Hoffmeister-Kraut bremst bei CO2-Vorgaben für Autos

dpa/lsw Stuttgart. Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) warnt vor einer Überforderung der Autoindustrie durch kurzfristige Verschärfungen bei den Regelungen zum CO2-Ausstoß. Sie schrieb in einem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Brief an Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne), das von der EU bisher fixierte Zwischenziel zur Reduzierung der CO2-Flottengrenzwerte für 2025 sollte bestehen bleiben, um Wirtschaft und Gesellschaft nicht zu überfordern. Vereinbarte Eckpfeiler dürften nicht kurzfristig verschärft werden.

Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU), Wirtschaftsministerin von Baden-Württemberg. Foto: Marijan Murat/dpa/Archivbild

Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU), Wirtschaftsministerin von Baden-Württemberg. Foto: Marijan Murat/dpa/Archivbild

Von der Autoindustrie seien speziell in Baden-Württemberg viele Arbeitsplätze direkt oder indirekt abhängig. „Die Transformation des Verkehrsbereichs darf deshalb nicht nur ökologische, sondern sie muss auch ökonomische und soziale Aspekte berücksichtigen.“ Jedes zusätzliche Gramm an CO2-Einsparung verursache „erhebliche Kosten“. Zunächst hatte die „Stuttgarter Zeitung“ und die „Stuttgarter Nachrichten“ (Dienstag) über Hoffmeister-Krauts Brief berichtet.

Derzeit ist vereinbart, dass die Autobauer in der EU den CO2-Ausstoß ihrer Neuwagenflotte bis 2025 um 15 Prozent und bis 2030 um 37,5 Prozent im Vergleich jeweils zu 2021 verringert werden müssen. EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen (CDU) hatte zuletzt jedoch verschärfte Klimaziele ins Spiel gebracht.

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Erstellt:
17. November 2020, 13:26 Uhr

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