Christi Himmelfahrt
Darf man bei Nässe Rasen mähen?
Sollte man bei Regen zum Mäher greifen oder lieber abwarten? Warum nasses Gras schadet – und mit welchen Tipps man trotz Feuchtigkeit ein sauberes Schnittbild erzielt.
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Kommt in den nächsten Taen auch mal die Sonne durch – und macht es dann Sinn, den Rasen zu mähen?
Von mic/red
Jeder Hobbygärtner kennt das Problem: Der Rasen wächst bei feuchtem Wetter besonders schnell, doch der Himmel will einfach nicht aufklaren. So zumindest 2026 rund um Christi Himmelfahrt und die Eisheiligen. Darf man also den Rasenmäher herausholen, wenn die Halme noch nass sind? Die kurze Antwort lautet: Man darf (außer an Sonn- und Feiertagen), aber man sollte es nach Möglichkeit vermeiden.
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Das Mähen von nassem Gras bringt gleich mehrere Nachteile mit sich, die sowohl die Ästhetik Ihres Gartens als auch die Langlebigkeit der Technik betreffen:
- Unsauberes Schnittbild: Nasse Grashalme sind schwerer und biegen sich oft nach unten. Anstatt sie sauber abzutrennen, drückt der Mäher sie teilweise nur flach. Das Ergebnis ist ein ungleichmäßiger Schnitt.
- Gefahr von Krankheiten: Feuchtes Schnittgut bietet die perfekte Brutstätte für Pilze und Bakterien. Zudem können Krankheitserreger durch das Verkleben der Halme leichter von einer Stelle zur anderen transportiert werden.
- Bodenverdichtung: Wenn der Boden unter dem Rasen aufgeweicht ist, hinterlassen schwere Mäher tiefe Fahrspuren. Diese verdichten die Erde, was die Sauerstoffzufuhr zu den Wurzeln behindert und kahle Stellen begünstigen kann.
- Technik-Stress: Nasses Gras verklumpt sofort. Es verstopft das Mähwerk, den Auswurfkanal und sorgt dafür, dass die Messer schneller stumpf werden. Bei Elektro-Mähern besteht zudem ein erhöhtes Sicherheitsrisiko durch Kurzschlüsse.
Rasenmähen: Warum Nässe schadet
Sollten Sie in einer langen Regenperiode keine Wahl haben, beachten Sie bitte diese Vorsichtsmaßnahmen:
- Schnitthöhe anpassen: Stellen Sie den Mäher mindestens ein bis zwei Stufen höher als üblich. So schonen Sie die empfindliche Grasnarbe und das Mähwerk verstopft nicht so schnell.
- Scharfe Messer sind Pflicht: Stumpfe Klingen reißen die nassen Halme eher ab, was zu unschönen braunen Spitzen führt.
- Schnittgut direkt entfernen: Lassen Sie nasses Gras niemals als Mulch liegen. Es bildet Klumpen, die wie eine luftdichte Decke wirken und das Gras darunter ersticken können.
- Gerät gründlich reinigen: Nach getaner Arbeit muss das feuchte Gras sofort vom Gehäuse und den Messern entfernt werden, um Rostbildung und Schimmel zu vermeiden.
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Ein wenig Geduld zahlt sich aus. Warten Sie lieber, bis die Halme oberflächlich abgetrocknet sind und der Boden wieder Trittfestigkeit hat. Ihr Rasen und Ihr Rücken (da trockenes Gras viel leichter ist) werden es Ihnen danken.
