Das Coronavirus läutet in Herrenberg mit

dpa/lsw Herrenberg. Die im Zweiten Weltkrieg beschädigte Guldenglocke der Herrenberger Stiftskirche aus dem Jahr 1602 hat eine Nachfolgerin. Und die neue Vaterunser-Glocke geht mit der Zeit, denn an der Vorderseite der Glockenzier wurde der Corona-Erreger angebracht. Die Guldenglocke sollte nach Auskunft des Herrenberger Glockenmuseums 1942 mit einem Vorschlaghammer zerschlagen werden, was aber nicht gelang.

Ein stilisiertes Coronavirus Sars-Cov-2 ist auf der neuen Vaterunser-Glocke zu sehen. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Ein stilisiertes Coronavirus Sars-Cov-2 ist auf der neuen Vaterunser-Glocke zu sehen. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Damals entstanden wohl viele verborgene Haarrisse, zweimal wurde geschweißt, ein drittes Mal schien sinnlos. Der Klang war dahin. Deshalb beschloss der Verein zur Erhaltung der Stiftskirche im Jahr 2017, eine klanglich passende Glocke als Ersatz gießen zu lassen. Diese sollte vor allem die letzte Funktion der Guldenglocke übernehmen: zum Vaterunser-Gebet während der Gottesdienste zu läuten.

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Erstellt:
2. Oktober 2020, 05:27 Uhr

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