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IG Metall warnt vor Sparprogrammen: Kundgebung bei Mahle

dpa/lsw Stuttgart. IG-Metall-Bezirksleiter Roman Zitzelsberger hat vor weiteren Einschnitten in der Industrie im Südwesten gewarnt. „Wer ganze Standorte kaputtspart und Investitions- und Weiterbildungsbudgets zusammenstreicht, wird die Zukunft nicht bewältigen können“, sagte er am Donnerstag im Zusammenhang mit einer Kundgebung beim Autozulieferer Mahle in Stuttgart. Eine Umfrage unter 200 Betriebsräten der IG Metall hat ergeben, dass in jedem zweiten Betrieb der Branche, welche die Gewerkschaft vertritt, Einschnitte bevorstehen. Zitzelsberger warnte, die Firmen nutzten teils den Wandel, den Digitalisierung und der Schwenk zur Elektromobilität mit sich bringen, um strukturelle Probleme zu lösen.

Mitarbeiter des Autozulieferers Mahle demonstrieren vor dem Werk Stuttgart gegen angekündigte Streichung von Stellen. Foto: Andreas Rosar

Mitarbeiter des Autozulieferers Mahle demonstrieren vor dem Werk Stuttgart gegen angekündigte Streichung von Stellen. Foto: Andreas Rosar

Gewerkschaft und Betriebsrat hatten am Donnerstag zu einer Kundgebung vor der Zentrale des Autozulieferers Mahle aufgerufen. Mehr als 2000 Teilnehmer versammelten sich dort nach Angaben der IG Metall trotz der hohen Temperaturen im Stuttgarter Kessel. Mahle hatte in diesem Jahr angekündigt, 380 Stellen an den Standorten in Stuttgart zu streichen. Das Werk in Öhringen mit rund 240 Mitarbeitern soll geschlossen werden.

Auch andere Zulieferer in Baden-Württemberg hatten bereits Einschnitte angekündigt. Der Autozulieferer Marquardt in Rietheim-Weilheim (Kreis Tuttlingen) hatte die Verlagerung von bis zu 600 Stellen ins Ausland angekündigt. Continental schließt ein Werk in Oppenweiler (Rems-Murr-Kreis).

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Erstellt:
25. Juli 2019, 17:55 Uhr

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