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Entspannung für Eltern und Kinder

Von Camping bis Kreuzfahrt: Wie Familien aus der Region um Backnang ihren Sommerurlaub verbringen – Nicht immer muss es eine weite Reise sein

Sommer, Sonne, Ferienzeit: Wer mit Kindern verreist, sollte eine Urlaubsform finden, bei der Eltern und Kinder gleichermaßen auf ihre Kosten kommen. Ob Camping, Kreuzfahrt oder Ausflüge in der Region – vier Familien aus der Region erzählen, wo sie sich in diesem Sommer erholen.

Armin Layher und Sohn Tom freuen sich auf ihre Motorradtour an den Bodensee – dann natürlich mit Helm. Fotos: privat

Armin Layher und Sohn Tom freuen sich auf ihre Motorradtour an den Bodensee – dann natürlich mit Helm. Fotos: privat

Von Simone Schneider-Seebeck

Die Camper: „Seit wir Kinder haben, ist das der entspannteste Urlaub, den man sich denken kann.“ So fasst Eva Riss ihre Erfahrungen mit der jahrelangen Campingtradition zusammen. Schon vor der Geburt ihrer beiden Töchter waren Eva Riss und ihr Mann Markus gern mit dem Zelt unterwegs, und so kam es fast zwangsläufig dazu, dass die Mädels mit ihren Eltern seit jeher den Sommer auf dem Campingplatz verbringen. Jedes Jahr geht es nach Italien, aber immer mal wieder woanders hin. Hauptsache ans Meer. „Die Kinder wollen das auch unbedingt“, so die Mama. Mittlerweile sind die Ferien etwas luxuriöser geworden: Es wird ein Bungalowzelt angemietet, das fertig aufgebaut und mit Küche und Feldbetten ausgerüstet auf die Backnanger Familie wartet. Dass die zwölfjährige Elli kein Gluten verträgt, sei in Italien vollkommen unproblematisch: „Sogar im Restaurant ist die Auswahl groß“, freut sich Eva Riss. „Senza glutine ist für Italiener etwas ganz Normales.“

Aber nicht nur das Essen ist ausschlaggebend für die Urlaubswahl. Entspannen steht für alle vier ganz oben. Viel Strand und Meer, ab und zu shoppen gehen mit den Mädchen, das gefällt Familie Riss. Zudem sind auf einem Campingplatz viele andere Kinder, da finden Elli und die zehnjährige Jule immer schnell Anschluss. Und: „Sind die Kinder entspannt, sind auch die Eltern entspannt“, so die erfahrene Mama.

Die Kreuzfahrer: Mal etwas Neues ausprobieren wollte dagegen Familie Ricardo in diesem Sommer. Im Februar war Mutter Katja im Kirchberger Gemeindeblatt die Anzeige eines Reiseveranstalters ins Auge gestochen. Eine zweiwöchige Kreuzfahrt an der norwegischen Küste entlang. „Norwegen war schon immer mein Traum“, so Katja Ricardo, und auch die Kinder Daniel und Alina waren sofort angetan von der Idee.

Von Kiel geht es bis zum Nordkap und wieder zurück, mit Zwischenstationen etwa in Bergen oder auf den Lofoten. Bei jedem Landgang kann man entweder auf eigene Faust Hafen und Umgebung erkunden oder eine Führung mitmachen. Eigentlich organisiert die patente Kirchbergerin so etwas gern selbst, aber ohne Norwegisch- und Insiderkenntnisse hat sie sich nun doch für geführte Ausflüge entschieden. Es gibt spannende Informationen, man kommt dahin, wo man hin möchte und ist vor allem rechtzeitig wieder an Bord.

Doch auch da ist es nicht langweilig. Es ist ein schwimmendes Hotel, das sich gemächlich mit 23 km/h über das Meer bewegt und für jede Altersklasse und jeden Geschmack sehr viele Angebote hat. Sogar eine Bibliothek steht zur Verfügung. „Die 1400 Passagiere merkt man gar nicht, nur bei der Seenotrettungsübung waren alle da. Und wenn es an Land geht, kommt es kurz mal zum Stau. Möchtest du beim Essen deine Ruhe, setzt du dich an einen kleinen Tisch, bist du offen dafür, Leute kennenzulernen, setzt du dich an einen großen Tisch. Bei mir endet tatsächlich jeder Tag mit tollen Kontakten“, berichtet die zweifache Mutter live vom Schiff. Auch den Kindern gefällt es sehr gut. Seit der Abfahrt aus Kiel sei für den zehnjährigen Daniel das Tablet nicht mehr wichtig, schmunzelt sie. Die Teenie-Tochter hat bereits am ersten Abend Anschluss gefunden und erkundet mit den neuen Freundinnen das Schiff. Ein besonderes Erlebnis war die Überquerung des Polarkreises mit Taufe und Party. Die Kinder hoffen nun schon auf eine Südafrikatour im Winter, aber dazu müsse man wohl erst „Stroh zu Gold spinnen“, meint die Mutter.

Die Spontanurlauber: Doch nicht nur in der Ferne kann man sich vom Alltagsstress gut erholen. Familie Orthwein aus Kirchberg an der Murr hat sich spontan für ein paar Tage Urlaub am Chiemsee entschieden. Eine große schöne Ferienwohnung wartet in Übersee auf die Familie. Tochter Jessica freut sich schon sehr darauf, ein paar Tage mal woanders zu übernachten. Was reizt die Orthweins am Chiemsee? Vater Helmut hat schon als Jugendlicher häufig den Familienurlaub dort verbracht und kennt sich gut aus. Zudem war die Familie schon einige Male im Sommer und auch im Winter dort. Es gibt sehr viel zu sehen und für jeden Geschmack und auch bei jedem Wetter etwas zu unternehmen: Baden im Strandbad oder im Wellenbad in Ruhpolding, Klettern im Hochseilgarten, Gondel fahren und wandern in den Bergen, interessante Museen besichtigen, Tretboot fahren auf dem See, einen romantischen Märchengarten oder einen Tierpark besuchen. „Mein Mann hat schon viele Programmpunkte eingeplant“, erzählt Karin Orthwein lachend. Außerdem kann man die Fahrt dorthin recht entspannt angehen. Da beide Eltern schon vor der Abfahrt einige Tage frei haben, kann in Ruhe gepackt werden, und auch die Autofahrt dauert nicht allzu lange, sofern es um München herum gut läuft. Selbst wenn es nur eine Woche ist: „Hauptsache, man kommt ein paar Tage aus dem Alltag heraus und sieht mal etwas anderes“, findet Karin Orthwein und freut sich besonders auf den leckeren Apfelstrudel mit Vanilleeis am Ferienort.

Die Ausflügler: Aufgeteilt in kleine Häppchen ist die Sommerferienzeit bei Familie Layher. Sohn Tom darf jetzt schon mit seinem Papa auf dem Motorrad eine Tour an den Bodensee unternehmen, während Mama Kerstin noch arbeitet und die große Schwester Linda zweieinhalb Wochen durch einen Ferienjob das Taschengeld aufbessert. Kerstin Layher hat die letzten drei Wochen frei, aber eine längere Reise ist nicht geplant. Die Kirchberger wollen Ausflüge in die Umgebung machen, da gibt es ja auch vieles zu sehen und zu erleben. Beispielsweise wandern am Neckarsteig, die Hörschbachwasserfälle in Murrhardt besuchen, Schlauchboot fahren auf dem Breitenauer See, vielleicht mal ein Museumsbesuch mit Stadtbesichtigung in Mannheim und natürlich die Dauerkarte fürs Freibad nutzen.

Eine Gratwanderung ist es schon, die passenden Erlebnisse für die Kinder zu finden, denn zwischen Tom und Linda liegen fünf Jahre Altersunterschied. „Da muss man schon schauen, dass es für beide passt“, so Layher. Shoppen gehen steht auch auf der „To-Do“-Liste, denn der Elfjährige braucht für den Übergang zur weiterführenden Schule unbedingt noch neue Kleidung.

Zudem hat die Familie im Frühjahr Zuwachs bekommen: Drei junge Hühner namens Prada, Gucci und Coco wollen auch in den Ferien versorgt werden. „Und wenn es uns ganz langweilig werden sollte, gibt es ja noch die Sachen, die man immer vor sich herschiebt, wie zum Beispiel die Küche neu zu streichen“, sagt die zweifache Mutter. Aber bevor bei dieser Hitze zum Farbeimer gegriffen wird, gibt es vielleicht doch eher einen Abstecher nach Bayern: In der Nähe von Günzburg hat die Verwandtschaft einen Bauernhof mit Pferden, und ein bisschen mit der Kutsche fahren oder reiten würde auch allen gut gefallen.

Von wegen Hitzewelle: Katja Ricardo und ihr Sohn Daniel genießen die Ferien bei einer Kreuzfahrt im kühlen Norwegen.

Von wegen Hitzewelle: Katja Ricardo und ihr Sohn Daniel genießen die Ferien bei einer Kreuzfahrt im kühlen Norwegen.

Karin und Jessica Orthwein – startklar für den Chiemsee: Auf die Urlauber aus Kirchberg wartet eine schöne große Ferienwohnung.

Karin und Jessica Orthwein – startklar für den Chiemsee: Auf die Urlauber aus Kirchberg wartet eine schöne große Ferienwohnung.

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Erstellt:
13. August 2018, 06:00 Uhr

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Im Backnanger Tageselternhaus – hier noch am alten Standort in Germannsweiler – betreuen Tagesmütter wie Eduarda Maru-Ferreira Kinder in familiärer Atmosphäre. Eltern von Kleinkindern ist das oft lieber als ein Platz in der Kita.Archivfoto: E. Layher
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