Die alte Rasendecke ist bereits abgetragen

Die Arbeiten für den neuen Allwettersportplatz in Oberbrüden haben begonnen. Im November soll der Platz fertig sein.

Die ersten Arbeiten haben Bagger und Walze in Oberbrüden bereits erledigt. Der neue Kunstrasenplatz darf nun kommen. Foto: J. Fiedler

© Jörg Fiedler

Die ersten Arbeiten haben Bagger und Walze in Oberbrüden bereits erledigt. Der neue Kunstrasenplatz darf nun kommen. Foto: J. Fiedler

Von Florian Muhl

AUENWALD. Die Bagger sind im Auenwalder Ortsteil Oberbrüden angerollt und haben bereits die Grasnarbe des Rasenplatzes des TSV komplett abgetragen. Zwar ruhen derzeit die Arbeiten. Aber wenn alles gut läuft, soll der neue Kunstrasenplatz bereits im November fertig sein. Nach zwei Spielen in der laufenden Saison haben sich die Oberbrüdener Kicker von ihrem „altgedienten Platz“ verabschiedet, um dann ab dem dritten Spieltag auf das Gelände des TSV Lippoldsweiler auszuweichen. Bereits das Heimspiel des TSV Oberbrüden in der Kreisliga A 2 gegen den Titelkandidaten SVG Kirchberg hatte vor knapp zwei Wochen auf dem Platz des Nachbarvereins stattgefunden. „Wir werden dort bis zum Jahresende unsere Heimspiele austragen“, berichtet Oberbrüdens Abteilungsleiter Stefan Schaffroth. Die Fußballer aus Oberbrüden und Lippoldsweiler werden sich nun für einige Zeit eine Sportstätte teilen müssen. „An einem Wochenende spielt Lippoldsweiler mit seinen beiden Teams und am anderen dann wir mit unseren beiden Mannschaften“, so Schaffroth.

Die Firma Sportstättenbau Garten-Moser ist mit den Arbeiten in Oberbrüden betraut worden. Das Unternehmen aus Essingen hatte den Auftrag erhalten, nachdem ein öffentliches Vergabeverfahren für die Umwandlung des Hauptspielfelds am TSV-Vereinsheim zu einem Allwettersportplatz stattgefunden hatte.

Über viele Jahre hinweg hatte es Diskussionen über den Bau eines neuen Allwetterplatzes geben, damit auch in der „nassen und kalten Jahreszeit“, wie Bürgermeister Karl Ostfalk sagt, auf dem Sportplatz trainiert und gespielt werden kann. Vor allem das „Wo“ war heftig umstritten. Nach zahlreichen Gesprächen in verschiedenen Gremien hatte man sich geeinigt und der Gemeinderat gab Anfang März grünes Licht für Oberbrüden, nicht ohne gleichzeitig auch den Kickern in Lippoldsweiler Zugeständnisse zu machen. So wird es dort eine neue Flutlichtanlage und einen neuen Zaun geben.

Mit dem neuen Platz in Oberbrüden werden nicht nur die Wünsche der Fußballer erfüllt, wie Ostfalk sagt, sondern auch für die Grundschul- und Kindergartenkinder gleich nebenan erschließen sich damit neue Sportmöglichkeiten. Mit den besseren Möglichkeiten im Freien sollten sich auch die Belegungsengpässe in der Sporthalle etwas entzerren.

Der Neubau des Allwettersportplatzes in Oberbrüden ist einer der dicksten Brocken im Finanzplan der Gemeinde Auenwald in diesem Jahr. 953000 Euro sind dafür im Haushaltsplan veranschlagt. Wie Bürgermeister Ostfalk im vergangenen Jahr ankündigte, werden wichtige Infrastrukturmaßnahmen für die Gemeinde nur mit einer Förderung des Landes oder des Bundes umsetzbar sein. In Bezug auf den Allwettersportplatz in Oberbrüden rechnete die Gemeinde mit einem Zuschuss von insgesamt 442000 Euro. Mitte Mai dieses Jahres kam die gute Nachricht, dass die Gemeinde Auenwald im Rahmen der Sportstättenförderung des Landes Baden-Württemberg einen Zuschuss für ihr Bauprojekt in Höhe von 82000 Euro erhält.

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Erstellt:
25. September 2020, 06:00 Uhr

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