Hebammenwissenschaft wird Regelstudiengang im Südwesten

dpa/lsw Tübingen. Vor zwei Jahren startete der bundesweit erste Bachelorstudiengang Hebammenwissenschaft in Tübingen. Das Modell wird jetzt zum Regelstudiengang in Baden-Württemberg. Mit dem Ausbau der Studienkapazitäten für Anfänger in Tübingen und an der Dualen Hochschule habe das Land nunmehr 165 Studienanfängerplätze, sagte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) am Donnerstag in Tübingen. Um den bisherigen Umfang der Ausbildungsplätze zu erhalten und sicherzustellen, dass ausreichend Berufsnachwuchs gewonnen wird, seien aber jährlich 260 Studienanfängerplätze in der Hebammenwissenschaft notwendig, sagte Bauer.

Eine Hebamme hört die Herztöne eines Babys ab. Foto: Uli Deck/dpa/Archivbild

Eine Hebamme hört die Herztöne eines Babys ab. Foto: Uli Deck/dpa/Archivbild

Für die Weiterentwicklung der Disziplin und als Voraussetzung der Besetzung von Führungspositionen braucht es laut Bauer auch Masterstudiengänge. Diese sollen an der Universität Tübingen aufgebaut werden.

Das Hebammenreformgesetz bestimmt, dass die Ausbildung ab dem 1. Januar 2023 nur noch an Hochschulen erfolgen kann. Das Studium besteht aus einem berufspraktischen und einem hochschulischen Studienteil. Die Hochschule trägt die Gesamtverantwortung für die Koordination der Lehrveranstaltungen mit den berufspraktischen Praxiseinsätzen.

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Erstellt:
10. Dezember 2020, 12:18 Uhr

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