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Die ersten Nutzer können bald einziehen

Haus der Gesundheit in Unterweissach steht kurz vor der Fertigstellung – Ein Teil der Flächen ist noch zu vergeben

Mit Riesenschritten geht das Haus der Gesundheit in Unterweissach seiner Fertigstellung entgegen. Noch im Lauf des zweiten Quartals 2019 sollen, wie Murrtal-Werte-Geschäftsführer Jürgen Schwab erklärt, die ersten Nutzer in den Bau auf dem Rombold-Areal einziehen.

Rombold-Areal in Unterweissach: Im Vordergrund, entlang der Welzheimer Straße, entsteht das Haus der Gesundheit. Hinter den Arkaden im linken Gebäudeteil zieht ein Rossmann-Drogeriemarkt ein.

© Pressefotografie Alexander Beche

Rombold-Areal in Unterweissach: Im Vordergrund, entlang der Welzheimer Straße, entsteht das Haus der Gesundheit. Hinter den Arkaden im linken Gebäudeteil zieht ein Rossmann-Drogeriemarkt ein.

Von Armin Fechter

WEISSACH IM TAL. Rund neun Millionen Euro investiert die Murrtal Werte GmbH, eine hundertprozentige Tochter der Volksbank Backnang, in das Unterweissacher Projekt. Der Bau soll Platz für medizinische und medizinnahe Praxen und Einrichtungen bieten und damit den in der Gemeinde lang gehegten Wunsch nach einem Ärztehaus erfüllen. Darüber hinaus lässt das lang gestreckte Gebäude noch weitere Wünsche der Einwohner in Erfüllung gehen, etwa den nach einem Drogeriemarkt.

Nach den Plänen des Schorndorfer Architekten Claus Stammler setzt sich der Gesamtkomplex aus zwei Gebäudeteilen zusammen. Etwa in der Mitte befindet sich dabei der Haupteingang mit Treppenhaus und Aufzug, wobei es, wie Jürgen Schwab erklärt, im Grunde genommen zwei Haupteingänge gibt: einen von der Welzheimer Straße her und einen von der rückwärtigen Seite her, also aus der Straße Unterm Kamin. Beide Zugänge sind ebenerdig, allerdings ergibt sich ein Höhenunterschied von einem Stockwerk, weil das Gebäude am Hang liegt.

Im unteren Geschoss entstehen, von der Welzheimer Straße aus gesehen, links die Räume für den Rossmann-Drogeriemarkt; rechts ist Platz für eine Apotheke und ganz rechts für die Unterweissacher Filiale der Volksbank, die von ihrem bisherigen Standort in der Welzheimer Straße/Ecke Linden- und Marktplatz in den Neubau umzieht. Am alten Platz gibt es laut Schwab bereits Interessenten für eine künftige Nutzung. Bei der Apotheke handelt es sich um ein zusätzliches Standbein von Apotheker Ulrich Heigoldt, der in der Nachbargemeinde Allmersbach im Tal bereits die Rats-Apotheke betreibt. Ein besonderes Gestaltungselement stellen auf dieser Gebäudeseite die Arkaden dar, hinter denen sich die Fensterfront entlangzieht. Im rückwärtigen Bereich gibt es diverse Keller-, Abstell- und Technikräume. Die Heizzentrale ist jedoch nicht im Keller, sondern ganz oben untergebracht. Zum Einsatz kommt, wie Schwab erläutert, eine gasmotorische Wärmepumpe.

Im Stockwerk darüber – von der Straße Unterm Kamin aus ebenerdig – befinden sich künftig die Räumlichkeiten eines Allgemeinmediziners und eines Zahnarztes mit den jeweiligen Behandlungszimmern und Laborräumen. Ferner sind auf dieser Etage die Räume eines Physiotherapeuten angesiedelt – einschließlich Umkleiden und Duschen.

Aber noch nicht alle verfügbaren Plätze sind ausgereizt, wie Jürgen Schwab unterstreicht. So gibt es im Mediziner-Stockwerk noch eine freie Fläche, und auch das obere Geschoss ist noch zu haben. Dort sind die einzelnen Teilflächen auch noch nicht abgeteilt, das heißt, die Murrtal Werte GmbH als Vermieterin kann den Zuschnitt an die Wünsche der künftigen Mieter anpassen. Genauere Zahlen nennt Jürgen Wolf, der zuständige Baubetreuer von Murrtal Werte. Danach hat das Objekt eine Gesamtfläche von 4680 Quadratmetern. 3971 Quadratmeter können als Nutzfläche gemietet werden. Rund zwei Drittel davon sind vertraglich unter Dach und Fach.

Büros als Ergänzung zu medizinischen Einrichtungen

Welche Einrichtungen oder Firmen bei der Vergabe der verfügbaren Flächen zum Zug kommen, ist laut Schwab noch offen. Vorstellen könne er sich aber „jegliche Büronutzung“ – beispielsweise auch die Kanzlei eines Rechtsanwalts oder eines Steuerberaters. Die Vermittlung erfolgt dabei über die Volksbank.

Rund um das Gebäude stehen nach der Fertigstellung insgesamt 80 Parkplätze zur Verfügung. Ein Teil davon befindet sich an der Front zur Welzheimer Straße. Bei diesen Stellflächen ist vor allem an die Kundschaft von Rossmann, Apotheke und Volksbank gedacht. Hier musste die Gemeinde unterstützend eingreifen. Ursprünglich waren dort 38 öffentliche Parkplätze geplant. Damit aber der Drogeriemarkt die erforderliche Anzahl nachweisen konnte, zog die Gemeinde zurück und fand sich bereit, die Flächen dem Haus der Gesundheit zuzuordnen. Zudem galt es, den Hochwasserschutz zu gewährleisten – überflutungsgefährdete Flächen müssen nämlich frei von jedweder Nutzung bleiben, und das betrifft auch Stellplätze. Eine entsprechende Lösung konnte gefunden werden, indem die Gemeinde anbot, anderweitig eine neue Retentionsfläche zu schaffen und so den Verlust auszugleichen.

Mit den Bauarbeiten für das Haus der Gesundheit wurde im Februar vergangenen Jahres mit einem offiziellen Baggerbiss begonnen. Bereits im Januar 2018 war die Baustelleneinrichtung erfolgt. Nach den Verzögerungen, die sich in puncto Hochwasserschutz ergeben hatten, liegt das Projekt nun, so Schwab, „voll im Plan“: Die Fertigstellung ist fürs zweite Quartal dieses Jahres anvisiert.

Dort, wo sich künftig der Empfangsbereich der Zahnarztpraxis befindet, werfen Baubetreuer Jürgen Wolf und Geschäftsführer Jürgen Schwab noch einmal einen Blick in die Pläne. Fotos: A. Becher

© Pressefotografie Alexander Beche

Dort, wo sich künftig der Empfangsbereich der Zahnarztpraxis befindet, werfen Baubetreuer Jürgen Wolf und Geschäftsführer Jürgen Schwab noch einmal einen Blick in die Pläne. Fotos: A. Becher

Info
Rombold-Areal

Unterweissach war über 300 Jahre lang Standort der Tonwarenproduktion. Die Firma Rombold mit ihrem Betriebsgelände zwischen Welzheimer Straße und Jägerhalde ging 2006 in Insolvenz.

Das knapp fünf Hektar große Areal wurde 2012 von der Firmengruppe Krause aus Bayreuth erworben. Ein Konzept zur Revitalisierung des Geländes war davor gemeinsam mit dem renommierten Schorndorfer Architekten Claus Stammler entwickelt worden. Es sah eine gemischte Nutzung mit Gewerbe und Wohnen vor.

2016 begann der Abbruch von Gebäuden, die als nicht mehr erhaltungswürdig galten. Anschließend begannen die Erschließungsarbeiten. Entstanden sind Einzelwohnhäuser, Mehrfamilienhäuser, eine Brauerei mit Gaststätte, eine Oldtimerhalle und ein Gesundheitssportzentrum.

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Erstellt:
12. Februar 2019, 06:00 Uhr

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