Ein gespendeter Geländewagen und Hilfe auf Paletten
Dietmar Buchfink hat unter anderem beim Backnanger Tulpenfrühling Hilfsgüter für die Ukraine gesammelt und nun überbracht.

Den Transport der Hilfsgüter an die rumänisch-ukrainische Grenze hat Dietmar Buchfink in einem mit Spendengeldern finanzierten Geländewagen begleitet. Foto: Help Ukraine Romania
Backnang. Die letzten neun von siebzehn Paletten im Kleinaspacher Stützpunkt sind auf die Lastwagen verladen. Der Transport der Hilfsgüter, die der Backnanger Dietmar Buchfink beim Tulpenfrühlingsonntag und bei weiteren Aktionen für die rumänische Hilfsorganisation Help gesammelt hat, kann starten. Unentgeltlich habe die Firma H.P. Kaysser den Transport der Sachen von Kleinaspach nach Rumänien ermöglicht, informiert Buchfink über Abläufe und Organisatorisches seiner Initiative. Buchfink selbst sitzt in einem mit Spendengeldern finanzierten Geländewagen Hyundai Santa Fe, um ihn nach Rumänien zu überführen. Zum regulären Benzinmotor sei in dem Auto eine LPG-Autogasanlage eingebaut, die bei den geplanten Einsätzen des Wagens für die Hilfsorganisation helfe, etwa 40 Prozent der Spritkosten zu sparen, und im Notfall die Reichweite nahezu verdoppeln könne. Denn mittlerweile gebe es in der Ukraine erhebliche Nachschubprobleme bei der Treibstoffversorgung, so Buchfink.
Buchfink: „Im rumänischen Siret angekommen konnte ich unsere 17 Paletten mit den gesammelten Hilfsgütern samt dem Geländewagen an die Hilfsorganisation Help Ukraine Romania übergeben. Ich habe mich sehr gefreut, Liliya, die Mitinitiatorin der Hilfsorganisation, wiederzusehen. Sie war sehr glücklich und bat mich, allen Spendern, Helfern und unterstützenden Firmen ihren ganzen persönlichen Dank und den des ukrainischen Volkes zu überbringen.“ In Siret, einem logistischen Umschlagplatz, würden täglich Hilfsgüter aus aller Welt ankommen, die dort vorsortiert und dann ins ukrainische Czernowitz transportiert würden. Dort sei der zentrale logistische Umschlagplatz für die ganze Ukraine. Für die freiwilligen Helfer werde in Siret reichlich gesorgt. Ortsansässige Bürger würden kostenlose Unterkünfte und ein Gastwirt im Ort kostenfreie Verpflegung anbieten. Buchfink hat vor Ort in Siret Freiwillige aus Kalifornien, aus Kanada und aus der Ukraine kennengelernt, die ihren Job für mehrere Monate an den Nagel gehängt hätten, um hier zu helfen. Ein Amerikaner habe zu ihm gesagt: „Ich habe hier eine Unterkunft. Ich bekomme das Essen. Was brauche ich mehr? Geld verdienen ist nicht alles im Leben.“ Über die Begleitung des Hilfstransports hinaus half Buchfink zwei Familien (drei Erwachsenen und sechs Kindern) aus der Nähe von Odessa, die sich auf der Flucht befanden. Die Organisation der Route war ein Unterfangen von mehreren Tagen. Schließlich holte Buchfink die Familien mittels angemietetem Kleintransporter an der moldawisch-rumänischen Grenze ab und brachte sie zum Bus für die Weiterfahrt über Wien nach Stuttgart. db/nis
Hilfsorganisation Dietmar Buchfink steht für Fragen zu seiner Initiative und die der rumänischen Partnerorganisation Help Ukraine Romania unter 0171/3026033 zur Verfügung. Weitere Infos im Internet unter: helpuaro.org sowie www.instagram.com/help_ukraine_romania_ger_bk/ und: www.facebook.com/HelpUkraineRomaniaGERBK