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Easyjet sieht sich für monatelangen Flugstopp gerüstet

dpa Luton. Die gesamte Flotte des Billigfliegers steht am Boden - aber Easyjet gibt sich zuversichtlich, die Krise zu überstehen. Zur Bewältigung sollen Kredite beitragen - und der Verkauf von Flugzeugen.

Abgestellte Easyjet-Flugzeuge auf dem Flughafen im englischen Southend-on-Sea. Foto: Nick Ansell/PA Wire/dpa

Abgestellte Easyjet-Flugzeuge auf dem Flughafen im englischen Southend-on-Sea. Foto: Nick Ansell/PA Wire/dpa

Der britische Billigflieger Easyjet rüstet sich mit neuen Krediten und dem Verkauf von Jets für einen längeren Stopp des Flugbetriebs. Die Gesellschaft habe sich zwei Kredite im Gesamtumfang von 400 Millionen britischen Pfund (459 Mio Euro) gesichert, teilte sie mit.

Zusammen mit weiteren Maßnahmen sollen die liquiden Mittel auf 3,3 Milliarden Pfund wachsen. Damit dürfte das Geld selbst dann ausreichen, falls der Flugstopp neun Monate lang anhalte, sagte Konzernchef Johan Lundgren.

Wegen der Coronavirus-Pandemie steht die gesamte Easyjet-Flotte derzeit am Boden. Wann genau der Flugbetrieb wieder starten kann, wagte Lundgren nicht zu prognostizieren. Zunächst dürfte es mit Flügen innerhalb einzelner Länder losgehen, sagte er.

Für die neuen Kredite hat Easyjet eigene Flugzeuge als Sicherheit eingebracht. Außerdem verhandelt die Gesellschaft mit Leasingfirmen, die Maschinen von Easyjet kaufen und an die Airline zurück vermieten sollen.

Im Winterhalbjahr bis Ende März konnte die Ryanair-Rivalin ihren saisontypischen Verlust im laufenden Geschäft voraussichtlich verringern, obwohl die Coronavirus-Pandemie seit Februar auch Europa erfasst hat. Der um Sonderposten bereinigte operative Verlust sank den Angaben zufolge im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 275 Millionen auf 185 bis 205 Millionen Pfund. Der Umsatz legte um 1,6 Prozent auf knapp 2,4 Milliarden Pfund zu. Das lag auch an höheren Ticketpreisen.

Im Schnitt nahm Easyjet pro Sitzplatz währungsbereinigt gut zehn Prozent mehr ein als ein Jahr zuvor. Dies glich den mehr als siebenprozentigen Rückgang der Passagierzahlen mehr als aus.

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Erstellt:
16. April 2020, 09:57 Uhr

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