Glasfaseranbindung für 70 unterversorgte Haushalte in Auenwald

In Auenwald ist mit der gestrigen Netzeinweihung ein erster wichtiger Schritt getan, um die Digitalisierung in der Gemeinde voranzutreiben.

Symbolische Inbetriebnahme des Glasfasernetzes in Rottmannsberg. Foto: Alexander Becher

© Alexander Becher

Symbolische Inbetriebnahme des Glasfasernetzes in Rottmannsberg. Foto: Alexander Becher

Auenwald. Rund eineinhalb Jahre nach dem Spatenstich zum Breitbandausbau rund um Auenwald gibt es zu dem Projekt nun erfreuliche Nachrichten. Gestern wurde die offizielle Inbetriebnahme des Glasfasernetzes gefeiert. Vor wenigen Tagen konnten durch die Netcom BW, eine EnBW-Tochter, im Gemeindegebiet insgesamt 70 Glasfaserhausanschlüsse in Betrieb genommen werden. Damit erhalten Bürgerinnen und Bürger bisher unterversorgter Adressen – insbesondere kleinere Weiler und Aussiedlerhöfe – ab sofort deutlich schnelleren Zugang zum Internet.

Gestartet war das Vorhaben im Oktober 2022 mit umfassenden Tiefbaumaßnahmen zum Aufbau der sogenannten passiven Breitbandinfrastruktur. Die dafür notwendigen Arbeiten, zu denen neben dem Verlegen der Leerrohre auch die vorausgehenden Planungen, die Montage der Glasfaserkabel, die ausführliche Dokumentation und das gesamte Hausanschlussmanagement zählten, wurden von der Netcom BW an die Netze BW, Sparte Dienstleistungen, vergeben und dort umgesetzt.

Mit dem Ende des Tiefbaus ging die Verantwortung für die Abschlussarbeiten wieder in die Hände der Netcom BW über. Dort kümmerte man sich in der Folge um die Installation der zur Datenübertragung notwendigen aktiven Technik sowie um das Einpflegen der Netzdokumentation in die unternehmenseigenen Systeme. Im letzten Schritt folgte nun die offizielle Inbetriebnahme des zukunftsfähigen und leistungsstarken Glasfasernetzes. Zu diesem Zweck trafen sich gestern Vertreter aller Ausbaupartner in Rottmannsberg. Dazu zählten Bürgermeister Kai-Uwe Ernst, Bauamtsleiter Pierre Mayer, Netcom-BW-Geschäftsführer Nicholas Prinz, Netze-BW-Projektleiterin Annika Grimmeisen sowie einige weitere Vertreter der am Projekt beteiligten Parteien. Gemeinsam gab man vor dem dortigen Verteiler mit einem Druck auf den Netcom-BW-Buzzer auch den symbolischen Startschuss für die neu gebaute Breitbandinfrastruktur.

Ein hochleistungsfähiges Netz ist aufgebaut worden

Die Freude darüber war bei allen Anwesenden groß und so stellte Geschäftsführer Nicholas Prinz heraus: „Die Zeiten, in denen Teile von Auenwald nur mit Schneckentempo im Internet surfen konnten, gehören ab heute der Vergangenheit an. Gemeinsam haben wir hier in den vergangenen Monaten ein hochleistungsfähiges Netz aufgebaut, das den Anforderungen einer immer digitaler werdenden Welt auch in Zukunft gerecht wird.“

Glücklich zeigte sich auch Auenwalds Bürgermeister Kai-Uwe Ernst: „Es freut mich sehr, dass die bisher unterversorgten Ortsteile unserer Gemeinde nun über einen Glasfaseranschluss verfügen. Ein erster wichtiger Schritt, um die Digitalisierung in unserer schönen Gemeinde voranzutreiben. Der Ausbau der digitalen Infrastruktur ist ein wichtiger Bestandteil unserer Zukunftsplanung und wir hoffen, dass wir auch so schnell wie möglich die restlichen Ortsteile entsprechend mit Glasfaser versorgen können.“ Mit der nun erfolgten Inbetriebnahme besteht für erschlossene Privathaushalte von nun an die Möglichkeit, Glasfaserinternet mit Datenübertragungsraten von bis zu einem Gigabit pro Sekunde (Gbit/s) zu buchen und zu nutzen. Für Gewerbetreibende sind sogar Bandbreiten von bis zu zehn Gbit/s möglich.

Insgesamt investierte die Gemeinde Auenwald in das Projekt rund 1,7 Millionen Euro, wobei rund 90 Prozent dieser Summe über Fördermittel von Bund und Land abgedeckt wurden. Ohne diese Unterstützung wäre ein Ausbau in den unterversorgten Gebieten wirtschaftlich nicht darstellbar gewesen. pm/flo

Zum Artikel

Erstellt:
3. Februar 2024, 06:00 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Lesen Sie jetzt!

Stadt & Kreis

Vielfältige Aufgaben und Projekte

Gemeinderatswahl Backnang Die Backnanger SPD möchte sich im Gemeinderat für Schulneubau und die Gesundheitsversorgung einsetzen.

Stadt & Kreis

Die Regionalversammlung hat den Blick für das große Ganze

Kommunalwahl 2024 Neben Europaparlament, Gemeinderäten und Kreistag wird am 9. Juni noch ein weiteres Gremium gewählt:Die Regionalversammlung. Das Parlament für die Region Stuttgart ist in der Öffentlichkeit wenig bekannt, trifft aber wichtige Entscheidungen.