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Forscher entwickeln Modell zu Folgen von Corona-Maßnahmen

dpa/lsw Stuttgart. Mit dem Online-Modell einer virtuellen Stadt wollen Stuttgarter Wissenschaftler den Einfluss von bestimmten Maßnahmen auf die Auswirkungen einer Virus-Pandemie simulieren. Mit wenigen Mausklicks kann der Nutzer dabei bestimmen, welche Einschränkungen erlassen werden - und welche Folgen diese haben - auf die Ausbreitung von Infektionen und die Zahl möglicher Opfer. „Es lässt sich zeigen, wie ein Virus unter bestimmten Umständen seinen Weg finden kann in unserer Gesellschaft“, sagt Professor Andreas Pyka vom Lehrstuhl für Innovationsökonomik der Universität Hohenheim.

Andreas Pyka erläutert an seinem Laptop eine Grafik. Foto: Stefan Puchner/dpa

Andreas Pyka erläutert an seinem Laptop eine Grafik. Foto: Stefan Puchner/dpa

Symbolisch dargestellt sind Supermärkte und Büros, private Haushalte und soziale Kontakte. „Überall finden Begegnungen und soziale Interaktionen statt“, sagt Pyka. „Für ein Virus wie das hochansteckende Coronavirus sind das ideale Ausbreitungsbedingungen.“ Mit dem Hohenheimer Modell ist es möglich, Menschengruppen zum Beispiel in häusliche Quarantäne zu schicken, Schulen zu schließen oder nur infizierte Schüler vom Unterricht auszuschließen, oder die Zahl der Betten in den Kliniken aufzustocken.

„Jede Maßnahme kann die Anzahl der schweren Fälle und der Verstorbenen sowie die Länge der Pandemie beeinflussen“, erklärt Pyka. Die Hohenheimer Wissenschaftler hoffen, damit ein besseres Verständnis für die komplexen Zusammenhänge zu erreichen und die politischen Entscheidungen verständlicher zu machen.

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Erstellt:
11. April 2020, 09:47 Uhr

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