Der erste Abschnitt soll im März starten

Stadtwerke verlegen in Oppenweiler 2,6 Kilometer Gasleitung.

Stadtwerke Backnang bauen in Oppenweiler. Archivfoto: J. Fiedler

© Jörg Fiedler

Stadtwerke Backnang bauen in Oppenweiler. Archivfoto: J. Fiedler

Von Lorena Greppo

OPPENWEILER. Schon im März kommenden Jahres soll es losgehen mit der Verlegung des Gasverteilungsnetzes in Oppenweiler. Den Sachstand der Planung der Stadtwerke Backnang schilderte Jörg Schröder, technischer Leiter, in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats. Vom Staigacker bis in die Ortsmitte soll die Hauptleitung verlaufen. Da auf diesem Weg auch private Grundstücke genutzt werden müssen, sei man bereits in Eigentümerverhandlungen eingestiegen, berichtete Schröder.

Auch unternehme man den Versuch, das Teilstück im Schlosspark im Winterhalbjahr zu verlegen. „Wir müssen damit rechnen, dass im kommenden Jahr viele Veranstaltungen in diesem Bereich stattfinden“, merkte er an – wenn die Coronapandemie dem nicht einen Strich durch die Rechnung mache. Die Zuleitung sowie das Blockheizkraftwerk, welches dann auch das Rathaus versorgt, haben bei den Stadtwerken Priorität eins und werden daher als Erstes angegangen.

Den zweiten Abschnitt bildet die eigentliche Wohnsiedlung nördlich der B14. Die anderen Gebiete folgen nach und nach, das Quartier Steinfeld wird ganz zum Schluss angeschlossen. Parallel zum Genehmigungsverfahren gehe man schon in die Ausführungsplanung, erläuterte Schröder. Diese solle bis Mitte November erstellt werden, sodass noch in diesem Jahr die Bauleistungen ausgeschrieben werden können. Vieles werde dann von der Auslastung der Baufirmen abhängen, gab Schröder zu bedenken. Für die Bauzeit des ersten Abschnitts werden etwa 15 Monate veranschlagt, die Kosten hierfür belaufen sich auf 1,8 bis 2 Millionen Euro. 2,6 Kilometer Leitung sollen verlegt werden, dementsprechend groß werde die Baustelle in Oppenweiler.

Gebäude entlang der Trasse könnten direkt im kommenden Jahr angeschlossen werden. Die Bedarfsabfrage im Wohngebiet werde erst vorgenommen, wenn man mit der Leitung schon im Ort ist, erklärte der technische Leiter der Stadtwerke. Die Kosten für einen Netzanschluss betragen etwa 3300 Euro. Bei einem Hausanschluss bieten die Stadtwerke direkt ein Leerrohr für Glasfaser mit an, dafür müsse dann nicht noch separat die Straße aufgegraben werden.

„Die Stadtwerke investieren kräftig in Oppenweiler. Wir müssen den Ball aufnehmen“, forderte Bürgermeister Bernhard Bühler. Alle Liegenschaften der Gemeinde, die für einen Anschluss infrage kommen, habe man bereits ins Investitionsprogramm aufgenommen. Nun seien auch die Gewerbetreibenden in Oppenweiler aufgefordert, die Möglichkeit eines Anschlusses zu nutzen. Die Gemeinde selbst werde die Bauarbeiten im Rahmen der Verlegung der Gasleitungen nutzen, um Wasserleitungen auszutauschen und auch das Thema Breitbandausbau mit abzuarbeiten. „An der einen oder anderen Stelle werden wir als Gemeinde in Vorleistung gehen“, erklärte Bürgermeister Bühler.

Zum Artikel

Erstellt:
26. Oktober 2020, 06:00 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Lesen Sie jetzt!

Stadt & Kreis

Naturschützer und Wanderbotschafter

25 Jahre lang hat Bernhard Drixler als Geschäftsführer die Geschicke des Naturparks Schwäbisch-Fränkischer Wald geleitet. Demnächst geht er in den Ruhestand.

Seit etwa einem Monat ist die Brücke verbarrikadiert. Foto: A. Becher
Top

Stadt & Kreis

Der Murrsteg bleibt zu

Noch ist völlig offen, was mit der 36 Jahre alten maroden Fußgängerbrücke passiert, die die Postgasse mit der Bleichwiese verbindet.