FrieslandCampina will in Heilbronn etliche Jobs abbauen

dpa/lsw Heilbronn. Im Zuge seines angekündigten Stellenabbaus will das Molkereiunternehmen FrieslandCampina nach Gewerkschaftsangaben an seinem Sitz in Heilbronn 105 Stellen abschaffen. Davon betroffen seien Beschäftigte im Heilbronner Produktionswerk, in dem beispielsweise Joghurt und Pudding hergestellt werden, teilte die Gewerkschaft NGG am Donnerstag mit. Das Unternehmen hatte tags zuvor angekündigt, dass in Heilbronn und Köln insgesamt 195 Stellen wegfallen sollen. Wie viele Jobs davon auf welchen Standort entfallen, ließ eine Sprecherin auf Anfrage weiter offen. Die Pläne sollten bis Ende 2021 umgesetzt werden, hieß es.

Das Unternehmen begründete den Stellenabbau damit, dass man die Kosten senken und sich stärker auf Wachstumsbereiche konzentrieren wolle. Wegen der Corona-Krise müsse man diese Pläne schneller als geplant umsetzen. Man strebe sozialverträgliche Lösungen an. Ein Heilbronner NGG-Vertreter warf dem Konzern vor, unter dem Vorwand der Corona-Krise Jobs streichen zu wollen, um die Profitabilität zu steigern. Man werde in den anstehenden Gesprächen mit Arbeitgebervertretern „um jeden einzelnen Arbeitsplatz“ kämpfen. Zuvor hatte die „Heilbronner Stimme“ berichtet.

FrieslandCampina ist beispielsweise für seine Marken Landliebe und Südmilch bekannt. Der Konzern beschäftigt nach eigenen Angaben mehr als 23 000 Mitarbeiter in 36 Ländern, davon 1200 hierzulande. Der Deutschland-Ableger des Unternehmens hatte im Jahr 2018 bereits rund 90 Stellen und damit einen großen Teil seiner Verwaltung aus Heilbronn abgezogen und nach Düsseldorf verlagert.

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Erstellt:
26. November 2020, 16:48 Uhr

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