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Empörung über FDP-Tweet zu Downsyndrom

Liberale ziehen Bild und Text zum Gentest bei Embryos zurück

Berlin /KNA - Ein inzwischen zurückgezogener Tweet der FDP-Bundestagsfraktion zu Gentests wegen des Downsyndroms hat Empörung ausgelöst. Nach Ansicht der Christdemokraten für das Leben (CDL) ist der Tweet „eiskalt und menschenverachtend“. Die FDP scheue nicht davor zurück, mit dem Bild eines Kleinkinds mit Downsyndrom „für die Finanzierung­ einer Selektionsmethode“ zu werben, die „gerade dazu führt, dass viele dieser Kinder nicht geboren werden“, erklärte der stellvertretende CDL-Bundesvorsitzende Hubert Hüppe am Dienstag: „Das ist an Zynismus nicht zu überbieten.“

Die FDP-Fraktion hatte ein Foto von einem Kleinkind mit Downsyndrom gepostet, das sich innig an eine Frau kuschelt. In das Foto hinein schrieben die Liberalen die Forderung: „Trisomie-21-Test muss Kassenleistung werden!“ Am Montag zog die Fraktion den Tweet zurück und schrieb: „Unser Posting zu #trisomie21 war missverständlich – das tut uns sehr leid. Wir wollen, dass nicht der Geldbeutel entscheidet, ob Schwangere Klarheit bekommen. Für uns ist die Perspektive eines Kinds mit Trisomie 21 nichts Negatives.“

Auch Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) krisierte den Tweet: „Ich kann gar nicht glauben, dass dieser FDP-Post echt sein soll!“ Nächste Woche will der Bundestag eine Debatte über Bluttests führen, mit denen von der zehnten Schwangerschaftswoche an Trisomie am Embryo ermittelt werden kann.

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Erstellt:
3. April 2019, 14:19 Uhr

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