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Erste Backnanger Autodisco findet guten Anklang

Scheinwerfer malen buntes Licht in die Umgebung, während in schaukelnden Autos im Rhythmus der Musik gefeiert wird.

Lichteffekte begleiten die Auswahl an Musik, mit der DJ Michael Fernandes die erste Backnanger Autodisco bestreitet. Foto: J. Fiedler

© Jörg Fiedler

Lichteffekte begleiten die Auswahl an Musik, mit der DJ Michael Fernandes die erste Backnanger Autodisco bestreitet. Foto: J. Fiedler

Von Marina Heidrich

BACKNANG. Samstagnacht in Backnang. Wackeln sie bereits? Tatsächlich – bereits nach einer knappen Viertelstunde schaukelt ein roter Kleinwagen im Rhythmus des Dancetracks. DJ Michael Fernandes grinst. Ein wenig mulmig war ihm schon zu Beginn der ersten Backnanger Autodisco auf dem Etzwiesenparkplatz. Die Initiatoren, der Stadtjugendring in Kooperation mit dem Kino Universum, der Backnanger Kreiszeitung und MeinBacknang, atmen auf, als kurz vor 23 Uhr zaghaft die ersten Autos vorfahren. Es ist ein Experiment. Wird das Publikum akzeptieren, dass es für diese außergewöhnliche Discothek einen festen Einlasstermin gibt und man nicht einfach so nach einer Stunde hereinschneien kann? Nach kurzer Zeit ist klar: Es funktioniert.

Die ersten Neugierigen rücken an, obwohl die Temperaturen gesunken sind und es eine recht frische Nacht zu werden scheint. Eine ordentliche Anzahl Autos mit Nummernschildern aus Backnang, dem Rems-Murr-Kreis, Ludwigsburg, Stuttgart und sogar mit einem Berliner Kennzeichen werden vor der Bühne in die Reihe eingewiesen. Dann startet DJ Fernandes sein Pult. Scheinwerfer leuchten auf, Nebel wallt, die Lichtspots malen bunte, pulsierende Bilder auf die mächtigen Betonpfeiler des Viadukts. Alles erscheint parallel dazu auf der großen Kinoleinwand. Aus den Autos dringt Gesang, über die knapp heruntergelassenen Fensterscheiben schweben Seifenblasen.

Der DJ tänzelt, wird immer lockerer. Die Songs gehen fließend ineinander über – die 80er, die 90er und das Angesagte aus dem aktuellen Musikgeschehen können via Autoradio individuell auf das persönliche Lautstärkeempfinden eingestellt werden. Einen wesentlichen Unterschied zu einer „normalen“ Disco gibt es: Im Publikum dominieren neben Pärchen eindeutig die Frauen. Isa aus Backnang ist mit ihrer Schwester und einer Freundin gekommen. „In einem geschützten und zugleich öffentlichen Bereich einfach nur Musik genießen, ohne von jemand unerwünscht angemacht zu werden – das ist toll!“, begeistert sich die 22-Jährige. „Wobei so ein bisschen Kontaktknüpfen vielleicht auch ganz nett wäre“, wirft die Freundin vom Rücksitz aus ein. Die Organisatoren sind für Ideen offen. Für künftige Veranstaltungen planen die Macher einen Flirt-Screen.

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Erstellt:
25. Mai 2020, 06:00 Uhr

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