Der Live-Blog zum 54. Backnanger Straßenfest
Unsere Reporterinnen und Reporter sind beinahe rund um die Uhr auf dem Straßenfest unterwegs, um Eindrücke zu sammeln, mit Menschen zu sprechen und Fotos und Videos aufzunehmen. Alle Infos gibt es hier.
© Alexander Becher
Das Städtische Blasorchester beendet am Straßenfestmontag das Bühnenprogramm auf dem Marktplatz. Foto: Alexander Becher
Am Montagabend wurde noch ordentlich gefeiert, angestoßen und getanzt – etwa zu den Songs von The Stereolines auf der Bühne am Obstmarkt oder zu den Klängen des Städtischen Blasorchesters auf dem Marktplatz. Mit dem traditionellen Zapenstreich ist das Backnanger Straßenfest gestern Nacht um 23 Uhr geendet. Die BKZ freut sich schon auf Ende Juni 2027, wenn es wieder heißt: „Koi Zeit, Stroßafeschd!“
54. Backnanger Straßenfest: So war der Montag
Auch am Montag haben sich Backnangs Straßen gefüllt. Die große Hitze ist ausgeblieben, auf den Bühnen haben die Künstler noch einmal alles gegeben.
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Ungewohnte Sounds auf der Jugendmeile: Staubfänger und Kabbelbruch legen hier elektronische Klänge auf, und das sogar etwas länger als gedacht, weil die Nachfolgeband Vandalismus entfällt.

Nein, das ist nicht die Elektro-Bühne: Staubfänger und Kabbelbruch legen auf der Jugendmeile auf. Foto: BKZ
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Backnang rüstet sich für den letzten Straßenfestabend in diesem Jahr: Die Straßen werden merklich voller, am Obstmarkt hat Dani Suara das Bühnenprogramm nun ebenfalls eröffnet und singt Hits von Robbie Williams bis Kings of Leon.

Dani Suara & Friends spielen am Montagnachmittag am Obstmarkt. Foto: BKZ

Montagabend, die Straßen werden voller. Foto: BKZ

Immer mehr Deutschlandtrikots sind auf dem Festgelände zu sehen - ein gewisser Deniz Undav hat es den jungen Fans offenbar besonders angetan. Foto: BKZ
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Übrigens hat Maximilian Friedrich am Montagmittag natürlich noch seinen Wetteinsatz der verlorenen Stadtwette eingelöst. Am Stand von Gourmandises d’Ardèche musste der Oberbürgermeister Crêpes backen – was er natürlich so oder so gemacht hätte, wie er bereits am Samstag nach der verlorenen Wette gesagt hatte (wir berichteten).
Aller Anfang ist schwer: Diese Erfahrung muss heute Mittag auch Friedrich machen. Und das trotz seiner hübschen Kochschürze, die er vorab von den französischen Gästen geschenkt bekommen hatte. Sein erster Crêpes würde keinen Schönheitswettbewerb gewinnen. „Der ist total löchrig“, sagt ein junger Mann, der zufällig mit seiner Freundin da ist und eigentlich nur schnell einen Crêpes kaufen wollte. „Und er ist viel zu dick“, fügt sie hinzu. „Nee, den kann er selber essen“, ist das Fazit des jungen Mannes. Bernard Entressangle aus Annonay ist mutiger. „Der Crêpes des Bürgermeisters!“, freut er sich, als er den Erstling überreicht bekommt. „Er ist gut. Vielleicht ein bisschen viel Nutella“, lautet sein Urteil. „Angesichts dieser ersten Vorführung wäre es wahrscheinlich besser, Sie würden Bürgermeister bleiben“, scherzt Florence Besset, Präsidentin des Vereins Gourmandises d’Ardèche. Doch schon der zweite Crêpes sieht deutlich besser aus.
Wird das was? Standchefin Florence Besset schaut Friedrich beim Wenden zu. Foto: BKZ
Und darum geht es am Ende ja auch gar nicht. „Es ist auch völlig egal, ob wir am Samstag 150 oder 300 auf dem Marktplatz waren – es geht um das Symbol, das wir ausgesendet haben“, betont er. „Wir mögen an unterschiedlichen Orten geboren sein, aber im Geiste sind wir doch vor allem eins: Europäer und dadurch alle verbunden.“ Das findet auch Florence Besset: „Die Freundschaft wächst von Jahr zu Jahr“, betont sie. Annonay-Gemeinderätin Julie Faucheaux ist am Crêpes-Stand zu Tränen gerührt. „Das war mein erster Besuch auf dem Straßenfest“, sagt die junge Frau. „Er war sehr lebhaft, dynamisch und voller Freude.“
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Respekt vor dem Alter: Die Seniorinnen und Senioren versprühen beim Seniorennachmittag im Biegel trotz Hitze ganz schön Energie.
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Derweil wirft der Zapfenstreich bereits seine Schatten voraus. Der schmale Durchgang vom Marktplatz zur Dilleniusstraße dient wie schon in den vergangenen Jahren als Fluchtweg, weswegen quasi eine Einbahnstraßenregelung eingeführt wird.

Erste Sicherheitsvorkehrungen für den Zapfenstreich. Foto: BKZ
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Machen wir uns nichts vor: Die Hitze ist mit Macht zurück. Das hindert den Gitarrennachwuchs auf dem Stiftshof beim Jugendmusik- und Kunstschultag aber freilich nicht daran, sein Talent aufscheinen zu lassen.

Der Gitarrennachwuchs übt sich auf dem Stiftshof. Es ist Jugendmusik- und Kunstschultag. Foto: BKZ

An der Elektrobühne brennt die Sonne heiß auf den Asphalt. Foto: BKZ
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Der erste Newcomer Contest des Backnanger Straßenfests ist Geschichte. Bilder von dem Ereignis findet ihr in unserer Bildergalerie.
Newcomer Contest 2026
Im Rahmen des 54. Backnanger Straßenfests ging das traditionelle Nachwuchsfestival erstmals unter dem neuen Namen Newcomer Contest an den Start. Siegerin wurde Emily Ladystar aus Stuttgart. Zweiter wurde das Backnanger Duo Findus, Dritte Mia Kühner. Der Wolle-Kriwanek-Preis ging an die Band Dumon.
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Na also: Pünktlich zur Mittagszeit reißt die Wolkendecke auf, die Weilermer Wirtshausmusikanten blasen in ihre Instrumente und die Backnanger trauen sich nach und nach zum traditionellen Mittagessen auf den Marktplatz.

Das Mittagessen am Straßenfestmontag ist für viele Backnanger Tradition. Foto: BKZ

Blasmusik mit den Weilermer Wirtshausmusikanten. Foto: BKZ
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Auch Kreativsein ist heute möglich: Von 14 bis 17 Uhr gibt es Mitmachangebote und Aktionen rund um das Bandhaus am Stiftshof. Und wem der Trubel doch einmal zu viel wird, für den gibt es ja nach wie vor die kostenfreie Ausstellung „Szenen aus der Backnanger Stadtgeschichte“ in der Stiftskirche. In dieser werden elf eindrucksvolle Szenen und Etappen der Backnanger Stadtgeschichte mit Bildern von Hellmut G. Bomm und Erzählfiguren von Dorothea Schuster gezeigt. Die Stiftskirche ist an allen Straßenfesttagen von 10 – 18 Uhr geöffnet.

•Eine Szene aus der neuen Ausstellung in der Backnanger Stiftskirche. Foto: Dekanatamt
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Wer Lob, Kritik oder Anregungen für die Stadtverwaltung hat, kann diese heute um 18 Uhr übrigens in bewährter Weise beim Lob-, Schwätz- und Bruddel-Eck des Oberbürgermeisters vor dem Gasthof Löwen direkt an den richtigen Mann bringen.

© Alexander Becher
Archivbild: Alexander Becher
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Ebenfalls auf den heutigen Montag wurde das beliebte Entenrennen verschoben. Lose können ab 12 Uhr vor den Murrtreppen für jeweils 2 Euro gekauft werden. Das Rennen startet um 13.30 Uhr bei den Murrtreppen. Die Siegerehrung und Spendenübergabe der Loseinnahmen findet ab 17 Uhr auf der Bühne im Biegel statt.

© Tobias Sellmaier
Archivbild: Tobias Sellmaier
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Heute ab 14 Uhr findet auf dem Willy-Brandt-Platz im Biegel der traditionelle Seniorennachmittag statt. Hier wird man über die etwas niedrigeren Temperaturen heute sicherlich nicht unglücklich sein. Und falls sich die Sonne doch zeigt, gibt es dort ja immer noch das Beschattungssystem der Firma Zanker aus Auenwald.
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Impressionen vom Sonntag auf dem Straßenfest findet ihr übrigens in unserer Bildergalerie.
54. Backnanger Straßenfest: Der Sonntag
Der Straßenfestsonntag gilt allgemein als besucherschwächster Tag. Bei den diesjährigen Temperaturen wird das noch einmal besonders deutlich. Erst am Abend füllt sich das Festgelände, erreicht aber zu keinem Zeitpunkt Hochbetrieb. Schön ist es für diejenigen, die da sind, aber trotzdem. Ein besonderes Highlight ist der Newcomer Contest, einstmals bekannt als Nachwuchsfestival.
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Unfassbar, es regnet! Vielleicht lohnt sich heute also tatsächlich einmal der Straßenfest-Regenschirm.

Foto: BKZ
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Eines der musikalischen Highlights ist heute Abend sicherlich der Auftritt der Band The Stereolines um den Backnanger Drummer Heiko Peter. Um 20.30 Uhr geht‘s am Obstmarkt los.

The Stereolines waren schon beim Straßenfest im vergangenen Jahr mit von der Partie. Archivbild: privat
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Anders als am Wochenende braucht man heute also nicht bis 18 Uhr auf den Beginn des Bühnenprogramms zu warten. Um 12 Uhr machen auf dem Marktplatz die Weilermer Wirtshausmusikanten mit zünftiger Blasmusik den Anfang. Am Obstmarkt geht es um 16.30 Uhr mit dem Backnanger Dani Suara & Friends los. Im Biegel darf die Tanzschule Bayerle-Auchter um 14 Uhr endlich wieder auf einer Straßenfestbühne ran und muss nicht aufs Bürgerhaus ausweichen. Im Stiftshof startet ab 14.45 Uhr der Jugendmusik- und Kunstschultag. Auch die Elektro-Bühne legt früh los: Ab 12 Uhr ist Scott Shelby am DJ-Pult. Die Jugendmeile startet als letztes in den Montag: Die Punkband Vandalismus legt um 18.15 Uhr los.
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Das 54. Straßenfest geht heute in seinen letzten Tag, glücklicherweise mit deutlich angenehmeren Temperaturen und ohne Programmeinschränkungen. Im Gegenteil: Manches, das am Wochenende hitzebedingt entfallen musste, wird heute nachgeholt, etwa die Straßenfest-Rallye für Kinder. Von 14 bis 18 Uhr sind alle jungen Entdeckerinnen und Entdecker dazu eingeladen. An den verschiedenen Ständen gilt es, Straßenfest-Motive zu entdecken und sich dafür Stempel auf der Rallyekarte zu sichern. Wer die vollständig oder teilweise ausgefüllte Stempelkarte im Festivalbüro (Im Biegel 13) abgibt, erhält ein kleines Geschenk. Mit mindestens fünf gesammelten Stempeln nimmt die Karte außerdem automatisch am Gewinnspiel der Straßenfest-Rallye teil. Dabei gibt es die Chance, einen von drei Hauptgewinnen zu gewinnen. Die Gewinnerinnen und Gewinner werden in der Woche nach dem Straßenfest per Zufallsprinzip ausgelost und anschließend per E-Mail benachrichtigt. Die Gewinne können danach im Festivalbüro abgeholt werden.
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Zum Endspurt am Sonntagabend ist der Rummel gerappelt voll. Die Bands auf den Bühnen geben noch einmal alles, was geht. Auf dem Marktplatz sorgen Schlager und Partyhits vom Schlagercafé für Stimmung, die d&b audiotechnik-Bühne am Obstmarkt wird von Salman Soul mit Party-Pop versorgt, auf der Bühne im Biegel spielen Dubarise Reggae & Dub. Weiter geht’s auf dem Stiftshof mit Blues, Rock und Soul von Biggi Binder und Wildflower. In der Talstraße legt Leonard Lichtblick auf und in der Jugendmeile wird zu Garage Rock von The Junction abgerockt.
Nur eins fragen sich wohl manche: Wo bleibt die ersehnte Abkühlung? Die Online-Wetterdienste kündigen für die Nacht Regen an. Manche schon für 23 Uhr, andere erst für 5 Uhr früh. Am Straßenfest-Montag soll es dann auf maximal 27 Grad abkühlen. Und zwischendurch vielleicht auch regnen. Es könnte sich also lohnen, morgen den Regenschirm einzupacken.
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Beim diesjährigen Nachwuchsfestival, nun erstmals unter dem Namen Newcomer Contest, war eine große Bandbreite an Künstlerinnen, Künstlern, Musikstilen und Performances geboten. Sehr vorausschauend, dass der Beginn schon im Vorfeld auf 18 Uhr festgelegt wurde. Trotz Hitze heizte bereits die erste Band Dumon dem Publikum gut ein. Für ihren Auftritt mit der Botschaft „Hug“, denn Umarmungen sind wichtig, wurde die freundliche Gruppe aus Stuttgart mit dem Wolle-Kriwanek-Preis ausgezeichnet. Der dritte Preis ging an die 15-jährige Mia Kühner mit einer ausdrucksstarken Performance des Olivia-Rodriguez-Songs „All I want“, gefolgt vom Backnanger Duo Findus, das mit seiner fröhlichen Laune und großer Fanbase mit dem Coversong „99 Sorgen“ für Stimmung sorgte. Für sie selbst wohl vollkommen überraschend gewann Emily Ladystar aus Stuttgart den ersten Preis mit ihrer Eigenkomposition „Hör nicht auf den Schmetterling“. Sie nahm nicht nur mit ihrem individuellen Outfit die Bühne ein, sondern überzeugte die Jury einhellig mit der beeindruckenden Bandbreite ihrer Stimme und dem ganz eigenen Stil ihres Auftritts.

© Tobias Sellmaier
Emily Ladystar holt sich den ersten Platz beim Newcomer Contest. Foto: Tobias Sellmaier
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An den Bühnen kommt nun auch der Sonntagabend allmählich in Fahrt. Man merkt aber auch: Auftritte vor 18 Uhr wären hier heute für jeden Künstler und jede Band undankbar gewesen.

An der Jugendmeile wird auch schon wieder gerockt. Foto: BKZ

Lilly Wafe sorgt am Obstmarkt für Stimmung, ehe dort die Sieger des Newcomer Contests verkündet werden. Foto: BKZ

Die Bühnen sind mittlerweile zum Leben erwacht, zum Beispiel mit Balkansounds und Polka-Pop bei Fezzmo im Biegel. Foto: BKZ
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„Wo geht’s nach Panama?“ Diese Frage zielt beim Backnanger Straßenfest nicht auf das bekannte Buch von Janosch ab. Wer sich bei städtischen Mitarbeitenden, dem Security-Personal, den Einsatzkräften der Blaulichtorganisationen oder speziellen Partnerständen nach dem Weg nach Panama erkundigt, bekommt in Notsituationen sofort Hilfe. Das kann zum Beispiel ein Streit sein, der aus dem Ruder gelaufen ist, aber auch Fälle von sexueller Belästigung oder Diskriminierung fallen darunter. „Wir geben denjenigen einen Raum, die Schutz und Ruhe brauchen“, erklärt Violeta Schulz, Leiterin des Festivalbüros.
Sie sitzt im Safe Space hinterm Festivalbüro im Biegel. Er ist umzäunt und befindet sich im Freien. „Hier kommt niemand rein, der nicht reinkommen soll“, so Violeta Schulz über den Innenhof. „Das Wichtigste ist, dass die Betroffenen aus der Situation herausgeholt werden.“ Alle, die mit dem Konzept zu tun haben, seien entsprechend geschult und wüssten, was zu tun sei.
Angelika Kübler-Webler (links) leitet den Awareness-Bereich. Violeta Schulz ist Leiterin des Festivalbüros, das das Straßenfest organisiert. Foto: Tobias Sellmaier
Vor Ort kümmert sich Angelika Kübler-Weber um die Hilfesuchenden. Beziehungsweise: Sie hätte sich um sie gekümmert. Denn bis zum späten Sonntagnachmittag hat dieses Jahr noch niemand das Angebot gebraucht. „Zum Glück“, betont Angelika Kübler-Weber, die 27 Jahre lang für die Rems-Murr-Kliniken gearbeitet hat. „Wer hierherkommt, kann Ruhe finden. Er oder sie kann, muss aber nicht erzählen, was passiert ist. Wir bewerten das auch nicht und drängen niemanden dazu, sich zum Beispiel an die Polizei zu wenden.“ 2024 wurde der Schutzbereich beim Straßenfest eingeführt, seit 2025 läuft das Angebot unter dem „Panama“-Konzept des Festivalveranstalters FKP Scorpio. Von diesem haben die städtischen Mitarbeitenden vorab eine Schulung und Infomaterial bekommen, das auch die Betreiber der Partnerstände haben.
Zu den Partnerständen gehört etwa die Bar Das Wohnzimmer. Für Wirt Alexander Lisson war es selbstverständlich, sich daran zu beteiligen, als die Stadt auf ihn zukam. „Das gehört sich einfach“, findet er. Zwar habe weder 2025 noch 2026 jemand das Codewort genannt. „Aber in den ganzen Jahren, in denen wir offen haben, hatten wir genug Situationen, wo Hilfe nötig war“, sagt er. „Und wenn es jemandem auf dem Fest oder auch so mal nicht gut geht, kann er immer ins Wohnzimmer kommen, ein Glas Wasser trinken und sich ausruhen.“
Das geht in die Richtung, die sich Violeta Schulz für „Panama“ vorstellt. „Wir würden das mit Hilfe der Händler und Gastronomen gerne ganzjährig als einheitliches Konzept im Rems-Murr-Kreis etablieren. Damit die Leute jederzeit wissen, wohin sie sich im Notfall wenden können.“
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Man brauchte kein Mediziner zu sein, um zu ahnen, dass an diesem Wochenende das größte Gesundheitsrisiko von der Hitze ausgehen würde. Und ebendies bestätigt Cedric Caspari, Einsatzleiter des DRK, dann auch am frühen Sonntagabend: „Wir haben in erster Linie Hitzeeinsätze“, soll heißen Sonnenstich, Kreislaufkollaps und Co. Allerdings seien es insgesamt weniger Einsätze als in den vergangenen Jahren. Das sei einerseits damit zu erklären, dass tagsüber deutlich weniger Menschen das Fest besuchen als sonst, aber auch mit einem besseren Bewusstsein für die Gefahren. „Wir merken, dass die Leute beim Alkoholkonsum vorsichtiger sind und auch mal Pause machen, wenn sie merken, dass es zu viel wird“, so Caspari. Mit 32 Kräften ist das DRK am Abend im Einsatz, tagsüber mit etwas weniger. „Das ist so viel, wie man braucht, plus etwas Puffer, falls bei uns auch mal jemand eine Pause braucht“, erklärt der Einsatzleiter. Kein Wunder, die Temperaturen sind schließlich auch für die Retter selbst in ihrer Montur eine Herausforderung. „Mit der Einsatzhose und den Stiefeln ist das schon schweißtreibend.“
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Punkt 18 Uhr ist der Newcomer-Contest auf dem Obstmarkt gestartet. Seit 1971 erhalten junge Musiktalente beim Backnanger Straßenfest die Chance, ihr Können vor großem Publikum unter Beweis zu stellen. Eröffnet wird der Abend von der Band Salman Soul, bevor die ersten Newcomer die Bühne betreten. Mit dem Song „Hugs“ sorgen die Musiker bereits früh für gute Stimmung, während die Sonne langsam nicht mehr ganz so gnadenlos vom Himmel scheint.

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Der Newcomer-Contest zieht wieder viele Besucher auf den Obstmarkt.
Auch die Jury zeigt sich begeistert: Markus Stricker (Wendrsonn), Josh Kochan (SWR3), Musiker Christian Langer und Simone Schneider-Seebeck (Backnanger Kreiszeitung) verfolgen die Auftritte aufmerksam. „Das Geheimnis ist, alles rauszuhauen“, sagt Markus Stricker, bevor der zweite Auftritt ansteht.
Die Talente nehmen sich das offenbar zu Herzen. Im Anschluss begeistert eine junge Künstlerin, die bereits rund 20 eigene Songs geschrieben hat. Danach betritt ein Trio in rot-schwarzen Outfits die Bühne und sorgt für Straßenfeststimmung. Später folgt eine Künstlerin, die ihren Song „Black Kois“ einer Freundin gewidmet hat.
Um 20:15 Uhr steht die Siegerehrung an. Dann zeigt sich, wer sich in diesem Jahr den Titel sichern konnte.
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Die Straßenfest-Frau ist zwar an sich kein Novum, in diesem Jahr aber doch ein ungewohnter Anblick: Die Schaumstoff-Perücke der vergangenen Jahre wurde nämlich durch eine Echthaarperücke ersetzt. Angefertigt wurde diese von Friseur Andreas Kroiss, in dessen Salon sie auch in einer rund dreiviertelstündigen Prozedur befestigt wird – am heutigen Sonntagabend auf dem Kopf von Melissa Dangelmaier, die sich um 18 Uhr bereits im dritten Jahr in Folge in dem Outfit auf den Weg macht und bis circa 22 Uhr das Festgelände abklappert. Am Freitag, Samstag und Montag ist jeweils eine andere Dame unterwegs.

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Melissa Dangelmaier (rechts) war schon im Premierenjahr eine der vier Straßenfest-Frauen. In diesem Jahr trägt sie erstmals eine neue Perücke. Archivfoto: Alexander Becher

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In diesem Jahr trägt die Straßenfest-Frau (hier ein Bild vom Samstagabend) eine Echthaarperücke. Foto: Tobias Sellmaier
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Da der Kindertreff nicht stattfinden kann, bietet die Zukunftswerkstatt Rückenwind (ZWR) am Samstag und Sonntag von 18 bis 20 Uhr im Schwanen in der Schillerstraße 9 ein Alternativprogramm an. Dieses steht unter dem Motto „Zirkus trifft auf Inklusion“. ZWR-Leiterin Hannah Nothstein steht im goldenen 20er-Jahre-Fransenkleid am Eingang und motiviert Familien mit Kindern zum Hineinkommen. „Wir haben vier Mitmachstationen für Kinder“, berichtet sie. An der ersten können sich Kinder in einen Rollstuhl setzen und versuchen, von dort aus mit einem Ball Kegel umzuwerfen. Das ist gar nicht so einfach, wie ein Mädchen feststellt. Vier Versuche und noch kein Treffer. Sie probiert es weiter.
An der nächsten Station stehen zwei Kinder mit Spezialbrillen auf einer Plane. „Das sind Brillen, die verschiedene Augenkrankheiten simulieren“, erklärt Hannah Nothstein. „Die Aufgabe ist, die Plane nicht zu verlassen, sie aber mit den Füßen einmal komplett umzudrehen – ohne dass man dabei sehen kann, wie man es gewohnt ist.“
Schwimmende „Fischchen“ in den Straßenfestfarben Lila und Orange aus einem Kinderplanschbecken zu angeln, ist die Herausforderung an der dritten Station. Diese wurde mit Hilfe der Kinder des ZWR-Projekts Sharekids vorbereitet, berichtet Hannah Nothstein. Auf der Rückseite der „Fischchen“ befinden sich verschiedene Bilder oder Wörter, die die Kinder an der Station entweder dem Thema Zirkus oder dem Thema Menschenrechte und Inklusion zuordnen müssen.
Zuletzt können die Kinder noch an einem Quiz zu den bereits genannten Themen teilnehmen. Wer alle Stationen bestreitet, bekommt eine kostenlose Tüte Popcorn ausgehändigt. Zirka 30 Tüten wurden bereits am Samstag verteilt. Wasser gibt es ohnehin für alle umsonst, die in die ZWR kommen. „Bei uns kann man sich auch einfach mal zwischendurch abkühlen“, sagt Hannah Nothstein. „Alle sind willkommen.“
Wer möchte, kann am Montagabend auch zum WM schauen vorbeikommen, wenn Deutschland um 22.30 Uhr gegen Paraguay spielt. Einlass ist bereits um 22 Uhr. „Wir haben Platz für insgesamt 50 Leute“, teilt Hannah Nothstein mit.
Sie weist noch auf eine andere Aktion der ZWR hin. Zusammen mit dem Chaos Computer Club, dem Verein Pyramidea und der Organisation des Backnanger Straßenfests retten die Mitarbeitenden am Straßenfest-Montag Lebensmittel. Unmittelbar nach dem Festende sammeln sie zusammen verbliebene Waren bei den Standbetreibern ein. Am Dienstag sind dann alle, die möchten, zum offenen Buffet von 13 bis 15 Uhr im Schwanen eingeladen. Falls noch etwas übrig bleibt, lädt die ZWR von 18 bis 20 Uhr zur zweiten Runde ein. Beim Einsammeln können sich Freiwillige beteiligen. Die Einweisung findet morgen Abend um 23.45 Uhr im Schwanen in der Schillerstraße 9 statt. „Für Fußballfans ist das wahrscheinlich eher nichts, weil zeitgleich das Spiel läuft, aber alle, die möchten, können gerne mitmachen“, so Hannah Nothstein.
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Die Freundinnen Rahel und Philine haben bei der Hitze im Gänsebrunnen gebadet.

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Rahel und Philine baden im Gäsebrunnen.
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Das Entenrennen, in Zusammenarbeit mit dem Wonnemar Backnang, wurde auf Montag, 13:30 Uhr, verschoben. Die Siegerehrung findet um 17 Uhr statt. Auf Höhe der Murr-Treppe werden die Plastikenten ins Wasser gelassen und schwimmen dann um die Wette. Startnummern können für 2 Euro erworben werden – es warten zahlreiche spannende Preise auf die Gewinner. Die Einnahmen werden an die Backnanger Tafel gespendet.
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Das Rahmenprogramm im Bürgerhaus am Sonntagnachmittag hat begonnen. Als klimatisierte Ausweichfläche haben die Vereine und Tanzschulen die Möglichkeit, dort aufzutreten. Den Start machen die Backnanger Ballettschule Rüter. „Jetzt gibt’s eine kleine Abkühlung“, wird übers Mikrofon angekündigt. „Der Obstsalat sorgt für Erfrischung.“ Als kleine Erdbeeren, Ananas und Orangen verkleidet kommen die jungen Tänzerinnen auf die Bühne und tanzen zu fröhlicher Musik.
Das Bürgerhaus ist so gut wie voll besetzt, viele Eltern, Großeltern, Freunde und Bekannte der Kinder und Jugendlichen sind gekommen. Einige sind vermutlich auch da, um der Hitze in der Stadt zu entfliehen. Das Bürgerhaus ist klimatisiert. Es ist allerdings trotzdem noch so warm, dass viele mit Fächern wedeln oder kleine Handventilatoren laufen lassen.
Klassisches Ballett stand zum Abschluss der Vorführung der Ballettschule Rüter auf dem Programm. Foto: Tobias Sellmaier
In den Backnanger Stadtfarben blau und gelb sind die Uniformen der „Wächterinnen der Träume“, die als Nächste auf der Bühne stehen und zu geheimnisvoller Musik tanzen. Vor der Bühne stehen, sitzen und knien jüngere und etwas ältere Mädchen, die auf ihren Auftritt warten. Einige dehnen sich schon einmal, andere gehen die Choreografie vorab gemeinsam noch einmal durch. Zwei kleine Mädchen sind als Pony und Hase verkleidet: Die eine hat einen langen weißen Schweif aus Wollfäden, die andere trägt lange rosafarbe Häschenohren.
Auf Ballettpolka und eine Verwandlung, bei der scheinbar alte Frauen zu jungen Ballerinas werden, folgt zum Abschluss klassisches Ballett – die Staffelübergabe für die Abteilung Tanzsport der TSG Backnang. Als Erstes dürfen die drei, vier und fünf Jahre alten Mädchen in lilafarbenen T-Shirts und kurzen Hosen auf die Bühne und Samba-, Rumba-, und Chachacha-Bewegungen vorführen. Vor der Bühne machen ein paar Kinder mit.
Für alle Tänzerinnen gibt es tosenden Applaus und Jubelrufe – die Auftritte sind gelungen.
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Zwölf Kinder und Erwachsene sitzen beim Märchen-Mitmachtheater des Galli Theaters im Bandhaus in den Reihen. Gespannt lauschen sie Iris Guggenberger, die sich zunächst in den Wolf, dann in die Großmutter und schließlich in Rotkäppchen verwandelt. Immer wieder wechselt sie blitzschnell zwischen den Rollen hin und her und bezieht die Kinder mit Fragen in das Geschehen ein.

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Iris Guggenberger verwandelt sich beim beim Märchen-Mitmachtheater zunächst in den Wolf, dann in die Großmutter und schließlich in das Rotkäppchen.
Die jungen Zuschauer scheinen das Märchen bestens zu kennen. Auf die Frage, welchen Weg Rotkäppchen nehmen soll, um dem Wolf nicht zu begegnen, antworten sie wie aus einem Mund: „Den rechten Weg!“
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Am Stand der französischen Gäste aus der Partnerstadt Annonay stemmt man sich tapfer gegen die Hitze. Immerhin ist Verstärkung in Sicht: Nach seiner verlorenen Stadtwette darf Oberbürgermeister Maximilian Friedrich hier am morgigen Montag ab 12 Uhr Crêpes backen.
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Falls Deutschland gegen Frankreich noch bei der Fußball-WM antreten sollte, stünde die deutsch-französische Freundschaft nicht auf dem Spiel - zumindest nicht, wenn es nach den Gästen aus Annonay auf dem Straßenfest geht. „Selbst wenn Deutschland gewinnen würde, wäre die Freundschaft nicht zu Ende“, sagt Gemeinderätin Julie Faucheux aus Annonay und verweist auf das Viertelfinale bei der WM in Brasilien 2014, das Deutschland 1:0 für sich entschied. Ihr Gemeinderatskollege Philippe Grange verweist auf das gemeinsame Boulespiele der Deutschen und Franzosen am Samstagmorgen im Plattenwald. „Die Partie ging unentschieden zu Ende. Die Freundschaft ist gesichert!“, scherzt er.
Inge Wagner vom Partnerschaftsverein in Backnang drückt bei dieser WM sogar den Franzosen den Daumen, wie sie verrät. „Weil ich die Freundschaft zu Annonay so schätze und wir in diesem Jahr das 60-jährige Bestehen unserer Städtepartnerschaft feiern.“
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Der Rummel hat heute erst um 13 Uhr begonnen, vermutlich wegen der Hitze. Jetzt können Besucherinnen und Besucher aber endlich Break Dance fahren, Enten angeln oder die Stadt vom Riesenrad aus bewundern.
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„Seit eineinhalb Stunden ist schon viel Betrieb auf dem Platz“, sagt Alex Hilt, der am Stand seines Gasthauses zum Löwen ausschenkt. Mit dem bisherigen Verkauf ist er trotz der hohen Temperaturen zufrieden: „Für die Wetterverhältnisse läuft es gut.“ Im Biergarten hinter dem Stand sorgen nicht nur die Getränke für Abkühlung. Ein feiner Sprühnebel aus einem Schlauch verschafft den Gästen zusätzlich Erfrischung. Gabriele Haßlberger und ihr Sohn Maximilian genießen dort ihr erstes kühles Getränk des Tages. „Wir waren gestern Abend schon auf dem Fest“, erzählt Gabriele Haßlberger. Tipps gegen die Hitze hat das Mutter-Sohn-Gespann aber fast keine, lediglich sich bei den Ständen unter den Spühregen zu stellen.
Am Stand des Backnanger Karnevals-Clubs herrschte heute Morgen beim Weißwurstfrühstück bereits Hochbetrieb. „Fast alle Weißwürste sind weg“, sagt Detlev Reichert. Insgesamt wurde bislang jedoch weniger verkauft als in den vergangenen Jahren, berichtet Gabi Kallfaß. „Das ist schon ein gewaltiger Einbruch“, ergänzt Detlev Reichert. Erfrischung gibt es am Stand in Form von kühlen Getränken. Für die Helferinnen und Helfer sorgen sogenannte Cold Towels – kühlende Handtücher – für Abkühlung.

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Am Straßenfestsonntag füllen sich die Straßen deutlich früher.
Doch nicht nur dort, auch in den Straßen ist bereits einiges los. An zahlreichen Ständen herrscht reger Betrieb. Auch Michael Hägele steht am Stand des VfB-Fan-Clubs am Biegel bereit. Dort gibt es Kölsch für zwei Euro, Wasser kostet sogar nur einen Euro. Mit dem bisherigen Verlauf ist er zufrieden. „Wir haben nicht den Anspruch, hier groß Geld zu verdienen“, sagt er. Im Vergleich zum Vorjahr sei heute allerdings deutlich weniger los. Grund dafür ist, dass der Kindertreff wegen der Hitze nicht stattfindet.
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Trotz der Mittagshitze ist der Marktplatz bereits gut besucht: Gegen 12 Uhr haben die ersten Besucher des Straßenfests Platz genommen und genießen eine frisch gegrillte Bratwurst. Für die passende Atmosphäre sorgt Blasmusik, die von einem der Stände über den Platz klingt und die Gäste in Feststimmung versetzt.

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Auf dem Marktplatz warten Blasmusik und eine gegrillte Wurst auf die Besucher.
Die Stände in der Marktstraße allerdings sind selbst gegen 14.30 Uhr am Sonntag fast alle noch geschlossen. Foto: BKZ
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Übrigends: Auch in diesem Jahr startet die Backnanger Kreiszeitung eine Mitmachaktion für ihre Leserinnen und Leser – diesmal zum Thema „Wiedersehen“. Besonders auf dem Straßenfest entstehen viele solcher Momente: Menschen treffen alte Bekannte und Freunde wieder, oft nach langer Zeit. Manche reisen dafür sogar aus dem Ausland in ihre alte Heimat zurück.
Im Rahmen der Aktion sollen diese besonderen Begegnungen festgehalten werden. Leserinnen und Leser können ein Foto ihres „Wiedersehensmoments“ einsenden – vom aktuellen Straßenfest oder aus früheren Jahren – und kurz beschreiben, wen sie darauf wiedergetroffen haben. Beiträge können per E-Mail an redaktion@bkz.de oder über Instagram und Facebook eingereicht werden, gern mit dem Hashtag #wiedersehenbkz. Die schönsten Einsendungen werden in der nächsten Woche in der Zeitung veröffentlicht.
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Vor der Siegerehrung des Newcomer Contests um 20.15 Uhr wird - sozusagen als „Halbzeitshow“ - um 19.30 Uhr die Gewinnerin des Jahres 2025 auf der Bühne stehen: Die Backnanger Lilly Wafe, bürgerlich Lilly Becker, die schon im Alter von elf Jahren durch ihren Auftritt bei The Voice Kids im Jahr 2024 Bekanntheit erlangte. Unterstützt wurde sie dort übrigens von ihrer Gesangslehrerin Biggi Binder, die wie bereits erwähnt um 21.30 Uhr im Stiftshof zu sehen und zu hören ist.

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Lilly Becker, heute bekannt als Lilly Wafe, gewann im vergangenen Jahr das Nachwuchsfestival. Archivbild: Tobias Sellmaier
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Ein weiterer Lokalmatador heizt heute ab 18 Uhr auf der Elektrobühne ein: Tobi Rock, quasi ein Veteran, seit es die Bühne gibt.

© Tobias Sellmaier
Tobi Rock beim Straßenfest 2022. Archivfoto: Tobias Sellmaier
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Im Stiftshof steht heute um 21.30 Uhr eine Backnanger Musikikone auf der Bühne: Biggi Binder gibt mit ihrer Band Wildflower Eigenkompositionen und Cover aus dem Bereich Soul und Blues zum Besten. Dafür spielt mit Midnight at Rosie‘s eine weitere bekannte einheimische Bluesband.
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Der Verschiebung des Bühnenprogramms fallen auch heute wieder einige Künstler zum Opfer. Gute Nachrichten gibt‘s aber für die Backnanger Band Common Market: Ihr Auftritt auf der Jugendmeile wird auf 18 Uhr verschoben (eigentlich 17.25 Uhr) und findet somit statt. Die Folgebands Snakepiss und Primatsphäre verschieben sich dadurch etwas nach hinten. Common Market gewannen im Jahr 2024 den Wolle-Kriwanek-Förderpreis beim Nachwuchsfestival und vor wenigen Wochen den Bandcontest der Jugendhäuser im Kreis.

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Joshua Heißwolf (links), Janek Burr und ihre Bandkollegen von Common Market gewannen im Jahr 2024 den Wolle-Kriwanek-Förderpreis. Archivfoto: Alexander Becher
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Auch heute werden Temperaturen von 38 Grad Celsius erwartet. Das heißt: Schützt euch vor Sonne und Hitze!
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Festival oder Straßenfest? Diese Frage dürfte sich gestern Abend so mancher Besucher gestellt haben, als er zu später Stunde in die Talstraße einbog. Rund um die Elektrobühne herrschte eine Stimmung, die eher an ein großes Musikfestival als an ein klassisches Stadtfest erinnerte.

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DJ Vibiza heizte bis kurz nach 12 Uhr auf der Elektrobühne ein.
Dicht an dicht feierten die Menschen, tanzten ausgelassen zu den Beats, reckten die Hände in die Höhe und ließen sich von der Musik mitreißen. Einige saßen auf den Schultern ihrer Freunde, um einen besseren Blick auf das Geschehen zu haben. Für den passenden Sound sorgte DJ Vibiza, der bis kurz nach 12 Uhr die Elektrobühne zum Beben brachte.
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Spaß gemacht hat der Samstag also trotz Rekordtemperaturen allemal. Schauen wir mal, was der Sonntag bringt - abgesehen von noch mehr Hitze.
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Kleiner Rückblick gefällig? Unsere Bildergalerie zeigt, wie der Samstag auf dem Backnanger Straßenfest lief.
54. Backnanger Straßenfest: Der Samstag
Am Samstag war es auf dem Backnanger Straßenfest 2026 vor allem eines: unglaublich heiß. Das tat der Feierstimmung zumindest am Abend aber keinen Abbruch.
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Das Nachwuchsfestival heißt seit diesem Jahr Newcomer Contest und beginnt erst um 18 Uhr am Obstmarkt. Um diese Zeit startet auch an den anderen Bühnen wieder das Programm.
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Guten Morgen, liebe Straßenfestfreunde! Der Sonntag ist gekommen, und das bedeutet normalerweise: Gottesdienst, Vereinsprogramm, Nachwuchsfestival. Aber bekanntermaßen ist in diesem Jahr so manches anders als sonst. Der traditionelle ökumenische Gottesdienst findet zwar statt, los geht es um 10 Uhr aber nicht in der Gluthitze auf dem Marktplatz, sondern in der Stiftskirche. Das Programm der Musikschulen, Tanzschulen und Vereine ist wie schon gestern teilweise abgesagt, manches davon findet aber ab 15 Uhr im klimatisierten Bürgerhaus statt:
15 bis 15.45 Uhr: Ballettschule Rüter
15.45 bis 16.15 Uhr: TSG Backnang Tanzsport
16.15 bis 17 Uhr: Ballettschule Liane
17 bis 17.15 Uhr: Jugendkunst- und -musikschule
17.30 bis 18 Uhr: JMKS Akkordeonensemble

© Tobias Sellmaier
Auch heute weichen einige Tanzschulen und Vereine mit ihrem Programm wieder in das klimatisierte Bürgerhaus aus. Foto: Tobias Sellmaier
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Die Sonne ist weg, auf dem Marktplatz ist Halligalli. Backnang hat eine laute, fröhliche Sommernacht vor sich.
Bis um Mitternacht spielen die Bands noch, an den Ständen wird bis um 1 Uhr Bier ausgeschenkt. Danach müssen die Feierwütigen noch in die Bars und Kneipen in der Innenstadt weiterziehen.
Die Band Partymaschine heizt auf dem Marktplatz dem Publikum mit Hits von Höhner bis AC/DC ein. Foto: BKZ
Backnang steht eine heiße Nacht bevor. Nicht nur, weil das Festgelände mittlerweile zum Bersten gefüllt ist und an allen Bühnen sowie auf dem Rummel Hochbetrieb herrscht, sondern auch weil das Thermometer bis 5 Uhr am Morgen auf gerade einmal 22 Grad fällt, ehe es dann wieder zu klettern beginnt. Auch am Sonntag werden 36 Grad Celsius oder mehr erwartet. Das Bühnenprogramm ist deshalb genau wie am Samstag bis 18 Uhr ausgesetzt. Dafür werden mehrere Vorführungen von Backnanger Vereinen und Tanzschulen ab 15 Uhr im klimatisierten Bürgerhaus stattfinden.
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The Backyard Band aus Köln spielt Punk‘n‘Roll und bringt damit die gut gefüllte Jugendmeile zum Pogen.

Auf der Jugendmeile ist am Samstagabend eine Menge los. Foto: BKZ
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Kaum versinkt die Sonne hinter dem Horizont, füllt sich der Rummelplatz immer mehr. Das Kreischen der Fahrgäste der Riesenschaukel „XXL Höhenrausch“ ist bis auf den Marktplatz zu hören. Beim Break Dance müssen die Standbetreiber schnell dafür sorgen, dass die Fahrgäste aus den einzelnen Gondeln hüpfen, damit die nächsten Platz finden – die Schlange wird immer länger. „Finaaale!“, ruft der Ansager und meint damit ausnahmsweise kein WM-Spiel.
Abends füllt sich der Rummel. Foto: BKZ
Auch an den kleineren Ständen ist endlich etwas los. Kinder fischen Quietscheenten aus dem Wasser oder versuchen, mit einem Greifarm Stofftiere zu erhaschen. Ein Versuch kostet einen Euro, aber nur wenige haben Glück. Auf der anderen Seite der Murr ist es ruhiger, hier spiegeln sich die Fahrschäfte im Wasser. Der VCP-Stamm St. Georg packt um kurz vor 22 Uhr seine Kanus zusammen.
© Alexander Becher
Die Nacht senkt sich allmählich über Backnang, aber auf dem Rummel kommt der Abend erst so richtig in Fahrt. Foto: Alexander Becher
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Allmählich nimmt das Geschehen an den Bühnen Fahrt auf. Am Willy-Brandt-Platz tanzen mittlerweile etliche Besucher zu den 80er-Hits von Electronique Chelmsford und auch die Elektrobühne erwacht zum Leben.

Vor der Elektrobühne hat sich das Areal mittlerweile gefüllt. Foto: BKZ

Erste Tanzbereitschaft auf dem Willy-Brandt-Platz. Foto: BKZ

Auf dem Stiftshof geht es noch recht gemütlich zu. Foto: BKZ
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Der eine oder andere hat zur Abkühlung und wohl auch zum eigenen Vergnügen eine Wasserpistole dabei. Die meisten, die eine Ladung Wasser abbekommen, nehmen es mit Humor und freuen sich über die kleine Erfrischung. Nicht alle finden es aber lustig, nass gemacht zu werden. Im unteren Bereich der Marktstraße kommt es dadurch zu einer Auseinandersetzung zwischen drei Jugendlichen und einem Mann. Dieser schafft es, der Gruppe die Wasserpistole abzunehmen, er will die Polizei rufen. Zufällig kommen drei DRK-Freiwillige des Wegs und rufen noch einen Security-Mitarbeiter hinzu. Das Motto lautet: Cool bleiben trotz hoher Temperaturen.
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Um 18 Uhr ist das Bühnenprogramm angelaufen, wenn auch eher gemächlich. Auf der Jugendmeile kämpft die Berliner Punkband Pommes oder Pizza mit der prallen Sonne, das Publikum sitzt auf den Bierbänken im Schatten oder ganz bequem im Liegestuhl. Am Willy-Brandt-Platz sammeln sich einige Menschen unter dem Sonnensegel, während Electronique Chelmsford ihren Soundcheck absolvieren. Ganz wenig los ist noch an der Elektrobühne, der Platz vor der Bühne ist völlig leer. DJ Steve Guard legt trotzdem tapfer auf.
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Oberbürgermeister Maximilian Friedrich hat die diesjährige Straßenfest-Stadtwette verloren. 300 Menschen hatte er gesucht, die in den Farben der französischen Nationalflagge – blau, weiß, rot – zusammen mit ihm die Marseillaise, die Nationalhymne, singen sollten.
Damit alles mit rechten Dingen zugeht, bekommen alle Teilnehmenden eine Zählkarte in die Hand gedrückt. Pressesprecherin Melanie Schuler verteilt die Karten, Maximilian Friedrich zählt am Mikrofon mit. Foto: Tobias Sellmaier
Am Ende waren es genau 150 Personen, die sich auf dem Marktplatz versammelt haben. Das bedeutet: Friedrich wird am Montag um 12 Uhr am Stand der französischen Partnerstadt Annonay, „Gourmandises d’Ardèche“, eine Schicht übernehmen.
Allzu enttäuscht zeigte sich der Backnanger Rathauschef aber nicht. Er hätte sowieso stolz seinen Standdienst geleistet, ließ er wissen: „Ich habe dafür schon eine wunderschöne Schürze geschenkt bekommen.“ Dass sich so viele Menschen trotz der Hitze an der Stadtwette beteiligt haben, sei ein wunderschönes Zeichen der europäischen Freundschaft, fügte Friedrich hinzu: „Ich bin wirklich stolz auf unsere Stadt, dass wir uns bei fast 40 Grad im Schatten hier zusammengefunden haben.“ Die Temperaturen, sagte er, würden eher an die Südsahara als an Südfrankreich erinnern. „Ein großes Kompliment und Dankeschön an alle, die mitgemacht haben!“, wandte er sich ans Publikum.
Genau 150 Menschen sind auf dem Marktplatz zusammengekommen, um die französische Nationalhymne zu singen. Foto: Tobias Sellmaier
Auch Maximilian Friedrich und seine Frau Kerstin (dunkelblaues Kleid) singen selbstverständlich mit. Foto: Tobias Sellmaier
Die erste Stadtwette im vergangenen Jahr hatte Friedrich souverän gewonnen. 200 Menschen in Straßenfest-Farben sangen damals im Riesenrad Wolle Kriwaneks VfB-Hymne „Stuttgart kommt“. Mal sehen, ob 2027 die nächste Stadtwette kommt - und welches Lied dann gesungen werden wird.
Alle Sängerinnen und Sänger bekommen als Dankeschön einen Wasserball in Straßenfest-Farben geschenkt – zur Erinnerung an die Stadtwette. Foto: Tobias Sellmaier
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Erst um 17 Uhr statt wie ursprünglich geplant um 10 Uhr stechen die ersten Kanus des VCP-Stamms St. Georg am Murrufer in See. Auch Angelika Dietz und ihre Kinder paddeln die in Schatten getauchte Murr entlang. „Es hat Spaß gemacht“, sagt Angelika Dietz, als die Familie wieder sicher an Land ist. Die Kanufahrt war die erste Station. Jetzt wollen sie noch etwas essen und später den Rummel besuchen.

© privat
Die ersten Kanus des VCP-Stamms St. Georg sind am Murrufer in See gestochen.
Während die Familie in Richtung Innenstadt zieht, besteigt die nächste eines der Kanus. Doch wer auf eine kleine Abkühlung hofft, täuscht sich – denn auch auf der Murr werden stattliche 33 Grad gemessen. Andi Fuchs, Technischer Leiter der DLRG-Ortsgruppe Backnang, misst die Temperatur vom Rettungsboot aus. Selbst die Murr hat 25 Grad, wie ein Thermometer an einer Leine zeigt. Im Vergleich zum vergangenen Jahr führt die Murr allerdings noch relativ viel Wasser. Andi Fuchs zeigt auf eine Stufe am Ufer, die zwar frei liegt, im vergangenen Jahr aber noch deutlich weiter aus dem Wasser ragte. Seine Tipps gegen die Hitze: „Viel trinken, Schatten suchen und sich während der heißesten Stunden möglichst drinnen aufhalten.“

Andi Fuchs misst 33 Grad auf der Murr.
Bis 22 Uhr können Besucher noch Kanu fahren. Die DLRG sorgt für die Sicherheit auf dem Wasser.
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Auch das Kindertheater ist verlegt worden, wie das Festivalbüro mitteilt. Sowohl Professor Pröpstls Puppentheater „Kasperl und die Brotzeit“ (Sonntag, 14 Uhr) als auch das Mitmachtheater „Rotkäppchen“ des Galli-Theaters (Sonntag, 15.45 Uhr) werden im kühlen Bandhaus, Petrus-Jacobi-Weg 7, gezeigt. Der Eingang erfolgt über die Jugendmusik- und Kunstschule.
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In der Nachmittagshitze ist auf dem Rummel nicht viel los. Tina Weeber vom Stand „La Bamba“ wäre es deshalb auch lieber, wenn der Vergnügungspark bei der Hitze erst später öffnen würde. Sie verkauft Schokofrüchte. Im Wagen zu stehen und zu arbeiten, sei schweißtreibend. „Es ist ziemlich anstrengend“, betont sie. „Und wir müssen noch bis heute Nacht durchhalten.“ Am Verkaufstresen zeigt das Thermometer 36,6 Grad an. In ihrem Wohnwagen sind es übrigens gerade 34 Grad. „So eine Hitze habe ich noch nie auf dem Straßenfest erlebt“, sagt die Verkäuferin.
Tina Weeber vom Schokofrüchtestand „La Bamba“ muss bei 36,6 Grad arbeiten. Foto: Tobias Sellmaier
Bei den hohen Temperaturen macht Tina Weeber nicht viel Umsatz. „Klar, bei der Hitze essen die Leute lieber Eis oder trinken was Kühles.“ Sie hat Verständnis. Auch dafür, dass viele Backnangerinnen und Backnanger bei dem Wetter lieber ins Freibad gehen als aufs Straßenfest. „Ganz ehrlich: Ich wäre auch dort, wenn ich könnte“, sagt sie. Um sich etwas abzukühlen, hat sie im hinteren Bereich ihres Stands ein Fußbad mit kaltem Wasser gestellt. Besser als nichts, findet sie. „Aber wir können ja auch nichts machen. Da müssen wir jetzt alle durch.“
Gähnende Leere herrscht am Samstagnachmittag auf dem Rummel auf der Bleichwiese. Foto: BKZ
Auch auf der Brücke über die Murr an der Sulzbacher Straße ist kaum etwas los. Foto: BKZ
Ein paar Besucherinnen und Besucher sind gegen 15 Uhr aber doch auf dem Rummel unterwegs. Bis aufs Jet Lag drehen sich die Fahrgeschäfte. Der XXL Höhenrausch flitzt in beängstigender Nähe am Dach des Spiegellabyrinths vorbei.
Als nicht so schlimm wie am Abend zuvor empfindet Annika Pauli die Hitze am Samstagnachmittag. „Und es gibt ja auch noch die Berieselungsanlage, die ganz gut tut“, sagt die 37-Jährige aus Aspach und deutet auf den Wasserschlauch am Zaun neben dem Maiskolben-Stand. Ihre beiden vier und sieben Jahre alten Kinder sind bereits Kinderkarussell und Music Shop gefahren, auch ihr Mann hat eine Runde mitgedreht. „Wir machen jetzt noch bei der Stadtwette mit, danach gehen wir heim“, erzählt Annika Pauli. „Mal sehen, vielleicht kommen die Erwachsenen später dann noch mal aufs Fest.“
Unter dem feinen Sprühnebel kühlt sich auch Raisa Bogdanova aus Kleinaspach mit ihrer vierjährigen Tochter ab. Die beiden machen eine Pause vom Autoscooter und Kinderkarussell. „Langos haben wir auch schon gegessen“, berichtet die 32-Jährige. Mit der Hitze habe sie nur ein kleines Problem, sagt Raisa Bogdanova. „Mir macht es nicht so viel aus. Aber es ist gut, dass es hier auch eine Abkühlung gibt.“
Viel Trinken, viel Schatten und viel Eiscreme sind die Tipps einer Backnangerin, die mit ihrem Mann sowie den sechs und drei Jahre alten Enkelkindern zum Riesenrad unterwegs ist.
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In anderthalb Stunden nimmt das Bühnenprogramm wieder Fahrt auf. Um die Zeit mit ein paar Schmunzlern zu überbrücken, empfehlen wir einen Rückblick auf unsere Meme-Aktion vom vergangenen Jahr.


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Nicht nur die vielen Standbetreiber trotzen der Hitze – auch das Personal an den Toilettenwagen hält tapfer durch. An einem Toilettenwagen in der Marktstraße sitzt Daniel Jost. Ein Ventilator sorgt für etwas Luft, ein Sonnenschirm spendet Schatten und ein nasses Handtuch auf seinem Kopf verschafft ihm zumindest ein wenig Abkühlung. Bis Montag sorgt der 43-Jährige hier für Ordnung, am Samstag dauert seine Schicht noch bis 18.30 Uhr.
Jost, der aus Hessen angereist ist, nimmt die hohen Temperaturen gelassen. Unter seinem Sonnenschirm zeigt das Thermometer 37 Grad an. „So heiß wie heute war es aber noch nie. Einfach durchhalten.“ Immerhin riecht es aus dem Toilettenwagen trotz der hohen Temperaturen nicht so streng.

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Daniel Jost sorgt am Toilettenwagen in der Marktstraße für Ordnung. Mit einem Ventilator, einem Sonnenschirm und einem nassen Handtuch auf dem Kopf verschafft er sich etwas Abkühlung.
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Um kurz vor 15 Uhr ist fast jeder Platz im Bürgerhaus in Backnang besetzt. Wegen der Hitze dürfen die Vereine ihr Programm am Samstag und Sonntag jeweils von 15 bis 18 Uhr dort präsentieren.
Hinten an einem der Stehtische stehen Stefanie und Micha Mertel aus Hohnweiler. Sie sind gekommen, um den Auftritt ihrer Nichte zu sehen. Dass dieser nun in der klimatisierten Halle statt in der Hitze stattfindet, finden die beiden gut. Danach geht es für sie aber nicht aufs Straßenfest, sondern schnurstracks nach Hause. Auch ein anderes Paar ist gekommen, um den Auftritt ihrer Tochter zu verfolgen. Sie finden es zwar schade, dass das Programm so stark gekürzt im Bürgerhaus stattfindet, zeigen aber Verständnis: „Es findet immerhin statt.“ Bei Eugen Schlothauer tanzen sogar drei Töchter mit. „Sie sind voll dabei und freuen sich auf ihren Auftritt“, sagt er. Monatelang wurde geprobt. Dass der Auftritt verlegt wurde, findet der Backnanger sehr gut.
Dann betritt Johannes Ellrott, Leiter des Kultur- und Sportamtes, zur Begrüßung die Bühne. „Das ist das erste Mal in der Geschichte des Straßenfests, dass das Bühnenprogramm im Bürgerhaus stattfindet“, sagt er. Dann macht er platz für die Tanzgruppen der Tanzschule Bayerle-Auchter. Zunächst zeigen die jüngsten Tänzerinnen und Tänzer, was sie gelernt haben, anschließend präsentieren die älteren ihre Show. Von Contemporary über Hip-Hop bis hin zu lateinamerikanischen Tänzen ist alles dabei. Die Stimmung ist trotz Hitze und verkürztem Programm ausgelassen.

© Tobias Sellmaier
Die Kinder der Tanzschule Bayerle-Auchter zeigen, was sie können.

© Tobias Sellmaier
Die älteren Tänzerinnen präsentieren einen emotionalen Contemporary.
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Es sind noch gute zwei Stunden bis zur Stadtwette um 18 Uhr auf dem Marktplatz. Zeit genug, um sich noch einmal den Text der Marseillaise zu Gemüte zu führen:
Allons enfants de la Patrie,
Le jour de gloire est arrivé!
Contre nous de la tyrannie
L’étendard sanglant est levé. (2×)
Entendez-vous dans les campagnes
Mugir ces féroces soldats?
Ils viennent jusque dans vos bras
Égorger vos fils, vos compagnes.
Aux armes, citoyens,
Formez vos bataillons,
Marchons, marchons!
Qu’un sang impur
Abreuve nos sillons!
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Als einzige Bühne ist die Jugendmeile heute nicht von den hitzebedingten Programmänderungen betroffen, denn hier beginnt die Show sowieso erst nach 18 Uhr. Eine Anpassung gabs trotzdem, allerdings aus persönlichen Gründen: Um 19.30 Uhr spielt nicht wie geplant Insane Perception, sondern Venom Breath.
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Heimkehr auf die Bühne: Für viele Bands und DJs ist das Straßenfest ein fester Termin im Kalender. Was die Auftritte so besonders macht und warum sie sich jedes Mal wie Nachhausekommen anfühlen, haben uns drei Künstler erzählt. Markus Stricker stand mit seiner Band Wendrsonn bereits gestern Abend auf der Bühne. Für die Band werde es vermutlich der letzte auf dem Backnanger Straßenfest sein, teilt der Sänger mit: „Ein schöner, emotionaler Höhepunkt.“ 2006 spielten Wendrsonn zum ersten Mal auf dem Obstmarkt, insgesamt war die schwäbische Folk-Rock-Band viermal zu Gast auf dem Straßenfest.

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Markus Stricker und Wendrsonn begeistern am Freitagabend das Publikum am Obstmarkt. Foto: Alexander Becher
Vincent Prosch aka DJ Vibiza kommt aus aus Allmersbach im Tal, ist aber mit seinen Sets in der ganzen Welt unterwegs, zuletzt in Schweden, in der Schweiz und im Kosovo. Trotzdem ist das Backnanger Straßenfest jedes Jahr ein fester Termin in seinem Kalender. Seit drei Jahren heizt er auf der Elektrobühne in der Talstraße ein. Heute Abend bringt er dort ab 22 Uhr den Boden zum Beben. „Es ist immer schön, auf dem Straßenfest zu spielen, es fühlt sich an wie eine Party mit Freunden“, sagt der 27-Jährige.

Vibiza fühlt sich am DJ-Pult zu Hause. Am Samstagabend um 22 Uhr legt er auf der Elektrobühne auf. Foto: privat
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Für Schlagzeuger Heiko Peter, der mit seiner Pop-Rock-Formation The Stereolines am Montag um 20.30 Uhr am Obstmarkt spielt, ist es bereits das elfte Straßenfest mit Band. Insgesamt ist er schon 30-mal aufgetreten. „Bis ich 18 war, habe ich beim Blasorchester der Stadt gespielt“, erzählt der Backnanger. Seine ersten Bandauftritte hatte er mit seiner Metalband viuda negra. Es folgten Gigs mit der Rockband Submarien, Wendrsonn, und der Band Bölter und jetzt schon zum zweiten Mal mit der Band The Stereolines, die 2024 gegründet wurde. „Ich verbinde viel mit dem Straßenfest, Menschen und Erinnerungen, es ist wie Heimkommen“, sagt Heiko Peter.

In der Band The Stereolines um Sänger Denis Deschner gibt es mit Drummer Heiko Peter und Gitarrist Marcus Schneider auch zwei Backnanger. Am Montagabend spielen sie am Obstmarkt. Foto: privat
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Was ist dieses Jahr eigentlich alles auf dem Vergnügungspark geboten? Wir haben uns mit Rummelbetreiber Mark Roschmann unterhalten. Neben den Klassikern wie Break Dance, Musicshop und Riesenrad locken dieses Jahr das Spiegelkabinett Glasfabrik, das Fahrgeschäft Jet Lag und die Riesenschaukel XXL Höhenrausch die Adrenalinjunkies auf die Bleichwiese.
© Alexander Becher
Die Riesenschaukel „XXL Höhenrausch“ stand zuletzt 2018 auf der Bleichwiese. Foto: Alexander Becher
Die Schaukel rauscht gerade einmal anderthalb Meter über das Dach der Glasfabrik. „Das macht ja auch einen Teil des Kicks aus“, findet Mark Roschmann. Ob er selbst die Fahrt im XXL Höhenrausch wagen würde, wie die Standbetreiber mit der Hitze umgehen und was ganz neu beim Vergnügungspark ist, berichtet er im Gespräch.
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Für den Fall, dass man sich nochmal den Freitagabend auf dem Straßenfest vor Augen rufen möchte oder diesen verpasst hat, findet man übrigens jede Menge Impressionen von selbigem in unserer Bildergalerie.
54. Backnanger Straßenfest: Der Freitag
Das 54. Backnanger Straßenfest ist eröffnet. Zahlreiche Menschen trotzten der Hitze und feierten am Abend vor den Bühnen und auf den Gassen der Altstadt.
In einem Video haben wir ebenfalls Eindrücke gesammelt:
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Wer heute wieder aufs Straßenfest oder von dort nach Hause möchte, kann das Auto auch stehen lassen: Wie gewohnt ist der öffentliche Nahverkehr an den Festtagen nämlich kostenlos. So kann man umweltfreundlich im Stadtgebiet Backnang sowie in den Teilorten mit dem Bus beziehungsweise in der S-Bahn zwischen Backnang und Maubach unterwegs sein. Alle Buslinien fahren wie gewohnt, zudem fahren Spätbusse Richtung Althütte, Aspach, Auenwald, Heiningen, Marbach am Neckar, Murrhardt und ins Weissacher Tal. Die genauen Abfahrtszeiten findet man unter t1p.de/swekn. Über Verspätungen informiert der VVS unter vvs.de oder in der App VVS mobil.
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Um die Mittagszeit ist Backnang in der Marktstraße noch nahezu menschenleer. Nur wenige Menschen schlendern unter dem fast wolkenlosen Himmel an den Essensständen vorbei. Diese sind um 12.30 Uhr fast alle noch geschlossen.
Der Stand der französischen Partnerstadt Annonay, „Gourmandises d’Ardèche“, ist einer der wenigen, die bereits geöffnet haben. „Die Leute möchten unsere Früchte kaufen“, erklärt Sandrine Avandetto, die hinter der Auslage steht. Galia-Melonen, Kirschen und Pfirsiche liegen aus. Die Nachfrage sei hoch, sagt Sandrine Avandetto. Crêpes möchte zur Mittagszeit allerdings noch niemand kaufen. „Zu heiß“, vermutet die Französin. Abends davor seien die extra dünnen Pfannkuchen aber gut weggegangen, „es lief aber schon ein bisschen weniger gut als in den vergangenen Jahren“, ist ihr Eindruck.
Der Marktplatz wirkt um 12.30 Uhr noch wie ausgestorben. Foto: BKZ
Richtig mies lief es beim Pizzawagen schräg gegenüber am Freitagabend. „Wir haben gerade einmal eine Handvoll Pizzen verkauft – maximal zehn“, schätzt Verkäufer Babalo, der seinen Nachnamen lieber nicht nennen möchte. „Bei der Hitze haben viele Leute keine Lust auf Pizza“, sagt er. „Es ist halt schon blöd, weil man ja auch eine Standgebühr bezahlt, auch wenn mir der Stand nicht gehört.“ So hofft Babalo darauf, dass am Samstag ein paar mehr Leute Pizzahunger aufs Straßenfest mitbringen.
Beim Stand des Restaurants Edelweiss (ehemals Kunberger) ist dafür mehr los. „Wir verkaufen nur Getränke und ich glaube, das ist das Beste bei der Hitze“, teilt Verkäufer Arber Hasanaj mit. „Gestern lief‘s gut, auch schon vor der offiziellen Eröffnung. Wir können uns nicht beklagen.“ Am Samstagmittag ist zwar auch am Edelweiss-Stand nicht viel Andrang, aber Arber Hasanaj geht davon aus, dass sich das spätestens am Abend wieder ändern wird.
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Im Bürgerhaus hat Oberbürgermeister Maximilian Friedrich die Delegationen von Backnangs Partnerstädten Annonay (Frankreich), Chelmsford (Großbritannien) und Bácsalmás (Ungarn) offiziell begrüßt. Er bedankte sich bei allen Anwesenden für ihr Erscheinen, „trotz dieser unglaublichen Hitzewelle, die Deutschland ergriffen hat.“ Eine offizielle Delegation aus Chelmsford könne dieses Jahr leider nicht an den Feierlichkeiten teilnehmen, Bürgermeisterin Lynne Foster sende jedoch viele Grüße und mit Margaret Campbell vom Verein Chelmsford Twinning Partnership und der Band Electronique – die übrigens schon 2024 und 2025 auf dem Straßenfest aufgetreten ist – seien trotzdem Gäste aus Großbritannien anwesend, über die man sich sehr freue.
Oberbürgermeister Maximilian Friedrich (rechts vorne) begrüßt die Delegationen der Partnerstädte im Backnanger Bürgerhaus. Foto: Stadt Backnang
In seiner Rede hob Friedrich insbesondere das 60-jährige Bestehen der Partnerschaft Backnangs mit Annonay sowie das 35-jährige Bestehen der Partnerschaft mit Chelmsford hervor. Er berichtete von den Reisen der Verwaltung und der Mitglieder der Partnerschaftsvereine in diesem Frühjahr anlässlich der langjährigen Freundschaft. Im März fand der Besuch in Chelmsford statt. „Dafür, dass es erst Frühjahr war, war es unglaublich mild“, sagte Friedrich. „Ich glaube, wir hatten keinen einzigen Regentag.“ Ganz anders sah es bei der Reise nach Annonay im Mai dieses Jahres aus. „Wir haben wahrscheinlich die kältesten Tage erwischt“, schilderte Friedrich. „Heute haben wir wahrscheinlich ungelogen 25 Grad mehr, als wir es in Südfrankreich erlebt haben. Soweit ich mich erinnere, hatte ich sogar einen Wintermantel dabei für die Abendstunden.“
Nach Friedrich betrat Julie Faucheux, Gemeinderätin in Annonay, als Vertretung von Bürgermeister Simon Plenet die Bühne. Auch sie erinnerte an das 60-jährige Bestehen der Jumelage, der Städtepartnerschaft: „Seit sechs Jahrzehnten haben Familien, Kultur- und Sportvereine sowie religiöse Gruppen gelernt, einander kennenzulernen, zu verstehen und zu schätzen, und so echte Freundschaften, gemeinsame Projekte und vor allem ein echtes Vertrauen zwischen unseren beiden Städten geschaffen.“ Diese Beziehung sei heute stärker denn je.
Julie Faucheux rief außerdem dazu auf, sich an der Stadtwette zu beteiligen: Heute Abend um 18 Uhr möchte OB Maximilian Friedrich 300 Menschen in den Farben der französischen Flagge auf dem Marktplatz versammeln, wo alle gemeinsam die französische Nationalhymne singen sollen. Falls das nicht zustande kommen sollte, muss Friedrich seinen Wetteinsatz einlösen: Einen Dienst am Stand der französischen Gäste.
Anschließend trat Balász Németh, Bürgermeister von Bácsalmás, ans Pult. „Unsere Städtepartnerschaft bedeutet für uns nicht nur eine offizielle Zusammenarbeit, sondern vielmehr eine auf echten menschlichen Beziehungen beruhende Freundschaft“, betonte er.
Margaret Campbell vom Verein Chelmsford Twinning Partnership stand stellvertretend für Chelmsfords Bürgermeisterin Lynne Foster auf der Bühne. Sie bekomme dieses Wochenende seltenen Besuch von ihrem Sohn und ihren Enkelkinder aus Australien. „I don‘t think I can abandon them – Ich glaube nicht, dass ich sie alleine zurücklassen kann“, erklärte sie durch ihre Stellvertreterin. Chelmsford sei sehr stolz auf die seit Jahrzehnten bestehende Verbindung und die damit verbundenen tiefen Freundschaften zwischen beiden Städten, fügte Margaret Campbell hinzu. „Die langjährige Partnerschaft zwischen unseren Städten zeigt, was erreicht werden kann, wenn man offen und mit gutem Willen aufeinander zugeht.“
Auch im Bürgerhaus war es – trotz Klimaanlage – deutlich wärmer als sonst am späten Vormittag. Die Zuschauerinnen und Zuschauer nutzten die ausliegenden Hefte mit den übersetzten Reden, um sich Luft zuzufächern. Im Saal waren die Fenster mit langen roten Samtvorhängen verschattet, nur hinter dem Rednerpult waren die Fenster frei, um etwas Sonnenlicht hineinzulassen.
Die Wärme hielt die Gäste aber nicht vom Buffet ab, das nach den Reden auf sie wartete. Denn die Freundschaften möchten selbstverständlich bei Gesprächen und gemütlichem Beisammensein gepflegt werden.
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Traditionell sind bei der Eröffnung des Straßenfests viele namhafte Gäste sowie die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der Umlandgemeinden vor Ort. Der Weissacher Schultes Daniel Bogner ließ sich das Spektakel samt Frau und Kind ebenfalls nicht entgehen und konnte dabei sogar seinen Geburtstag feiern.
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Apropos Sanoj Abraham: Im Jahr 2024 war dieser, damals als Leiter des Festivalbüros, zu Gast in unserem Straßenfest-Podcast „Koi Zeit“ und berichtete, was so alles an Aufwand hinter der Organisation des Events steckt.

© Alexander Becher
Sanoj Abraham war im Jahr 2024 als Organisator des Fests Gast in unserem Podcast. Heute Abend steht er wieder selbst auf der Bühne. Archivfoto: Alexander Becher
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Auf den Bühnen spielen heute Abend einige alte Bekannte aus Backnang und den umliegenden Gemeinden. Dazu zählt etwa Sänger Sanoj Abraham mit seiner Night Live Band, die um 21.30 Uhr am Obstmarkt spielt. Im Biegel ist ab 19 Uhr Electronique Chelmsford an der Reihe - wie der Name schon sagt, kommen die Bandmitglieder aus der englischen Partnerstadt, mit Ausnahme des Drummers David Whitehead, der in Backnang lebt und durch sein langjähriges Engagement im Partnerschaftsverein in der Stadt bestens bekannt ist. Im Jahr 2024 spielten sie schon einmal in Backnang.

© Alexander Becher
Bereits im Jahr 2024 war die Band Electronique Chelmsford mit dem Backnanger David Whitehead (2. von links) zu Gast beim Straßenfest, hier mit der Bürgermeisterin Janette Potter. Archivfoto: Alexander Becher
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Ein Highlight am Samstag dürfte sicherlich die Straßenfestwette von Oberbürgermeister Maximilian Friedrich sein, die aufgrund der Hitze erst um 18 Uhr (und nicht wie im Programm vorgesehen um 15 Uhr) beginnt. Zur Erinnerung: Friedrich wird versuchen, mindestens 300 Menschen in den Farben der Trikolore – also Blau, Weiß und Rot – auf dem Marktplatz zu versammeln, wo alle gemeinsam die französische Nationalhymne anstimmen sollen. Sollte dies nicht gelingen, leistet der Oberbürgermeister eine Schicht am Stand der französischen Gäste. Bereits in der vergangenen Woche hatte er augenzwinkernd angekündigt, sich noch einmal intensiv den Text der Marseillaise zu Gemüte führen zu wollen. Es ist bereits die zweite Auflage der Stadtwette, die Premiere im vergangenen Jahr konnte Friedrich gewinnen: 200 Menschen in Straßenfest-Farben sangen damals im Riesenrad Wolle Kriwaneks VfB-Hymne „Stuttgart kommt“.
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Das Bühnenprogramm wurde bekanntlich aufgrund der Hitze bis 18 Uhr ausgesetzt. Einige Auftritte werden aber stattdessen im klimatisierten Bürgerhaus stattfinden. Einige Details sind bereits bekannt:
Samstag
15 bis 16 Uhr: Tanzschule Bayerle-Auchter
Sonntag
15 bis 15.45 Uhr: Ballettschule Rüter
15.45 bis 16.15 Uhr: TSG Backnang Tanzsport
16.15 bis 17 Uhr: Ballettschule Liane
17 bis 17.15 Uhr: Jugendkunst- und -musikschule
17.30 bis 18 Uhr: JMKS Akkordeonensemble
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Guten Morgen Backnang und Umgebung! Der Eröffnungsabend des 54. Backnanger Straßenfests ist geschafft und was soll man sagen: Es war heiß und es war schön! Bis in der Nacht hinein wurde an den Bühnen getanzt, danach lockte es einige Nachtschwärmer noch weiter in die Backnanger Bars und Kneipen.

© Alexander Becher
Gute Laune bei dem einen oder anderen Kaltgetränk.
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Um 22:30 Uhr kommt Backnang erst in Feierlaune. Die größte Hitze des Tages hat sich verzogen, aber es sind immer noch knackige 28 Grad unter freiem Himmel. Nur langsam wird die Temperatur im Lauf der Nacht sinken. Von 4 Uhr nachts bis 6 Uhr früh wird sie mit 22 Grad ihren tiefsten Stand erreichen.
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Auf der Bühne auf dem Obstmarkt bringt die schwäbische Folksrockband Wendrsonn das Publikum in Tanzlaune. Auch Oberbürgermeister Maximilian Friedrich und seine Frau Kerstin sowie der ehemalige Waldschrat Sven Vollbrecht lassen sich das Konzert nicht nehmen.
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Trotz der Hitze ist die Innenstadt brechend voll - egal, ob auf dem Marktplatz, auf dem Stiftshof, auf dem Obstmarkt, auf der Jugendmeile, vor der Technobühne oder auf dem Rummel.
Wer sich ausruhen möchte, setzt sich auf die Steinmauer an der Murr, dort ist es wenigstens ein bisschen kälter. Um sich abzukühlen, haben viele Fächer oder kleine Handventilatoren dabei. Die meisten versuchen aber einfach, den Schweiß zu ignorieren und das Fest trotzdem zu genießen. Und dem einen oder der anderen macht die Hitze nicht einmal etwas aus.
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Auf Instagram hat das Festivalbüro bereits die Programmänderungen beim Rahmenprogramm verkündet. Hier der Überblick:
- Das Kanufahren wurde verschoben auf Samstag von 17 bis 22 Uhr
- Die Stadtwette wurde verschoben auf Samstag, 18 Uhr
- Der Gottesdienst wurde verschoben in die Stiftskirche am Sonntag, 10 Uhr
- Der Graffiti-Workshop mit Joschka Zettler wurde verschoben auf Sonntag,18 Uhr
- Das Schach-Turnier musste leider komplett abgesagt werden
- Der Merchandise-Verkauf in der Stadtbücherei wurde verschoben auf Samstag und Sonntag von 19 bis 22 Uhr sowie Montag von 14 bis 17 Uhr
- Der Kindertreff kann leider nicht stattfinden. Die Zukunftswerkstatt Rückenwind (ZWR) bietet am Samstag und Sonntag von 18 bis 20 Uhr im Schwanen in der Schillerstraße 9 ein Alternativprogramm an
- Das Entenrennen wurde verschoben auf Montag um 13.30 Uhr. Die Siegerehrung findet um 17 Uhr statt.
Weitere Programmänderungen findet ihr hier.
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Es ist offiziell: Das 54. Backnanger Straßenfest ist eröffnet! Mit wieder nur einem einzigen Schlag hat Oberbürgermeister Maximilian Friedrich das Fass Bier auf dem Marktplatz angestochen. Der Applaus war ihm dafür sicher.
Die Hitze macht allerdings allen Anwesenden deutlich zu schaffen. Im Publikum wird gefächert, was das Zeug hält - auch bei den Ehrengästen. Die Fächer wackeln in allen Farben: Bei Schlagersängerin Andrea Berg ist der Fächer weiß, bei Aspachs Bürgermeisterin Sabine Welte-Hauff orange, bei BKZ-Geschäftsleiter Peter Janus gelb und bei Sozial- und Kulturdezernentin Regine Wüllenweber rot.
Wer keinen Fächer zur Hand hat, versucht sich anderweitig zu behelfen: Sowohl Stefan Setzer, Erster Bürgermeister in Backnang, als auch die Landräte Richard Sigel (Rems-Murr-Kreis) und Ian Schölzel (Hohenlohekreis) wedeln sich mit auf den Tischen liegenden Postkarten Luft zu. Gemeinderätin und Ärztin Ute Ulfert nimmt gar ihren Hut zur Hand.
Die Sonne brennt vom Himmel zur Eröffnung des Straßenfests. Foto: red
Um sich etwas Abkühlung zu verschaffen, hat etwa Christoph Gehring, Dirigent des Musikvereins Sachsenweiler, die Hose hochgekrempelt. Maximilian Friedrich hält sich vor seiner Rede auf der Marktplatz-Bühne eine kühle Wasserflasche an den Hals.
Trotz der Hitze ist der Marktplatz voll. Und nach gehaltener Rede und gezapftem Bier wünscht der Oberbürgermeister allen ein „fröhliches, wundervolles und friedliches Straßenfest.“
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Die Spannung steigt, von der Bühne am Marktplatz waren schon die ersten Blasmusikklänge zu vernehmen. Um 19 Uhr geht’s los und die spannende Frage lautet wie in jedem Jahr: Wie viele Schläge wird Maximilian Friedrich beim Fassanstich brauchen? Im vergangenen Jahr war es tatsächlich nur ein einziger: Das zu unterbieten dürfte schwierig werden.
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Die Gastronomen am Willy-Brandt-Platz wie das Tante Emma und das Wohnzimmer sind schon bereit für den großen Ansturm.
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Auch in diesem Jahr startet die Backnanger Kreiszeitung wieder eine Mitmachaktion für ihre Leserinnen und Leser – diesmal zum Thema „Wiedersehen“. Besonders auf dem Straßenfest entstehen viele solcher Momente: Menschen treffen alte Bekannte und Freunde wieder, oft nach langer Zeit. Manche reisen dafür sogar aus dem Ausland in ihre alte Heimat zurück.
Im Rahmen der Aktion sollen diese besonderen Begegnungen festgehalten werden. Leserinnen und Leser können ein Foto ihres „Wiedersehensmoments“ einsenden – vom aktuellen Straßenfest oder aus früheren Jahren – und kurz beschreiben, wen sie darauf wiedergetroffen haben. Beiträge können per E-Mail an redaktion@bkz.de oder über Instagram und Facebook eingereicht werden, gern mit dem Hashtag #wiedersehenbkz. Die schönsten Einsendungen werden in der nächsten Woche in der Zeitung veröffentlicht.
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Das Schachturnier mit Schach-Großmeister Arik Braun findet aufgrund der Hitze in diesem Jahr leider nicht statt, wie Pressesprecher Frederik Schell mitteilte. Das Turnier sollte am Samstag, von 14 Uhr bis 19.30 Uhr stattfinden.
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Der große ACK-Gottesdienst am Sonntag findet trotz der Hitze statt. Er beginnt am Sonntag um 10 Uhr und wird nicht auf dem Marktplatz, sondern in der Stiftskirche gefeiert. Die Stiftskirche bietet an den heißen Tagen einen kühlen Aufenthaltsort. Dort ist zudem eine Ausstellung über die prägenden Ereignisse der Backnanger Stadtgeschichte zu sehen, die mit großem ehrenamtlichen Engagement gestaltet wurde. Sie lädt während des Straßenfests zum Besuch ein. Gewürdigt wird damit auch der langjährige Gestalter des Straßenfest-Bierkrugs, Hellmut G. Bomm.

© Alexander Becher
Beim ACK-Gottesdienst wird auch der langjährige Gestalter des Straßenfest-Bierkrugs, Hellmut G. Bomm gewürdigt.
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Unsere Zeitung berichtet selbstverständlich umfassend über das Straßenfest - und das auf allen Kanälen. Hier erfahrt ihr detailliert, wo was veröffentlicht wird, welche Mitmachaktionen wir haben und wie ihr euch zu unserem neuen Newsletter anmelden könnt, der von nun an jeden Freitag erscheint.
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Um 15 Uhr sind – wahrscheinlich wegen der großen Hitze – erst wenige Menschen auf dem Rummel auf der Bleichwiese unterwegs. Florian Strunz, 44, aus Maubach ist mit seiner Frau und den beiden Kindern (elf und neun Jahre) auf dem Weg zur Glasfabrik, dem Spiegellabyrinth, in der Mitte des Vergnügungsparks. „Wir sind jetzt schon hier, weil die Kinder unbedingt die Glasfabrik sehen wollten“, erzählt er. „Die haben wir gestern schon entdeckt. Deshalb dachten wir: Wir nutzen heute Nachmittag gleich die Gelegenheit, weil wir ja nicht wissen, wie es die nächsten Tage noch so wird.“
Die zehnjährige Hazar Alkitai aus Backnang sitzt mit ihrer achtjährigen Schwester und ihrem achtjährigen Cousin im Schatten gegenüber des Fahrgeschäfts „XXL Höhenrausch“ und schauen zu, wie die riesige Schwingschaukel ganz knapp am Dach der Glasfabrik vorbeirauscht. Sie selbst wollen später, gegen 18 Uhr, mit ihren Eltern noch einmal auf den Rummel kommen, um Breakdance zu fahren und das Spiegelkabinett zu erkunden. „Jetzt ist es noch zu heiß“, sagt Hazar Alkitai.
Eric Schmidt (15) aus Großaspach, Victor Neculeanu (14) aus Kirchberg und Lucien Wahl (13) aus Backnang schauen ebenfalls fasziniert zu, wie die Riesenschaukel weit nach oben schwingt. „Ich hätte nicht gedacht, dass es so hoch geht, aber es sieht spaßig aus“, sagt Eric Schmidt. Die drei Schüler der Max-Eyth-Realschule sind direkt nach Unterrichtsschluss auf den Rummel gekommen und haben sich vorgenommen, einmal alles zu fahren. „Außer das Riesenrad“, sagt Victor Neculeanu. „Die Preise sind relativ in Ordnung, aber fürs Riesenrad sind sie schon angehoben.“ Breakdance und Musicshop sind die drei Freunde schon gefahren, das Jetlag steht noch aus. Die Hitze macht ihnen nicht so viel aus. „Es ist schon ein bisschen warm, aber es geht eigentlich“, findet Eric Schmidt.
Das sieht die 25-jährige Nathalie Sachs etwas anders. Sie und ihr Mann stehen mit Kinderwagen unter dem Sprühnebel neben dem Maiskolbenstand und kühlen sich ab. Sie sind extra aus dem rund 150 Kilometer entfernten Wertheim nach Backnang gekommen, um das Straßenfest zu besuchen. Das verbindet die Familie mit einem Besuch bei Nathalie Sachs‘ Großmutter. Fahrgeschäfte möchte die junge Frau nicht fahren. Zum einen wegen des Babys, zum anderen wegen der Hitze. „Aber bei der Eröffnung abends wollen wir auf jeden Fall dabei sein.“
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Pünktlich um 14 Uhr hat der Rummel auf der Bleichwiese seine Tore geöffnet. Mit lauter Musik, bunten Fahrgeschäften und dem Duft von gebrannten Mandeln lockt das Festgelände bereits die ersten Besucherinnen und Besucher an. Ein besonderes Highlight ist das traditionelle Riesenrad, das einen weiten Blick über die Murr-Metropole bietet. Geöffnet ist der Rummel am Freitag von 14 bis 24 Uhr, am Samstag von 12 bis 24 Uhr, am Sonntag von 11 bis 24 Uhr und am Montag von 12 bis 24 Uhr.
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Kronkorken sammeln für den guten Zweck: Bereits vor rund einer Woche hat Oberbürgermeister Maximilian Friedrich in einem Video zur Teilnahme an einer Kronkorken-Sammelaktion beim Straßenfest aufgerufen. Ziel ist es, Kronkorken für den zehnjährigen Philipp aus Althütte zu sammeln, der dringend auf einen speziellen Rennrollstuhl angewiesen ist. Die gesammelten Kronkorken werden recycelt. Der Erlös aus dem recycelten Material soll zur Finanzierung des maßgeschneiderten Rennrollstuhls beitragen.
Während des Straßenfests besteht für Standbetreiber sowie Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, Kronkorken an zentral eingerichteten Müllsammelstellen auf dem Veranstaltungsgelände abzugeben und die Aktion damit aktiv zu unterstützen.
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Auch die Delegation aus der französischen Partnerstadt Annonay ist offensichtlich schon heiß aufs Fest.
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Für die Vereine und die Standbetreiber ist die Hitze eine Herausforderung. Mehr dazu, wie der Aufbau unter diesen Bedingungen verläuft, lest ihr hier.
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Aufgrund der prognostizierten Temperaturen hat die Stadt Backnang am Samstag und Sonntag das Bühnenprogramm eingeschränkt. Los geht es an beiden Tagen erst um 18 Uhr, wohingegen Standbetreiber bereits ab 12 Uhr öffnen dürfen. Auch der Rummel nimmt wie gewohnt seinen Betrieb auf. Freitag und Montag bleibt das Programm vorerst unverändert.
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Keine Frage: Die außergewöhnliche Hitze dürfte eines der bestimmenden Themen des diesjährigen Straßenfests werden: So heiß wie in diesem Jahr war es vermutlich noch nie. Heute und morgen sollen es bis zu 37 Grad werden.

© Alexander Becher
Die Firma Zanker aus Auenwald sponsert am Willy-Brand-Platz ein großes Sonnensegel. Foto: Alexander Becher
Viele Hintergrundgeschichten, Bildergalerien und Inhalte aus den vergangenen Jahren findet ihr übrigens auf unserer Website in einem für euch aufbereiteten Dossier.
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Herzlich willkommen beim Live-Blog zum Backnanger Straßenfest 2026. Das Jahreshighlight im städtischen Veranstaltungskalender geht in seine 54. Runde. Ab heute bis einschließlich Montag heißt es in Backnang wieder: „Koi Zeit – Stroßafescht!“ Über alles, was in den vier Straßenfesttagen passiert, halten wir Sie hier auf dem Laufenden – quasi in Echtzeit.
© Stephan Haase
Das Bierkrug-Motiv vom vergangenen Jahr sollte als Sticker eigentlich dauerhaft bleiben. Nun wird es doch abgelöst – wortwörtlich. Archivfoto: Stephan Haase
© Alexander Becher
Mit dem Zapfenstreich geht das Straßenfest jedes Jahr zu Ende. Archivfoto: Alexander Becher
















































































































































































































