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Chemie-Arbeitgeber im Südwesten lehnen Tarifforderungen ab

dpa/lsw Baden-Baden. Vor den Tarifverhandlungen für rund 73 000 Beschäftigte in der baden-württembergischen Chemieindustrie haben die Arbeitgeber Forderungen der Gewerkschaft zurückgewiesen. Die Industrie befinde sich in der Rezession, Produktion, Umsatz und Gewinne stürzten ab und Arbeitsplätze seien in Gefahr, erklärte der Arbeitgeberverband Chemie Baden-Württemberg (agvChemie) am Samstag.

Chemie-Beschäftigte bei einer Kundgebung. Foto: Uwe Zucchi/Archivbild

Chemie-Beschäftigte bei einer Kundgebung. Foto: Uwe Zucchi/Archivbild

„Die Unternehmen brauchen Kostenentlastung, um die Krise zu überwinden“, sagte Hauptgeschäftsführer Thomas Mayer laut einer Verbandsmitteilung in Baden-Baden. „Tariferhöhungen wären derzeit Gift für den Bestand von Arbeitsplätzen.“

Die Tarifkommission der Gewerkschaft IG BCE für Baden-Württemberg hatte am 11. September beschlossen, unter anderem mit der Forderung nach einem persönlichen Zukunftskonto in Höhe von jährlich 1000 Euro, über das jeder Beschäftigte individuell verfügen kann, in die Verhandlungen zu gehen. Sie beginnen am 10. Oktober in Karlsruhe.

Zudem müsse es „eine reale Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen“ geben. Gefordert wird auch die Einführung der bundesweit ersten tariflichen Pflegezusatzversicherung. Sie soll durch die Arbeitgeber finanziert werden und bei Eintritt des Pflegefalls die Finanzierungslücke zur gesetzlichen Vorsorge schließen.

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Erstellt:
14. September 2019, 12:29 Uhr

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