CSU-Landtagsabgeordneter wegen Erpressung verurteilt

dpa Regensburg. Franz Rieger soll versucht haben, von einem Bauunternehmer eine fünfstellige Summe als „Spende“ zu erpressen. Nun ist das Urteil gegen den bayrischen Landtagsabgeordneten in Regensburg gefallen.

Franz Rieger, CSU-Abgeordneter im bayerischen Landtag, sitzt im Verhandlungssaal im Landgericht. Foto: Armin Weigel/dpa

Franz Rieger, CSU-Abgeordneter im bayerischen Landtag, sitzt im Verhandlungssaal im Landgericht. Foto: Armin Weigel/dpa

Der bayerische Landtagsabgeordnete Franz Rieger (CSU) ist am Donnerstag wegen Erpressung und Beihilfe zur Steuerhinterziehung zu einer Geldstrafe in Höhe von 300 Tagessätzen zu je 400 Euro verurteilt worden.

In dem Verfahren vor dem Landgericht Regensburg ging es um Wahlkampfspenden im Jahr 2013.

Der Politiker forderte damals nach Überzeugung der Richter von einem Bauunternehmer eine Spende in Höhe von 50.000 Euro. Als dem Bauträger die Summe zunächst zu hoch war, sagte Rieger mit Blick auf die anstehende Kommunalwahl: „Sie wissen schon, wer in Zukunft über die Bauprojekte und die Baugenehmigungen entscheidet.“ Die Richter werteten dies als Erpressung.

Die Staatsanwaltschaft hatte auf eine Geldstrafe wegen Erpressung und Beihilfe zur Steuerhinterziehung plädiert, der Verteidiger dagegen sah keine Erpressung vorliegen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

© dpa-infocom, dpa:211111-99-957736/2

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Erstellt:
11. November 2021, 14:11 Uhr

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