Gleich dreimal in diesem Jahr

Freitag, der 13., kommt in 2026 als Trio infernale daher

Die einen sehen in Freitag, den 13., ein schlechtes Omen, andere halten das für Schmarrn. In diesem Jahr fällt der 13. gleich dreimal auf einen Freitag: am 13. Februar, 13. März und 13. November. Wenn das mal (k)ein schlechtes Zeichen ist.

Schlimmer geht’s nimmer: 2026 ist gleich dreimal Freitag, der 13.

© Imago/Christian Ohde

Schlimmer geht’s nimmer: 2026 ist gleich dreimal Freitag, der 13.

Von Markus Brauer

Freitag, der 13. kann in einem normalen Kalenderjahr (365 Tage) höchstens dreimal vorkommen. Ob Freitag, der 13. ein-, zwei- oder sogar dreimal im Jahr stattfindet, hängt davon ab, mit welchem Wochentag das Kalenderjahr beginnt.7

Dreimal geballtes Nomen est omen: am 13. Februar, 13. März und 13. November. Das ist heftig! Für Freitag-den-13.-Abergläublische ist das eine echte Zumutung. Ein Tipp: Am besten das ganze Jahr nicht aus dem Haus gehen. Vielleicht begegnen Ihnen auch noch schwarze Katzen und Sie sehen an Walpurgnisnacht (der Abend des Donnerstags, 30. April 2026, bis Freitag, 1. Mai 2026) noch Hexen auf ihren Besen um die Kamine herumfliegen.

Aberglaube, Hokuspokus, Ironie

Dieser Aberglaube sei heute nicht mehr präsent in der Gesellschaft, betont der Volkskundler Peter Fauser. „Heute spricht man eigentlich nur noch ironisch darüber“, so der Brauchtums-Experte vom Museum für Thüringer Volkskunde in Erfurt. Statistisch gebe es keine Beweise dafür, dass sich an einem Freitag, den 13., mehr Unglücke ereigneten als an anderen Tagen. „Wenn sich die Menschen etwas nicht erklären konnten, haben sie sich allerlei Hokuspokus ausgedacht.“

Warum ist Freitag, der 13., ein Unglückstag?

Die einen sehen in Freitag, dem 13., ein schlechtes Omen. Andere halten das für Schmarrn. Für Menschen, die einen Hang zum Aberglauben haben, ist Freitag, der 13., der Unglückstag schlechthin. Ein Tag, an dem man das Bett am besten gar nicht erst verlässt. Schließlich könnte man dann ja zum Beispiel Unfälle haben, in die Wohnung könnte eingebrochen werden oder andere Unglücke geschehen.

Warum ausgerechnet Freitag, der 13.?

Es gibt einige Erklärungen dafür, warum Freitag, der 13., bei vielen mit Unglück in Verbindung gebracht wird:

  • Ein Deutungsversuch für den Aberglauben rührt daher, dass die Zahl 13 und der Freitag alleine schon als Unglückssymbole gelten. Beide haben im Volksglauben einen schlechten Ruf. Das heißt für viele: Eine Kombination aus beiden und das symbolische Unheil ist quasi vollkommen.
  • Das schlechte Omen stammt schon aus der Bibel: Nach christlicher Überlieferung wurde zum Beispiel Jesus Christus an einem Freitag ans Kreuz geschlagen, nachdem ihn am Vorabend Judas – der 13. Teilnehmer des Abendmahls – verraten hatte. Die Vertreibung von Adam und Eva aus dem Paradies fiel ebenfalls auf einen Freitag.
  • Auch in der nordischen Mythologie gibt es den unheilvollen Gast: Nachdem Loki, der Gott des Schabernacks, als 13. in Walhalla auftaucht, stirbt Baldur, der Gott der Schönheit. Über die Erde legt sich Dunkelheit. Das Ende der Welt, Ragnarök, hat begonnen.

Das Dutzend ist voll – und dann?

Die Zahl 13 trägt ihren schlechten Ruf schon seit Äonen. Vermutlich gilt sie als Unglückszahl, weil sie die erste Zahl nach der Zwölf ist. Und das Dutzend spielt in der christlich-abendländischen Kultur eine wichtige Rolle:

  • So gibt es zum Beispiel zwölf Tierkreiszeichen oder zwölf Apostel. Auch ein Jahr hat zwölf Monate und ein Tag zwölf Stunden. Außerdem versammelte Jesus zwölf Jünger um sich.
  • Da die 13 direkt auf die Zwölf folgt und dieses bewährte Konzept bricht, gilt sie als Unglückszahl. Außerdem bedeutet etwa im Tarot die 13. Karte den Tod.

Wie oft ist Freitag der 13.?

Jahr für Jahr muss man sich auf ihn einstellen. Mindestens einmal ist ein Freitag der 13. ganz sicher dabei, höchstens jedoch dreimal – wie eben 2026.

Der 13. eines Monats fällt am häufigsten auf einen Freitag. Das hat mit der Einführung des Gregorianischen Kalenders zu tun. Die Reform des bis dahin gültigen Julianischen Kalenders erfolgte durch die päpstliche Bulle „Inter gravissimas curas“ vom 24. Februar 1582.

Im Volksmund wird die 13 „das Dutzend des Teufels“ genannt.

  • Am 9. Oktober 1955 läutet die 13 als allererste Zahl das deutsche Lotto „6 aus 49“ ein. Sie wurde aber seither am seltensten gezogen. Achtung Zufall: Die häufigsten Zahlen sind 6 und 49!
  • Als besonders ängstlich galt Arnold Schönberg (1874-1951). Der Schöpfer der Zwölftonmusik kennzeichnete zum Beispiel den 13. Takt seines Chorwerks „Dreimal tausend Jahre“ mit 12a. Marotte oder Taktik? Richtig nachweisen lässt sich das nicht. Schon in der folgenden Komposition Schönbergs gibt es nämlich einen Takt 13. Vielleicht hat es einfach zur Legendenbildung beigetragen, dass der Komponist an einem 13. geboren wurde und an einem 13. starb.
  • Über viele Jahre startet in der Formel 1 kein Rennfahrer mit der 13. In der Saison 2014 versucht Pastor Maldonado doch mal sein Glück. Das Resultat: null Siege, nur zwei Punkte, Gesamt-16. Im offiziellen Triathlon wird nach dem Reglement keine Startnummer 13 vergeben.
  • In manchen Passagierflugzeugen fehlt die Sitzreihe 13. Sind die Verantwortlichen von Fluggesellschaften wie Ryan Air oder Lufthansa etwa abergläubisch? Die Lufthansa verzichtet auch auf Reihe 17. Die gilt in Italien als Unglückszahl.

Ist Freitag, der 13. wirklich ein rabenschwarzer Unglückstag?

Statistisch gibt es keine Beweise dafür, dass sich an einem Freitag, den 13. mehr Unglücke ereigneten als an anderen Tagen. Der ADAC hat mal die Unfallstatistiken dahingehend untersucht. Das Ergebnis: Es gibt an einem Freitag, den 13. keinen entscheidenden Unterschied in puncto Verkehrsunfälle als an anderen Freitagen im Jahr.

Vielleicht tun sie das, weil sie Paraskevedekatriaphobiker sind und sich vor diesem Tag fürchteten. Als Paraskavedekatriaphobie oder Triskaidekaphobie bezeichnet man in der Psychologie die abergläubische Angst vor der Zahl 13.

Abgeleitet wird der Terminus technicus von den griechischen Begriffen „paraskeue“ (Freitag), „dekatria“ (dreizehn) und „phobos“ (Angst). Manch einer wird aber auch einfach frei übersetzen: „Besser im Bett bleiben“ (mit AFP/dpa-Agenturmaterial).

Zum Artikel

Erstellt:
13. Februar 2026, 11:36 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen