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Hipster, Göttinnen und Folklore

Todschick in die Berge oder stilvoll in die Stadt: Die Berliner Fashion Week bietet Modelustigen viel Inspirationen

Seit 2007 gibt es zweimal im Jahr die Berliner Modewoche – ein wichtiger Treffpunkt für deutsche Firmen und Designer. Und an den Laufstegs und bei Partys werden Promis gesichtet.

Berlin Die modische Spannbreite in Berlin reicht von Haute Couture bis Streetwear. Seit mehr als zehn Jahren findet zweimal im Jahr die Berliner Modewoche statt. Dieses Mal unter anderem dabei: Irene Luft, Anja Gockel, Marc Cain, Kilian Kerner, Marcel Ostertag, Lena Hoschek, Marina Hoermanseder. Wir haben die Höhepunkte und Hinguckerim Überblick.

Sowohl die Münchner Luxusmarke Bogner als auch das österreichische Label Sportalm bringen Pistenatmosphäre auf die Laufstege. Der Label-Chef bei Bogner, Andreas Baumgärtner, nannte seine Show „Alpine Clubbing“ und ließ die Models mit großen Fellmützen, kniehohen Boots und dicken Daunenjacken in grellen Farben defilieren. Die Hingucker: bauchfreie Tops und Fellstiefel für die Après-Ski-Party.

Bei Sportalm setzen bunte Leopardenmuster, Gelb- und Lilatöne intensive Akzente. Mäntel und Taschen sind aus Plüsch, Krägen und Bündchen aus Kunstfell. Auch hier weiß man um den Stellenwert des Après-Ski: schwarze Kleider und Röcke mit Blumenmuster, Jacken und schmale Hosen in Knallfarben machen aus Skihasen nach Liftschluss alpine Hipster.

„Meet You At The Train Station“ hieß das Motto beim etablierten Label Marc Cain, und das tut man anscheinend am besten in der Farbe Grün. Auffällig viele Teile und Kombis wie Strickpullover, Hosenanzüge oder Maxiröcke präsentierte Kreativchefin Katja Konradi in der Farbe der Hoffnung. Ansonsten: andere kräftige Farben, schmale Schnitte und Mustermix – typisch für Marc Cain. Außerdem: Faltenröcke in Midi, dazu ein bisschen Glitzer und Strick.

Abseits der Hauptschauen gibt es in Berlin auch Kreationen von Nachwuchsdesignern zu sehen. Bei der Modenschau „Neo.Fashion“ zeigen 45 Absolventen von vier Modehochschulen ihr Talent – nicht unbedingt alltagstauglich, aber innovativ. Manchmal wird es auch politisch wie bei der Jungdesignerin Bea Brücker, die einen Mantel mit übergroßem Trump-Konterfei präsentiert hat. Besonders ins Auge fielen die Kreationen der Designerin Atafeh Farzandi von der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin. Ihre Abschlusskollektion mit dem Titel „Paradox“ war inspiriert von ihrem Heimatland Iran. Persische Schriftzeichen, Blumenranken und astronomische Symbole auf alten Stoffen und mit moderner Materialtechnik verarbeitet, schaffen eine Symbiose aus Tradition und Moderne.

Anja Gockel, die ihre Show im Berliner Hotel Adlon zeigte, hat sich für ihre Kollektion vom griechischen Wort „théa“ – Göttin – inspirieren lassen. „Wenn wir Frauen den Mut haben, uns auf unsere Stärken, unser Charisma zu konzentrieren, dann sind wir alle göttlich“, sagte die Mainzer Designerin. Sie schickte auch Frauen auf den Laufsteg, die keine Profimodels sind, zum Beispiel die Klempnerin Sandra Hunke und die Olympionikin Alexandra Wester. Gockel kombinierte Glitzerröcke zu lässigen Pullovern und einen Tweedmantel zum Federrock. Farblich setzt die Designerin aus Mainz auf gedeckte Grün- und Beerentöne.

Der Kölner Designer Kilian Kerner ist wieder da mit dem Label KXXK. „Großstadtleben“ hat er seine Show genannt und eine originelle Kollektion präsentiert. Statements wie „Ich bin kein Rassist und dafür muss ich nicht schlau sein“ oder „Mein Bro ist gay und ich hab ihn lieb“ prangen auf Jacken und Shirts. Hochwasserhosen, breite, aufgenähte Bünde, ausgesparte Schultern – Kerner setzt auf ungewöhnliche Details und erntet viel Aufmerksamkeit in der Branche.

Eine Nische für Designer ist die „Green Fashion“. Upcycling, aus alten Dingen Neues zu gestalten, und ökologische Standards spielen eine wichtige Rolle. Hauptschauplatz ist das E-Werk, ein früherer Techno-Club, in dem die Schauen der Mercedes-Benz Fashion Week über die Bühne gehen.https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.berliner-fashion-week-trump-schafft-es-sogar-auf-den-laufsteg.a94940b5-3924-432f-949a-0deb7edf9651.html

https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.berliner-fashion-week-trump-schafft-es-sogar-auf-den-laufsteg.a94940b5-3924-432f-949a-0deb7edf9651.html

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Erstellt:
21. Januar 2019, 16:11 Uhr

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