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Ehrenamtliche gewürdigt

Spiegelberger Bürgertreffen mit Auszeichnungen sowie Rückblick und Ausblick aufs Gemeindeleben von Bürgermeister Uwe Bossert

Gut besucht war das 17. Bürgertreffen der Gemeinde Spiegelberg. Eine Gruppe der Grundschule Spiegelberg eröffnete die Veranstaltung in der Gemeindehalle Jux mit Flötenspiel und Gesang. Im Mittelpunkt standen die Rede von Bürgermeister Uwe Bossert und Ehrungen besonders engagierter Bürger.

Bürgermeister Uwe Bossert berichtet über anstehende Projekte wie den Bau eines zentralen Wasserwerks und die Sanierung der Ortsdurchfahrt. Fotos: J. Fiedler

© Jörg Fiedler

Bürgermeister Uwe Bossert berichtet über anstehende Projekte wie den Bau eines zentralen Wasserwerks und die Sanierung der Ortsdurchfahrt. Fotos: J. Fiedler

Von Carmen Warstat

SPIEGELBERG. Bürgermeister Uwe Bossert nutzte die Veranstaltung zunächst für einen kurzen Rückblick auf das Gemeindeleben im Jahr 2018. Positiv sei der finanzielle Abschluss, da die Rahmenbedingungen sich „weiter leicht positiv“ gestalteten. Das Haushaltsvolumen lag bei knapp 7 Millionen Euro und stieg für 2019 auf den Rekordbetrag von 7,4 Millionen Euro an. Der Verschuldungsstand habe trotz teilweise erheblicher Investitionen moderat gehalten werden können, „und auch die Rücklage lässt noch etwas Luft“. Das Jahr 2018 war insbesondere geprägt von zahlreichen vorbereitenden Maßnahmen, insbesondere zum Breitbandausbau, zum Landessanierungsprogramm und zur Wasserversorgung. Bauliche Umsetzungen gab es daher bis auf Ausnahmen weniger.

Ganz aktuell konnte Bürgermeister Bossert berichten, dass die Gemeinde in diesem Jahr mit einer Förderung für den Bau eines zentralen Wasserwerks Senzenbach ausgestattet wird. Für den ersten Bauabschnitt fließen etwa 1,1 Millionen Euro, das sind 80 Prozent der Investitionssumme. Die Maßnahmen beginnen noch in diesem Jahr. Bei der Umsetzung des Landessanierungsprogramms in Spiegelberg liegt das Hauptaugenmerk auf der Sanierung der Ortsdurchfahrt und begleitenden Maßnahmen zur Erhöhung der Aufenthaltsqualität und Verkehrssicherheit, und zwar unter Berücksichtigung ökologischer Grundsätze. Nach Gesprächen mit Fachbehörden sollen die Maßnahmen unter Beteiligung der Bürgerschaft in Kürze umgesetzt werden. Bei geschätzten Gesamtkosten von 1,3 Millionen Euro rechnet Bossert mit rund einer Million Euro Fördergeld vonseiten des Landes. Erste Gestaltungsvorschläge zeigte er per Fotomontage.

In allen anderen Ortsteilen besteht weiterhin die Möglichkeit, dass das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) greift. Bisher flossen daraus für drei Wohnbauvorhaben Mittel in Höhe von etwa 50000 Euro in die Gemeinde, und für das ELR-Programmjahr werden erneut Fortführungsanträge gestellt. Über das Programm Leader konnte die Kleinkunstbühne Kabirinett im Vorjahr den barrierefreien Zugang umsetzen.

Etwas kompliziert sieht es mit dem wichtigen Vorhaben Breitbandausbau aus. Hier gibt es zwei Projekte, die man nicht verwechseln dürfe und die jeweils von vier Gemeinden anvisiert würden, so Bossert. Eines davon erhält sowohl Bundes- als auch Landesfördermittel, Ausbaubeginn sei noch in diesem Jahr. Für das ebenfalls interkommunale Breitbandkonzept Syna-Trasse Stocksberg haben sich die Förderkriterien beim Bund nach den Worten Bosserts geändert, wodurch die Realisierung offensichtlich verzögert wurde. Aber: „Der Antrag geht demnächst raus.“ Die Unterschriften sind bis Ende des Jahres avisiert.

Vonseiten des Landkreises sind Fahrbahndeckenerneuerungen und Erhaltungsmaßnahmen auf den Straßen zwischen Spiegelberg und Jux sowie Vorderbüchelberg und Wüstenrot angedacht.

„Guter Dinge“ ist der Bürgermeister hinsichtlich der Arbeit der Grundschule in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, und er freut sich auf steigende Schülerzahlen.

Als „leidiges Thema“ bezeichnete er die ärztliche Versorgung in Spiegelberg, denn es könne hinsichtlich der Weiterführung der Allgemeinarztpraxis als Zweigpraxis „von keinen guten Ergebnissen berichtet werden“. Die Verwaltung werde natürlich „weiter alles versuchen“. Und, so Bossert weiter: „Erfreulich sind andere Bereiche bei uns.“ Hier ging der Rathauschef auf das Kulturleben in der Gemeinde ein und lobte insbesondere die Angebote in Großhöchberg, Nassach und Jux sowie neben den Kunst- und Kulturschaffenden die Ehrenamtlichen in den Vereinen. Ebenso wurde dem Fremdenverkehrsverein für seine zahlreichen Aktivitäten gedankt, verschiedene Fotos zeigten Höhepunkte des Vorjahrs. Kinderferienprogramm, Seniorenarbeit und Feuerwehr waren weitere Stichworte in Bosserts Ansprache. Auch dankte er den Mitarbeitern der Gemeinde und dem Gemeinderat für die „zukunftsorientierte Zusammenarbeit“. Konkret geehrt wurden Peter Malek und Günter Rosenberger für ihre zehnjährige Arbeit im Gemeinderat sowie Heinz Bauer, Andreas Kircher, Ralf Kurz und Rolf Uebele für 20 Jahre ehrenamtliches Engagement. Ehrenpreise für „besonderes ehrenamtliches Engagement“ erhielten Günter Blind, Jörg Jacubzig, Wolfgang Mildau und Volker Schick. Ute Guntorus, Ayden Mazur und Katja Seifert vom Musikverein Spiegelberg erhielten Würdigungen für die Teilnahme am D-2-Lehrgang, und Bernd Uhlmann vom Kleintierzuchtverein Spiegelberg wurde als „Kreismeister mit der Rasse Castor-Rexe“ ausgezeichnet. An dieser Stelle wies der Bürgermeister auf die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Eugen Ritter, einen unermüdlich Ehrenamtlichen, hin. Er tat dies stellvertretend für alle anderen Ehrenamtlichen, die er als tragende Säule in der Gemeinde bezeichnete und lud abschließend zu angeregten Gesprächen im zwanglosen Rahmen ein.

Geehrte mit Bürgermeister (vordere Reihe von links): Uwe Bossert, Kaja Seifert, Ute Guntorus, Bernd Uhlmann, Wolfgang Mildau, Jörg Jacubzig, Volker Schick. Hintere Reihe: Günter Blind, Ayden Mazur, Günter Rosenberger, Ralf Kurz, Peter Malek, Andreas Kircher, Rolf Uebele und Heinz Bauer.

© Jörg Fiedler

Geehrte mit Bürgermeister (vordere Reihe von links): Uwe Bossert, Kaja Seifert, Ute Guntorus, Bernd Uhlmann, Wolfgang Mildau, Jörg Jacubzig, Volker Schick. Hintere Reihe: Günter Blind, Ayden Mazur, Günter Rosenberger, Ralf Kurz, Peter Malek, Andreas Kircher, Rolf Uebele und Heinz Bauer.

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Erstellt:
29. März 2019, 06:00 Uhr

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