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Fleißiges Putzen kann viel Geld sparen

Stiftung Warentest: Auch günstige elektrische Zahnbürsten reinigen gut

Zahnpflege - Mit der richtigen Bürste und der passenden Zahnpasta sollte jeder täglich seine Zähne pflegen. Dafür reichen günstige Zahncremes und eine elektrische Zahnbürste für 16 Euro.

Wie hält man seine Zähne gesund? Es ist eine Kombination aus regelmäßigem Putzen,der richtigen Technik, einer guten Zahnbürste und einer passenden Zahnpasta. Dass es sich auch finanziell lohnt, auf die Gesundheit seiner Zähne zu achten, zeigen diese Zahlen: Laut einer Umfrage der Stiftung Warentest bezahlte jeder der 550 Teilnehmer im Durchschnitt 1740 Euro für Zahnersatz in einem Zeitraum von fünf Jahren. Wenn es um Implantate geht, kommt man schnell auf einen Eigenanteil von 10 000 Euro und mehr, womit sich der hohe Durchschnittswert erklärt. Wie oft sollte man die Zähne putzen? Während die gängige Meinung lautet:mindestens zweimal, besser dreimal am Tag, sagt Johannes Einwag, Leiter des Zahnmedizinischen Fortbildungszentrums Stuttgart (ZFZ) der Landeszahnärztekammer Baden-Württemberg, dass auch „anderthalbmal am Tag“ genüge. Am Abend gründlich, um die Beläge zu entfernen und das Fluorid auf die Zähne zu bringen. Und am Morgen „ein halbes Mal“, denn Beläge würden sich im Schlaf keine bilden. Putzen elektrische Zahnbürsten besser? Wer sich für eine elektrische Zahnbürste entscheidet, reinigt seine Zähne effektiv und bei der richtigen Putztechnik auch schonender. Wichtig ist, dass man nicht zu fest drückt und Zahn für Zahn putzt. Es geht nicht schneller als mit einer Handzahnbürste –zwei Minuten müssen sein. In der Januarausgabe der Zeitschrift „test“ steht: „Teuer muss eine gute elektrische Zahnbürste nicht sein.“ Schon die Donto-dent-Zahnbürste Active Professional für 16 Euro vom Drogeriemarkt dm erfüllt die Anforderungen und erhält im Test die Note 2,1. „Sie fegt die Zahnbeläge gut weg“, so die Tester. Zwar sei sie im Vergleich zum Testsieger etwas laut, das Preis-Leistungs-Verhältnis sei dafür unschlagbar. Was kann der Testsieger? Die Philips Diamond Clean Smart (Note 1,8; Preis 220 Euro) entfernt überzeugend Plaque. Dies gelingt ansonsten nur noch der Schallzahnbürste Sonic Generation 8 Winner der Marke Edel + White (Note 1,9; Preis 99 Euro). Die Siegerbürste von Philips wird elegant in einem Glas geladen und lässt sich mit einer App via Bluetooth mit dem Smartphone verbinden. Oral-B, jahrelang Testsieger bei der Stiftung Warentest, kommt dieses Mal mit dem Modell Pro 900 Sensi Ultra Thin (45 Euro) nur auf den zweiten Platz. Worauf sollte man beim Kauf einer Zahnbürste achten? Stiftung-Warentest-Redakteurin Nicole Merbach sagt, dass Design und Lautstärke oft ein Kriterium beim Kauf seien. Im Test haben sechs Zahnbürsten mit „gut“, vier mit „befriedigend, zwei mit „ausreichend“ und eine mit „mangelhaft“ abgeschnitten. Bei den Bürstentypen unterscheidet man zwischen rotierenden Zahnbürsten und vibrierenden Schallzahnbürsten. Die rotierenden haben stets runde Bürstenköpfe, jeder Zahn wird einzeln für einige Sekunden geputzt. Bei den Schallzahnbürsten ist die Putztechnik hingegen ähnlich wie bei einer Handzahnbürste. Wonach suchen die Kunden ihre Zahnbürste aus? „Der Trend geht in Richtung Lifestyle-Accessoire“, sagt Nicole Merbach. Und so verwundert es auch nicht, dass die Anbieter genau diese Extras als Unterscheidungsmerkmal herausstellen. „Für die technisch Versierten gibt es Zahnbürsten mit Bluetooth oder welche, die sich unterwegs mit einer Powerbank laden lassen. Für Design­fans sind besonders schicke Versionen auf dem Markt, und wer gerne mit der Zahnbürste unter die Dusche geht oder nebenher noch Yogaübungen machen möchte, wird ebenfalls fündig.“ Merbach sagt aber auch: „Wir sehen es kritisch, wenn über Zahnputz-Apps mehr Daten als notwendig gesammelt und an Dritte weitergegeben werden.“ Zum Zähneputzen bedarf es auch der richtigen Zahnpasta. Welche Zahncremes gibt es? Es gibt neben den sogenannten Universal-Zahncremes auch Produkte für besonders empfindliche Zähne (Sensitiv-Zahncremes) und solche, die weißere Zähne versprechen (Weißmacherpasten). Einige wenige Zahncremes enthalten kein Fluorid, wovon die Stiftung Warentest jedoch dringend abrät. Was bewirkt das Fluorid? Fluorid schützt nachweislich vor Karies. „Eine Zahnpasta ohne Fluorid ist im Grunde nicht vertretbar“, sagt Johannes Einwag vom Stuttgarter ZFZ. Es sei denn, die Menschen leben in einer Region mit viel Fluorid im Trinkwasser, wie zum Beispiel in der Eifel. „Überall dort, wo Vulkane sind, bekommt man genügend Fluorid ab.“ Am Ende komme es auf die Menge an, nicht, woher das schützende Fluorid kommt, so Einwag. Für wen ist eine ganz normale Zahnpasta geeignet? Für alle, die gesunde Zähne haben. Die sogenannten Universal-Zahncremes bieten eine Rundumversorgung mit wenig Abrieb. Die Stiftung-Warentest-Sieger in dieser Kategorie sind zudem die günstigsten: Sie heißen dm Dontodent Kräuter und Kaufland Bevola Kräuter (jeweils 45 Cent pro Tube) und Müller Sensident Zahncreme Complete (65 Cent pro Tube). Alle drei entfernen Verfärbungen sehr gut und können in dieser Disziplin mit Weißmacherpasten mithalten. Wer braucht eine Sensitiv-Zahnpasta? Falsch machen könne man damit nichts, sagt Zahnmediziner Johannes Einwag. Diese Zahncremes enthalten weniger Putzkörperchen und sorgen damit für weniger Abrieb. Wer überempfindliche Zahnhälse hat, dem kommt das zugute. Zudem sind Stoffe enthalten, die den Zahn und die Zahnhälse schmerzunempfindlicher machen. Was reinigt die Zahnzwischenräume am besten? „Ganz klar die kleinen Interdentalbürstchen“, sagt Johannes Einwag. Zahnseide sollte nur dann zum Einsatz kommen, wenn man mit diesen Bürstchen nicht in die Zwischenräume komme. Außerdem würden die meisten Menschen bei der Anwendung von Zahnseide das Zahnfleisch verletzen, so Einwag. Dies wiederum kann zu Entzündungen führen.

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Erstellt:
21. Dezember 2018, 11:41 Uhr

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