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Diakonie bildet Kosovaren aus und beklagt Hürden

dpa/lsw Stuttgart. Beim Ausbildungsprojekt der Diakonie Württemberg mit dem Kosovo gibt es hohe bürokratische Hürden, die Gesamtbilanz fällt aber positiv aus. 45 junge Kosovaren haben ihre Altenpflegeausbildung in diesem Jahr als zweiter Jahrgang abgeschlossen. Aus diesem Anlass zogen die Verantwortlichen am Donnerstag in Stuttgart Bilanz. Seit dem Start des Projekts im Jahr 2015 haben mehr als 260 Kosovaren am Programm teilgenommen.

Oberkirchenrat Dieter Kaufmann. Foto: Tom Weller/dpa

Oberkirchenrat Dieter Kaufmann. Foto: Tom Weller/dpa

Probleme gebe es mit der Visa-Vergabe, erklärte Oberkirchenrat Dieter Kaufmann. Einige Auszubildende reisten erst mehrere Wochen nach Start der Ausbildung ein. Auch die Zeugnisanerkennung, die die Kosovaren für die Fachschulen bräuchten, laufe nicht ideal. Nach abgeschlossener Ausbildung müssten sie einige Wochen auf ihre Arbeitserlaubnis warten. Das sei „kein Zeichen für Willkommen“, sagte Kaufmann.

Für den Ausbildungsbeginn im Herbst 2020 stehen laut Kaufmann weitere Schwierigkeiten an: Ab dem nächsten Jahr müssen Azubis ein höheres deutsches Sprachniveau nachweisen als bisher, was längere Sprachkurse bedeutet.

Der 24-jährige Ferdinand Dedaj, der seine Altenpflegeausbildung im Herbst dieses Jahres abgeschlossen hat, arbeitet nun als Fachkraft in einem Seniorenzentrum. Das Projekt der Diakonie habe ihm gezeigt, dass man mit Anstrengung und Engagement so gut wie alles erreichen könne. Ruzhdi Canaj begann seine Ausbildung 2015. „Damals konnte ich nur zwei Worte „hier“ und „dort““, sagte Canaj. Mittlerweile arbeitet er als Wohnbereichsleiter. Kaufmann sieht das Projekt als Beispiel für eine gelungene Integration.

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Erstellt:
14. November 2019, 12:47 Uhr

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