Frankreich begeht Nationalfeiertag mit großer Militärparade

dpa Paris. Flugstaffel, Parade und die Champs-Élysées: Wegen Corona war die große Militärparade im letzten Jahr noch ausgefallen. Jetzt konnte sie wieder stattfinden - wenn auch mit Einschränkungen

Im Kommandowagen: Präsident Emmanuel Macron und General François Lecointre, Stabschef der französischen Armee. Foto: Lewis Joly/AP/dpa

Im Kommandowagen: Präsident Emmanuel Macron und General François Lecointre, Stabschef der französischen Armee. Foto: Lewis Joly/AP/dpa

Frankreich hat seinen Nationalfeiertag wieder mit einer großen Militärparade gefeiert. Im vergangenen Jahr war diese noch coronabedingt ausgefallen.

Zum Auftakt fuhr Staatschef Emmanuel Macron in einem offenen Militärwagen über die Prachtstraße. Eröffnet wurde die Parade von der Kunstflugstaffel Patrouille de France, die die Farben der französischen Flagge in den Pariser Himmel zeichnete.

Rund 5000 Militärs und Angehörige des Sicherheitsapparats nahmen an der Parade teil. Besonders geehrt wurde in diesem Jahr die internationale Truppe „Takuba“, die in der Sahelregion gegen islamistischen Terrorismus aktiv ist.

Mit den Feierlichkeiten wollte Macron den Blick nach vorne richten, die Anstrengungen in der Corona-Krise würdigen und die Freude und Hoffnung über mehr Normalität in den Vordergrund rücken.

Auch wenn die Parade in diesem Jahr wieder im traditionellen Format stattfand, galten Einschränkungen: Schaulustige mussten am Rande der Parade Maske tragen und einen Test-, Impf- oder Genesungsnachweis haben. Zudem gab es Platzbeschränkungen. Den Abschluss der Veranstaltung bildete ein Chor aus mehr als 100 Jugendlichen, die auf Militärschulen gehen oder etwa bei der Feuerwehr aktiv sind.

An seinem Nationalfeiertag am 14. Juli erinnert Frankreich an den Sturm auf die Bastille im Jahr 1789, der als symbolischer Beginn der Französischen Revolution angesehen wird.

Mit Spannung war unter jungen Menschen auch der Auftritt der beiden bekannten französischen Youtuber McFly und Carlito erwartet worden. Als Folge eines Ratewettstreits mit Macron flogen die beiden gemeinsam mit der Patrouille de France über die Champs-Élysées. McFly sprach auf Instagram von einer „echten Strafe“, Carlito schrieb auf Twitter von „unglaublichen Erlebnissen“.

Für Aufsehen sorgte auch der Hochzeitsantrag eines Militärs kurz vor Beginn der Militärparade. Die Armee postete auf Twitter ein Video davon, wie der junge Mann um die Hand seiner Freundin anhielt. Bereits nach wenigen Stunden war es über 700 000 Mal aufgerufen worden. Etliche Menschen gratulierten dem Paar in den Kommentaren.

Überschattet werden die Feierlichkeiten im Land von einem traurigen Jahrestag. Vor fünf Jahren war ein 31-jähriger Tunesier auf der Strandpromenade von Nizza mit einem Lastwagen in eine Menschenmenge gerast - bei dem islamistischen Terroranschlag wurden 86 Menschen getötet. Die Polizei erschoss den Angreifer. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) reklamierte die Tat damals für sich. Am Nachmittag gedenkt die südfranzösische Küstenstadt gemeinsam mit Premierminister Jean Castex der Opfer.

© dpa-infocom, dpa:210714-99-377615/6

Bleu-Blanc-Rouge: Die Kunstflugstaffel zeichnet die Farben der französischen Flagge in den Pariser Himmel. Foto: Michel Euler/Pool AP/dpa

Bleu-Blanc-Rouge: Die Kunstflugstaffel zeichnet die Farben der französischen Flagge in den Pariser Himmel. Foto: Michel Euler/Pool AP/dpa

Studierende der französischen Elitehochschule „École Polytechnique“. Foto: Michel Euler/Pool AP/dpa

Studierende der französischen Elitehochschule „École Polytechnique“. Foto: Michel Euler/Pool AP/dpa

Emmanuel Macron inspiziert die Truppen auf den Champs-Élysées. Foto: Lewis Joly/AP/dpa

Emmanuel Macron inspiziert die Truppen auf den Champs-Élysées. Foto: Lewis Joly/AP/dpa

Frankreich begeht seinen Nationalfeiertag mit einer große Militärparade. Foto: Michel Euler/Pool AP/dpa

Frankreich begeht seinen Nationalfeiertag mit einer große Militärparade. Foto: Michel Euler/Pool AP/dpa

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Erstellt:
14. Juli 2021, 11:37 Uhr

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