird.
„Bezahlbares Wohnen ist für den sozialen Zusammenhalt der Gesellschaft sowie für den Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg elementar“, sagt Kammann. Nach wie vor hinke das Angebot der Nachfrage deutlich hinterher. Laut einer aktuellen Studie des Pestel-Instituts fehlen in Baden-Württemberg 192 000 Wohnungen und in 41 von 44 Stadt- und Landkreisen herrsche spürbarer Wohnraummangel. Kammann folgte auf Stefan Siebert von der LBS Süd, der den ARGE-Vorsitz 2025 inne hatte.
Vier Bausparkassen
Der Arbeitsgemeinschaft gehören die vier Bausparkassen Schwäbisch Hall, Badenia, die LBS Süd und Wüstenrot an, die zusammen rund 60 Prozent des deutschen Bausparmarktes und über zwölf Millionen Kundinnen und Kunden vertreten.
Der angespannte Wohnungsmarkt wirke als Wachstumsbremse und die Verschlechterung der Wohnbedingungen führten bei vielen Bürgern zu Politikverdrossenheit, ist sich die Arbeitsgemeinschaft einig.
Sie begleitet die Landespolitik mit Vorschlägen und sieht für die Bildung von Wohneigentum vor allem vier Stellhebel: Wohneigentum als private Altersvorsorge zu stärken, Bauland zu mobilisieren und Wohnraum zu schaffen, des weiteren die Sanierung des Gebäudebestands voranzubringen sowie Bürokratie abzubauen und Kosten zu sparen.
