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Die Nomaden feiern hard und heavy

Motorradtreffen der Biking Nomads in Bruch – Hochkarätiges Musikprogramm sorgt für laute und kurzweilige Unterhaltung

Das zweijährlich stattfindende Treffen des Weissacher Motorradclubs lockte wieder jede Menge Gäste aus nah und fern an. Die Organisatoren hatten sich einmal mehr einiges an Programm einfallen lassen. Allein für den Band-Contest am Freitagabend hatten sich rund 100 Bands aus ganz Deutschland beworben. Die familiäre Atmosphäre sorgt dafür, dass sich nicht nur Motorradfreunde bei dieser Veranstaltung wohlfühlen.

Spiele, die nichts mit Motorradfahren zu tun haben: Stephan Sigmund (links) und Achim Haller, die Vorsitzenden, beim Sackschlagen. Foto: J. Fiedler

© Jörg Fiedler

Spiele, die nichts mit Motorradfahren zu tun haben: Stephan Sigmund (links) und Achim Haller, die Vorsitzenden, beim Sackschlagen. Foto: J. Fiedler

Von Andreas Ziegele

WEISSACH IM TAL.Sie hatten wieder alles gegeben und wurden dafür belohnt. Die Organisatoren und Helfer der T.F. Biking Nomads waren seit Dienstag im Einsatz, um das Großereignis vorzubereiten. Und das bereits zum 20. Mal. Dafür gab es viel Lob von den zahlreichen Besuchern am Wochenende. Seit 24 Jahren gibt es die Tourenfreunde (T.F.) als Verein. Rund 20 Mitglieder des Vereins halfen, die Veranstaltung auf die Beine zu stellen.

„Zum ersten Mal gab es zum Auftakt in diesem Jahr einen Band-Wettbewerb am Freitagabend“, erzählt der 2. Vorsitzende des Vereins, Achim Haller. „Wir hatten über 100 Bewerbungen aus ganz Deutschland und mussten ein Ausschlussverfahren über mehrere Tage machen, um am Ende fünf Bands zum Contest einzuladen“, sagt er. Eine unabhängige Jury aus Musikexperten der Region traf dann die Entscheidung. Als Sieger setzte sich die Band „Killing your Idols“ aus Frankenthal in der Pfalz durch. Bestätigt wurde das Urteil der Jury durch einen Applaustest der rund 800 Gäste im Festzelt. Als Belohnung durften die jungen Heavy-Metal-Musiker am Samstag als Vorgruppe der beiden Hauptbands auftreten.

„Sensationelle Stimmung“ herrschte dann am Samstag, wie Haller begeistert erzählt: „Vom frühen Abend an starteten wir ein Programm, das angekommen ist.“ Für einige ging es direkt aus ihren Zelten und aus dem Schlaf wieder ins Festzelt beziehungsweise auf die Festwiese davor. Die „Killing your Idols“ heizten dann mit ihrer Modern Heavy Metal Musik auch gleich mächtig ein. Derweil fanden auf der Festwiese Wettbewerbe statt, die rein gar nichts mit Motorradfahren zu tun hatten. Bei einem sogenannten Bungee-Running ging es an einem Gummiband die Wiese hinauf, um einen auf einem Podest stehenden Schnaps zu ergattern. Im Teamwettbewerb wurde die Richtung geändert. In Zweiergruppen auf Isomatten rutschten die weiblichen und männlichen Teilnehmer auf einer bewässerten Lkw-Plane hangabwärts. Als Belohnung gab es – man ahnt es schon – einen Schnaps. Beim Sackschlagen, das auf einem in einer Höhe von einem Meter montierten Baumstamm stattfand, musste versucht werden, den gegenüber sitzenden Kontrahenten vom Balken zu schlagen.

Den musikalischen Hauptteil des Abends bestritten dann im Wechsel von 45 Minuten die Bands „The Fourfighters“ aus Sulzbach und die „Dust & Bones“ aus Backnang. Den Start machten die „Fourfighters“ mit Covermusik von AC/DC bis ZZ Top und brachten damit die Stimmung richtig zum Kochen. Aber auch die „Dust & Bones“ konnten mit eigenkomponierten Heavy Metal Songs überzeugen. Bis Sonntagfrüh um 1 Uhr gaben die Musiker alles, und die rund 1000 Zuhörer bereuten ihr Kommen nicht. Bis in die frühen Morgenstunden ging es dann für die Motorradfans in der eigens eingerichteten Bar weiter.

Teilweise von weit her kamen die Gäste des MOT, wie das Treffen unter Insidern genannt wird. Den Preis für die weiteste Anreise sicherten sich zwei Biker aus der Nähe von Berlin mit der Strecke von 735 Kilometern. Aber auch aus der Schweiz waren Besucher da. Alfred und Stefan Steiner aus der Nähe von Bern waren zum ersten Mal bei der Veranstaltung und zeigten sich restlos begeistert. „Super Stimmung und interessante Leute“, war für Stefan Steiner das Fazit nach dem ersten Abend. Vater und Sohn hatten vor zwei Jahren Mitglieder der Nomaden in Venedig kennengelernt und versprochen, dass sie beim nächsten MOT dabei sein würden. „Aber nun mussten wir zwei Jahre warten, bis es endlich so weit ist“, sagt Vater Steiner in sehr sympathischem Schweizer Dialekt. Mit ihren Maschinen sind sie am Donnerstag gestartet und zelten seither auf der Wiese neben dem Festzelt. Alfred Steiner erklärt dann auch noch den Unterschied zwischen den Zweiradtypen, wie er in der Schweiz gemacht wird: „Ein Töff ist ein Motorrad und ein Töffli ist ein Moped“, bringt er die Nebensitzer auf den Stand der Dinge.

„Einen Preis gab es auch für die größte Teilnehmergruppe“, ergänzt Stephan Sigmund, der 1. Vorsitzende. Dieser ging an den MSC Jux. Sigmund und Haller waren am Ende zufrieden. „Der Besuch war, auch bedingt durch das Wetter am Samstag, etwas schwächer als in den Vorjahren“, meinen beide übereinstimmend. „Aber die Stimmung war klasse!“

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Erstellt:
23. Juli 2018, 06:00 Uhr

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