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Blutkonserven knapp: DRK ruft zu Spenden auf

dpa/lsw Wiesbaden. Wegen steigender Nachfrage nach Blutkonserven drohen unter anderem in Baden-Württemberg Engpässe. Der Blutspendedienst des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) schlägt wegen der Entwicklung bereits Alarm: Im Südwesten und auch in Hessen könne derzeit nicht einmal der Bedarf eines durchschnittlichen Tages abdeckt werden, sagte Stephan Küpper vom Blutspendedienst West des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) am Mittwoch. Der Vorrat an Konserven reiche keine 24 Stunden.

Ein Mann spendet Blut. Foto: Thomas Frey/dpa/Archivbild

Ein Mann spendet Blut. Foto: Thomas Frey/dpa/Archivbild

„Corona hat das Blutspendewesen sehr deutlich durchgerüttelt“, sagte Küpper weiter. Grund dafür sei nicht etwa eine mangelnde Spendenbereitschaft, sondern der Wegfall vieler Gelegenheiten zur Blutspende etwa in Firmen oder Universitäten. In Berlin und Brandenburg seien die Vorräte ähnlich knapp. Am besten sei die Situation in Bayern, wo die Konserven den Bedarf von mehr als vier durchschnittlichen Tagen decken könnten.

Die Kliniken befänden sich trotz des aktuellen Mangels aber nicht in einer dramatischen Notsituation. „Niemand muss jetzt Angst haben, dass überlebensnotwendige Maßnahmen ausbleiben“, sagte Küpper. Allerdings müssten schon jetzt nicht dringende Operationen zum Teil abgesagt oder verschoben werden, um akut Blut zu sparen. Bei unvorhergesehenen Notfällen würde sich die Lage dann zwar zuspitzen, doch auch dann könnten sich die Bundesländer gegenseitig aushelfen.

Erstspender können bis zum vollendeten 65. Lebensjahr Blut spenden. Das maximale Spenderalter für Blutspender ist das vollendete 73. Lebensjahr. Blut spenden darf aktuell nicht, wer in den letzten vier Wochen aus dem Ausland zurückgekehrt ist, hieß es beim DRK. Personen, die Blut spenden möchten, können online einen Termin vereinbaren, um den Schutzmaßnahmen gerecht werden zu können.

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Erstellt:
20. Mai 2020, 13:39 Uhr

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